| Preis in USA: | Vollversion: | 99 $ |
| alternative Windows Oberfläche | Datenträger: | CD-ROM |
| erschienen in den USA: | März 1995 | |
BOB ist der Versuch von Microsoft im Jahre 1995 eine Oberfläche für Windows (3.1x oder Win95) zu erschaffen, die extrem einfach zu bedienen sein soll. Der Codename für die neue Oberfläche war übrigens Utopia, sie wurde vor BOB schon einmal in einen Kinderschreibprogramm namens Creative Writer eingebaut, dazu mehr in den Presseartikeln von BOB und Utopia. In den ersten 6 Monaten wurde BOB etwa 30.000-mal verkauft, sicher hatte Gateway mit seinen OEM Versionen einen größeren Anteil. Um es zu verdeutlichen: Windows 3.1 wurde in den ersten 2 Monaten 3.000.000-mal verkauft, Windows 95 in den ersten 3 Monaten 45.000.000-mal.
Das ganze floppte also komplett und ich bin nicht ganz sicher ob es hierzulande überhaupt herauskam, geplant war es für Mitte 1996. Übrigens wurde der verantwortliche Entwickler nicht gefeuert, es war Bill Gates eigene Frau: Melinda Gates.
Um das Prinzip von BOB näher kennen zu
lernen, hab ich ein kleines 20-teiliges "Lernprogramm"
erstellt
einfach starten und BOB näher kennen lernen.



Das Stichwort hieß "Social-Interface". Um dies zu realisieren gab es statt eines Programm-Managers ein Haus! Um mit diesen zu arbeiten musste man es erst mal betreten, also passiert die Anmeldung, vor der Haustür. Um sich anzumelden muss man nicht eine Tastenkombination, wie bei NT drücken, sondern anklopfen.

Ein Assistent kümmert sich dann darum,
ob man jetzt ein neuer Benutzer oder Gast sein will. Als Gast kommt man
nur in einen "öffentlichen Raum", als Benutzer kann man sich seinen
Raum nach eigenen Wünschen erstellen, von der Spacestation, über ein
Spukschloss, bis zum Normalen Haus.




Programme sind auch nicht gleich irgendwelche Symbole sondern Objekte, sie können eine beliebige Form haben, von einen Bild mit Rahmen bis zum Zeitung lesenden Pferd. Per "F1" Taste kann man sich die die Verknüpfung der Objekte anzeigen lassen.

Um viele Programme unterbringen zu können gibt es mehrere Räume, in denen man seine Programme ablegen kann. Sie werden Sinnvollerweise durch Türen verbunden.
Die ganze Zeit auf den Versen ist einem sein Persönlicher Assistent, er gibt
Hinweise und ermöglicht
weitere Optionen. Es gibt insgesamt 17 Stück, vom Dot (Roter Ball, aus Office 97
bekannt), über
Rover (ein gelber Hund, verdammt ähnlich zu Fredo einen Suchassistenten bei
Windows XP)
bis zu Shakespeare. Man kann auch einen unsichtbaren auswählen falls einen
die anderen
zu nervig sind. Jeder hat übrigens seinen eigenen Lebenslauf und einige
Animationen und Sprüche.Schauen Sie sich HIER alle 19 an!

Rover aus Bob &
Fredo aus Win XP

Beim msn Explorer gibt es einen Smilie (Emotion), wenn man 8-| eingibt
erhält man einen
"Streber Smilie":
Des Weiteren werden einige Programme mitgeliefert, da wären vor allem ein paar Finanzprogramme, ein Adressbuch, ein Emailprogramm, ein Schreibprogramm und ein Quizspiel.


Bob ist auch sehr aufmerksam, es merkt sich nicht nur die Geburtstage von anderen Leuten, sondern auch der eignende.

Das Schreibprogramm ist sehr einfach gehalten und bietet dem Anfänger mit wenigen Mausklicks die Möglichkeit schnell einen Brief mit grafischen Spielereien zu erstellen. Zu einigen Anlässen gibt es sogar schon Beispiel-Texte.


Eins der Highlights ist der GeoSafari Quiz. Hier kann man geographische Fragen beantworten. Von Länder Afrikas bestimmen, über Sehenswürdigkeiten der Erde zuordnen, bis hin zu Flaggenraten. Dies ist sogar mit bis zu 4 Spielern gegeneinander Möglich!

Es gibt auch noch ein paar Programme um sein Leben etwas besser zu organisieren, da wären eine Art Finanzberater, der einen zum Beispiel Tipps für den Autokauf gibt (was man den haben will..., vergleich von selbsteinzugebenen Modellen),

eine Art Haushaltsmanager, der für einen sich merkt wer mit Putzen dran ist, oder von wem man welches Geschenk bekommen hat (nicht das man es wieder zurückschenkt),

und auch noch dabei ist ein Scheckheft, also ein Haushaltsplan, dieser wird von "Lexi" verwaltet, der einen zu Beginn mit Fragen löchert. So kann man etwa regelmäßige Ausgaben (Taschengeld, Zeitung, usw.) eintragen. Abgezogen wird das vom Vermögen das man mit sich herumträgt und vom Konto, letzteres konnte man auch elektronisch via BOB wohl bedienen.

Das letzte große Programm das bei BOB dabei ist, ist ein Mail Programm es funktionierte leider nur mit einer Adresse vom Anbieter MCI, der nur in Nordamerika tätig ist. Die URL BOB.COM existiert auch nicht mehr als BOB Mailserver, hier werden alte Aktien verscherbelt.

Aber wie installiert man ein Programm, ohne dass man eine Dateiverwaltung hat (Es sei den man benutzt den Dateimanager/Explorer von Windows)?
Dies ist ganz einfach! Man sagt einfach dem persönlichen Assistenten, dass man etwas hinzufügen (adden) möchte, und zwar irgendetwas von einer Diskette. Im nächsten Schritt sagt man dann noch welche Disk, z.B. Floppy, Festplattenordner oder CD-ROM, den überhaupt gemeint ist. Daraufhin sucht BOB im Verzeichnis nach Setup-Programmen, und findet Dateien wie "Setup.exe" oder auch nicht.
Nach einer letzten Frage wird das Setup Programm als einfaches Windowsprogramm außerhalb von BOB gestartet.
Ein nicht wirkliches BOB Programm ist das Backup-Programm, es scheint nach einer gewissen Zeit von selbst zu starten und speichert die benutzerdefinierten Einstellungen auf einem Verzeichnis der Festplatte. Das Programm rät sich für ein richtiges Backup auf Disketten ein spezielles Programm zu besorgen.


Und noch etwas, die BOB-Programme laufen auch nur unter BOB, startet man sie unter Windows, während BOB nicht läuft, so bekommt man die Fehlermeldung, dass man erst BOB starten solle um das Programm nutzen zu können.

Das einzige was gegen BOB sprechen könnte ist das man als Windows Profi, schnell seine Shortcuts und gewohnten Fenster vermisst. Aber für Anfänger ist es einfach genial, nur ist die Frage ob sie dadurch nicht Anfänger bleiben.
Die einzigen offensichtlichen Unterschiede zwischen BOB 1.0 und BOB 1.0a Gateway Edition sind das beim ursprünglichen BOB 1.0 nur 12 Assistenten dabei waren (Baudelaire, Chaz, The Dot, Lucy & Will fehlen, diese können aber einfach in das Unterverzeichnis "Actors" hineinkopiert werden (wie Lexi und Hank) und sind dann einsatzbereit). Auch gab es nur 4 statt 10 Styles (Raumthemen, wie Burg, Haus etc.). Diese lassen sich nur etwas umständlich nachrüsten und bedeuten einen eventuellen Verlust der gespeicherten Räume.
Wenn man es unter Windows 3.1x installiert sollte man schon einen stärkeren Rechner besitzen (was Win 3.1x Rechner oft nicht sind). Auf meinen 486 DX 4 100 mit 32 MB hat man schon gemerkt das das Programm ordentlich Speicher belegt, insbesondere Festplattenspeicher wird gut verbraucht (ca. 40 MB).
| 486 SX oder besser 8 MB Arbeitsspeicher 32 MB Festplattenspeicher SVGA Display mit 256 Farben Windows 3.1 oder höher Maus empfohlen Modem mit min. 2400 Baud empfohlen Der Support endete am 01.07.1999.
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| Endlich besitze ich ein BOB Original! Es waren nur 13 $, 20 Tage Zeit und 2x der Versandweg von 9312 km nötig! (Geld hin/BOB zurück) Es handelt sich dabei um BOB 1.0 OEM |
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| oben: CD Cover (MS Home Version) | unten: CD (BOB 1.00 OEM) MS Home Version |
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Sollten nach der Installation (und Neustart von Windows) BOB und manche Programme von BOB nicht starten (manchmal vor allem unter Win95 der Fall) sollte man alle *.dll und *.vbx Dateien aus dem Stammverzeichnis von BOB (Standard: C:\MSBOB) in das Windows Verzeichnis kopieren.