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Windows 10 Previews - Threshold

Wenig überraschend hat Microsoft am Oktober 2014 bekanntgeben, dass sie an einen Nachfolger für Windows 8.1 arbeiten. Die Namensgebung überraschte dabei, statt Windows 8.2 oder dem favorisierten Windows 9 wird Microsoft auf die 10 springen. Eine Begründung gab es nicht, dagegen aber viele Ideen: Von faulen Programmierern, die die Versionnummer nur per Textzeile „Windows 9“ schon zu Windows 95/98 Zeiten prüften, bis hin zu Versionsgleichziehung mit Apple, das seit 2001 ihr Mac OS X hat, wobei das X für die 10 steht. Wobei Apple zur gleichen Zeit Version 10.10 ankündigte. Viel Dezimales also im Herbst 2014.

Zur Erinnerung, seit Windows 8/8.1 hat sich bei Microsoft personell einiges getan, CEO Steve Ballmer dankte ab, Satya Nadella trat an, auch der Windows Chefentwickler wurde gewechselt. Aber auch strukturell trennt sich Microsoft von viel Nokia Struktur und Personal, dass zu Windows 8 Zeiten extra übernommen wurde.

Allerdings soll Windows 10 für die einzelnen Gerätekategorien immer mehr zusammenwachsen, allerdings nun in einer technischen Weise und mit mehr getrennten Oberflächen je nach Gerät. Es wird damit gerechnet, dass das sehr erfolglose Windows RT mit Windows Phone fusioniert.

Details zur Markteinführung und zur Preisgestaltung oder Updatepfaden sind derzeit noch unbekannt. Die Entwicklung wurde unter dem Codenamen Threshold bekannt. Threshold heißt im Videospiel "Halo" ein Gasriese in dessen Nähe die erste namensgebende Halo-Installation sind befand. Nicht die einzige Anspielung auf dieses Spielefrancise.

Galerie Build 9841, 9860

Windows 10 Technical Preview - Windows 6.4 Build 9841, 9860

Den Anfang unter den Vorabversionen macht die Technical Preview. Sie richtet sich offiziell eher an Firmen und ist vor allem für touchlose, klassische Desktopcomputer und Notebooks optimiert. Erkennt Windows keine Touchhardwarekomponenten, so wird viel von der Windows 8 Kachelwelt deaktiviert. Man startet auf den normalen Desktop, Abstände von Symbolen sind enger, aktive Ecken sind nicht mehr und man hat endlich wieder das Startmenü.

Das Startmenü enthält dabei einige Neuerungen. Zum einen gibt es einen rechten Bereich, in dem man Windows Kachel anpinnen kann (aber nicht muss) und man kann das Startmenü frei in Breite und Höhe variieren. Enthalten ist auch eine Suche, die standardmäßig auch Treffer im Internet berücksichtigt.

Windows „Modern UI“/Metro oder schlicht Apps lassen sich nun auch im Fenstermodus betreiben und sind somit frei positionierbar, wie normale Windows Programme.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit virtuelle Bildschirme anzulegen. Diese Technik ist in anderen Betriebssystemen lange integriert und soll den Benutzer es ermöglichen, viele Programmfenster leichter anzuordnen um quasi zwischen Arbeitssituationen zu springen. Windows kennzeichnet in der Taskbar Programme auf einen anderen virtuellen Bildschirm mit einer Unterstreichung. Ein Klick wechselt zu diesem Bildschirm. Um einen besseren Überblick über diese Bildschirme zu bekommen, ist die Übersicht der Tasks überarbeitet worden. Sie zeigt nun die Programme nebeneinander und darunter die einzelnen Desktops.

Für Konsolenbenutzer gibt es ein kleines praktisches Update, die Eingabeaufforderung erlaubt das Einfügen der Zwischenablage per Tastenkürzel STRG+V, vorher stand nur der Weg via Kontextmenü offen.

Microsoft wird nachgesagt, Windows auf ein Rolling-Release-Modell umzustellen, d.h. statt große neue Versionen laufend kleine Neuerungen einzubauen. Zumindest für die Technical Preview trifft dies zu. Wenige Wochen nach Bereitstellung stand mit dem Build 9860 eine neue Version als Update bereit. Diese bringt, neben Updates unter der Haube und einer Reihe überarbeiteter Animationen, ein neues Benachrichtigungscenter. Hier laufen vor allem auch die Meldungen der Modern UI Programme auf.

Galerie Build 9926

Windows 10 Technical Preview (Januar 2015) - Windows 6.4 Build 9926

Im Januar 2015 wurde die zweite große Technical Preview von Windows 10 vorgestellt. Sie wurde als Update an alle Benutzer der öffentlichen Previews verteilt. Erstmals stellte Microsoft nun auch mehrere Sprachversionen als öffentlichen Download bereit.

Diese Version enthält bereits vorher angekündigte Funktionen. Mit "Continuum" wird eine Umschaltung der Arbeitsumgebung bei so genannten Convertible Computers bezeichnet. Dies sind Rechner, die durch Anstecktastaturen oder Klappmechanismen sich von einen Tablet - als mit Gestensteuerung - in einen normalen PC mit Maus und Tastatur verwandeln. Windows erkennt den Zustand und die Oberfläche ändert sich. Programme sind für bessere Gestensteuerung im Vollbildmodus, Zeilenabstände bei geeigneten Programmen geändert und statt des Startmenüs erscheint der Startbildschirm. Es gibt momentan noch eine Bestätigungsabfrage zum Wechsel des Modus. Auch kann einer Manuell über das Benachrichtigungscenter angestoßen werden. Das Startmenü lässt sich unabhängig vom Gerät nun auch mit einen Klick zum Startbildschirm vergrößern. Die letzte Wahl wird dann beim nächsten Aufruf beibehalten.

Das Benachrichtigungszentrum wurde weiter überarbeiet und hier finden sich nun auch Schnelloptionen. Das Chaos mit den Systemsteuerungen wurde aufgeräumt. Es gibt jetzt eine Variante für die Modern GUI und die klassische, die beide jeweils zum Ziel führen. Vorher waren - auch zusammenhängende - Funktionen teilweils wild nur in einer der beiden Systemsteuerungen verteilt.

Mit Cortana erhält Windows eine Sprachsuchmaschine, wie man sie bei Smartphones bei diversen Systemen her kennt. In der Testversion ist diese nur in der US-Version verfügbar. Eine Suchleiste findet sich aber bei allen Versionen direkt auf der Taskleiste.

Mit der Codebezeichnung Spartan wird der Internet Browser von Windows 10 bezeichnet, er soll eine überarbeitete Oberfläche erhalten und eine komplett neue Renderengine erhalten. Zu alten Internet Explorer Versionen will man aber kompatibel sein, je nach Seite wird der alte oder neue Kern geladen.

Für Spieler soll mit DirectX 12 - wieder einmal - alles besser und schneller werden. Darüberhinaus scheint man die XBox One als Spielekonsole bei Microsoft wiederzuentdecken. Zu Marktstart wurde diese ja eher als Multimediazentrale angepriesen. Nun sollen sich auch XBox Spiele auf den PC streamen lassen.

Bei der Vorstellung der Testversion stellte Microsoft ein kostenloses Upgrade für alle Benutzer von Windows 7/8/8.1 in Aussicht. Dieses Angebot würde im ersten Jahr des Releases bestehen. Gerüchte nach einer Mietversionen ("Windows as a Service") wurden für Privatkunden dementiert. Die Lizenzsierung bliebe wie bisher.

Galerie Build 10074 & 10122

Windows 10 Insider Preview - Windows 6.4 Build 10074/10122

Mit der Windows Insider Preview brachte Microsoft vorallem Feinschliff. Der Startbildschirm für Desktoprechner ist nicht mehr durch Mausklick aufrufbar, hier wird das Startmenü zum Standard, weniger zur Option. Spartan hat jetzt den Markennamen Microsoft Edge erhalten.

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