Windows ME

Genaue Versionsnummern: Windows 4.90.3000
Preis in Deutschland: Vollversion:
Update von Win 95:
Update von Win 98:
 205 €
 118 €
 76 €
16/32 Bit Betriebssystem Datenträger: CD-ROM
Code- / Entwicklungsname Georgia
erschienen in den USA: August/September 2000
Ende des Supports (Endkunden/Firmen): 31.12.2003 / 30.06.2006

Windows Millennium ist das letzte Betriebssystem auf DOS Basis und somit der Abschluss der Consumer Reihe. Eigentlich ist es ein Notprodukt, da ursprünglich geplant war, die beiden Parallelen Systeme Windows NT und 9x in Windows 2000 zu vereinen. Da nichts daraus wurde, kam Windows ME also raus.

Die Beta hieß Georgia, Informationen finden sie auf der ME-Beta Seite.

Windows ME

Nach der relativ kurzen Beta Phase kam ME auf den Markt.

Der Bootbildschirm von ME

Es ist immer noch ein Windows 9x sieht aber jetzt wie Windows 2000 aus.


Der Desktop und der neue Media Player 7

Neue Funktionen sind kaum hinzugekommen, einige Systemkomponenten wie
DirectX (8.0), Media Player (7.0) und der Internet Explorer (5.5) sind aktualisiert worden, neu sind:

- Windows Movie Maker (Ein einfaches Filmschnittprogramm)
- Schutzmechanismen, die Systemdateien wiederherstellen
- erweiterter Explorer der mit zip-Archiven umgehen kann
- erweiterte Hilfefunktionen


Der Movie Maker, man kann damit z.B. seine Urlaubsvideos aufpeppen

Die Systemwiederherstellung erlaubt es in zuvor - auch automatisch - gespeicherte Systemzustände zurückzukehren. Durch das Design des Betriebssystems war dies leider nicht immer vollkommen möglich, daher wurde diese Funktion erst in Windows XP wirklich populär und wichtig.


Die Systemwiederherstellung: Zurückversetzen des Systemzustandes vor einer Aktion.


Der "Komprimierte Ordner" ist ein einfaches Zip-Programm, in XP werden diese Ordner dann wie echte Ordner behandelt

Windows ME versteckt den echten DOS Modus, d.h. man kann nicht mehr ins pure DOS, nur noch ins DOS Fenster.


Es ist nicht mehr möglich in den vorhandenen DOS Modus zu wechseln


Man kann nicht einmal mehr so ohne weiteres eine DOS Bootdiskette erstellen (Mitte), dies geht nur über die Systemsteuerung (Rechts). Das Beste: Windows XP kann es, dabei hat es nicht mal DOS, es kopiert die ME Bootdisk (Links).

Dafür sind etliche Spielchen dazugekommen, die großteils online gezockt werden dürfen/müssen. Da es nur eine eingeschränkte Chatfunktion gibt, wird man nicht das Gefühl los, dass die Mitspieler keine wirklichen Personen sind. Selbst 2010 finden sich verdächtig schnell Mitspieler. Enthalten sind weiterhin: Solitär, Frecell, Minesweeper, Pinball und ein auf Mehrspieler beschränktes Hearts.

Internet Backgammon
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Internet Dame
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Internet Hearts
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Internet Reversi
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Internet Spades
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Spidersolitär
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Stylisches Werbevideo zu Windows Me, kommt ohne viele Worte aus. Länge 2:11 Minuten - Ton - Größe 6,5-8 MB.

ME ist an vielen Stellen benutzerfreundlich, was den Anfänger freut, nervt den fortgeschrittenen Anwender allerdings oft. Beispiele sind die Netzwerkumgebung, die jetzt andere Rechner einfach durchsucht und alle freigegebene Laufwerke verknüpft, oder das standardmäßig verkürzte Systemsteuerungsmenü.


Erst mit einen Klick auf "zeigen Sie alle Optionen..." bekommt man die volle Kontrolle.


Das volle Menü geht sogar noch weiter.

Es wurde auch nur hauptsächlich als OEM Recovery Version vorinstalliert auf Komplett PCs verkauft.
Mit diesen CDs lässt sich das System immer nur auf einen bestimmten Stand wiederherstellen, nicht
benutzerdefiniert oder auf einen zweiten Rechner installieren.

Der Lieferumfang von ME


Windows ME Update Packung (für Windows 95/98/98 SE)


Windows ME Spezial-Update Packung (für Windows 98/98 SE)


Die CD

Das Setup kommt einen Win 98 Veteran sehr bekannt vor.


Das Setup sieht größtenteils noch aus wie das von Windows 98

Fazit:

Windows ME war als Notlösung geboren und schreckte als es herauskam etliche Kunden durch den versteckten DOS-Modus ab. Inzwischen ist ME einen Blick wert. DOS ist mittlerweile relativ unbedeutend geworden, und selbst wenn man Lust hat, ein altes Spiel zu zocken, ein mit genügend Rechenleistung ausgestatteter Windows XP/Vista Rechner spielt heute mit Leichtigkeit ein Emulator wie DosBox ab. So eignet sich ME vor allem für Rechner die entweder für Win 9x Software bereitstehen, oder die nicht genügend Rechenleistung für ein Windows XP in der Standardkonfiguration haben.

Ich setze es daher gerne auf Pentium 2 Systemen ein. Ein Notebook mit Pentium 2 300 und 256 MB RAM braucht für XP zum Starten eine Ewigkeit. Unter ME nur wenige Sekunden. Zudem funktionieren WLAN und die meisten aktuellen Programme relativ problemlos. Ganz zu schweigen davon das USB-Wechseldatenträger ohne zusätzlichen Treiber erkannt werden. Für mich eine spät entdeckte Perle.

Microsoft verlängerte die Extended Support Phase im Januar 2004 bis Ende Juni 2006.


Propaganda bei der Installation

Systemvorrausetzungen Minimal Sinnvoll
CPU Pentium 150 MHz PII 300 MHz
Arbeitsspeicher 32 MB RAM 64 MB RAM
Festplattenplatz 320 MB 400 MB
Laufwerke CD-ROM u. Diskettenlaufwerk CD-ROM u. Diskettenlaufwerk