Nach dem Ende von BeOS und der Firma Be, gab es einige Fan Projekte, die zum Ziel hatten das System weiterzuentwickeln und zu verbessern. Basis war dabei die kostenlose BeOS Personal Edition, was allerdings nur durch Lizenzverstoße möglich war. Letztlich ein Problem. In den Wirren der Rechteinhaber scheiterte später auch ZETA, ein kommerzielles Nachfolgeprojekt. Einzig Haiku versucht BeOS am Leben zu halten, greift dabei aber auf offenen Quellcode zurück und ist damit eher ein Nachbau.
Lange hatte ich die BeOS Developer Edition1.1 auf der Festplatte liegen, dennoch wollte ich es endlich einmal ausprobieren. Da mir die CD-Installation mit dem CueSheet zu kompliziert ist, habe ich einen anderen Weg gewählt:
Methode 1: Sie geht ganz einfach über Windows. Man installiert zuvor BeOS 5.0 Personal Edition auf einer (wichtig!) Fat16 oder Fat32 Partition und ersetzt dann die image.be. Später einfach die Startdiskette erstellen und neu starten.
Methode 2: Neulich habe ich die Setup-CD korrekt brennen können, die Anleitung findet man eventuell noch im Internet.
Methode 1: Währen dem laden des BeOS-Bootmanagers muss man die Leertaste drücken um als Quelle die BeOS-Partition auswählen zu können. Kaum ist dies getan startet BeOS.
Methode 2: Man lässt die CD-ROM im Laufwerk, danach startet man neu und schon beginnt das Setup.

BeOS bringt optimierte Kernel für Pentium4 oder Athlon/XP-Systeme mit.
Erkannt wurden: AC97-Soundkarte, NTFS, EXT3 und Fat Partitionen. Grafikkarte (GeForce FX 5200) und SiS900-basierte Netzwerkkarte werden nicht erkannt. Hierbei müssen die Treiber aus dem Internet herunter geladen werden. Entweder erfolgt die Treiber-Installation über ein stinknormales Setup oder wie bei Linux über die Konsole. Programme müssen nicht installiert werden und sind sofort einsatzbereit.

Die Oberfläche kommt einen halbwegs bekannt vor. Es gibt keinen Explorer sonder nur Fenster. Statt eines Startmenüs gibt es ein BeOS Menü in der oberen Taskleiste die man verschieben kann. Neben den Beenden Funktionen und den Programmen sind dort auch die Programmierfunktionen aufgelistet.
Bei BeOS sind schon etliche gute Programme dabei, ein CD Player, ein Brenn Programm, ein TV Karten Programm, Mines Sweeper, ein Multimedia Player (u.a. MP3), ein GZip/ZIP/RAR Programm und einiges mehr.

Seit der Bezip.de-Homepage gibt es viele Treiber für häufig vorkommende Komponenten und Programme für BeOS. Leider fehlt die JAVA2-Runtime (danke liebe SUN) Am wichtigsten sind wohl die ATI und GeForce-Treiber. Wenn man die hat ist dem Multimedia-BeOS keine Grenzen gesetzt.
Apropos Freeware: BeOS Developer Edition 1.1 ist Freeware, basierend auf BeOS 5.0 PE, die Unterschiede zur PE sind groß: Mehrere Terabyte Speicherplatz möglich, tausende Programme (BeMSN, Gim-ICQ, Firefox, Mozilla..) im Netz, DVD Unterstützung, mehrsprachig und vieles mehr.

Der Internetzugang ist ganz einfach: über die Netzwerkkonfiguration in den Systemeinstellungen. Apple-Protokoll und andere werden von Haus aus unterstützt.



Das none-plus-Ultra bei BeOS DevEdi 1.1 gegenüber seinem Vorgänger ist die DVD-ROM-Unterstützung.

Durch diese neue Version von BeOS ist der Durchbruch in ein paar Jahren gesichert. Ein paar mehr Treiber und BeOS ist auf der Höhe von Windows. Durch die von Hobby-Programmierer mangelt es auch schön langsam nicht mehr an Programmen oder Treibern. BeOS DevEdition 1.1 ist das perfekte System für Multimedia, CDs brennen, Office und Internet (Virenfrei).
Windows 9x, NT oder Linux (mit 2.
Installationsmehode)
Mindestens Pentium-Prozessor, 486er nicht unterstützt
32 MB Arbeitsspeicher
400 MB Festplattenspeicher
AMD Athlon XP 2800+
512MB DDR-RAM
GeForce FX 5200
SiS900-basierte Netzwerkkarte
C-Media AC'97-kompatibler Sound
Test von 2004.