GEM - Graphic Enviroment Manager - von Digital Research war einer der Hauptkonkurrenten zu Microsoft Windows in der Version 1 und 2. Allerdings hat DRI vor allem mit einem weiteren Mitspieler zu kämpfen gehabt: Apple. Kaum wurde GEM/1 veröffentlicht, wurden die Apple aktiv und klagte wegen optischer Ähnlichkeiten zu den eigenen Produkten für Lisa und Macintosh. Letztlich wurde gab DRI nach und legte Apple verschiedene Desktop Design vor, worauf hin GEM/2 entstand.
Die neue Version verzichtete auf überlappende Fenster, änderte Fensteranimationen und das Aussehen des Papierkorbs. Die letzte Version GEM/3 wurde noch auf Geschwindigkeit optimiert und enthielt zusätzliche Programme im Paket.
Auch diese frühe GUI krankte daran, dass kaum Programme für Sie hergestellt wurden. Selbst Apple verdiente in der Anfangszeit des Macintosh sein Geld vor allem mit dem klassischen Apple II. Auch technisch war GEM nicht besonders leistungsstark, es beherrschte kein Multitasking und in keiner Version mehr als 640 KB Speicher.
Bekannter als GEM für den PC ist wohl die Umsetzung für den Atari ST. Man begann schon Ende 1984 mit der Portierung für den Motorola 68000 Prozessor, allerdings waren diese Portierungen nie ganz stabil. Am Ende übernahm Atari selbst die Hand und entwickelte GEM als Oberfläche des Atari TOS (Terminal Operating System) weiter. Diese Version war auch nicht von Apple Klagen beeinträchtigt.
1999 wurde der Sourcecode von GEM unter der freien Lizenz GNU von dem DRI Rechtsnachfolger Caldera veröffentlicht. Das ermöglichte mit OpenGEM und FreeGEM freie Nachfolger, welche aber dem technischen Niveau des Originals Weitestgehens entsprechen.

Die Hardwareunterstützung umfasst das übliche, Grafikkarten von Monochrom bis 16 Farben, Mäuse mit üblichen Anschlüssen, einige Drucker, aber auch Scanner und Kameras.
Der Desktop ist zugleich die Dateiverwaltung, unter ihn können die Programme gesucht und gestartet werden.

Die Lieferumfang ist ähnlich wie bei Windows 1, ein Schreibprogramm gehört dazu.

Und auch ein Malprogramm darf nicht fehlen.
