Windows Vista

Nach über 5 Jahren erscheint mit Vista die neueste Windows Version, die Entwicklungskosten bezifferte Bill Gates in einer Rede auf der CES 2007 auf sechs Milliarden US-Dollar. Microsoft veranstaltete wohl den bisher größten Betatest aller Zeiten, bei dem nicht nur eingetragene Tester, sondern auch durch einen öffentlichen Download (der wohl auch den meisten Internet Traffic für einen Einzeldownload verursachte) der Vista Version RC1 Build 5600 (sowie kurze Zeit die Version RC2) jedermann teilnehmen konnte.

Windows Vista Versionen:

Windows Vista

  • Windows Vista Enterprise, Volumenlizenzversion ohne Heim-Medienfunktionen. Nicht im Einzelhandel erhältlich.
  • Windows Vista Business, Standardversion für professionelle Anwender und Firmen.
  • Windows Vista Ultimate, Vereint alle Funktionen der Unternehmens- und Heimeditionen, im Fokus aber Heimanwender.
  • Windows Vista Home Premium, Standardversion für Heimanwender.
  • Windows Vista Home Basic, stark funktionsreduzierte Version für Heimanwender.
  • Windows Vista Starter, sehr stark eingeschränkte Version, vertrieben nur mit Hardware in Schwellenländern.

Herausgekommen ist zwar keine Revolution, aber eine gewisse Evolution. Vista wird vom Start ab die meisten Versionen auch als 64-Bit Variante liefern (außer Starter). Die Oberfläche wurde aufpoliert, und bietet in den Versionen Home Premium und höher sogar einen 3D-Desktop. Neben vielen hardwarebezogenen Features setzt Vista vor allem auf Sicherheit. Die Firewall wurde verbessert, ein kleines Antispyware Programm, Windows Defender, läuft im Hintergrund, und Internet Explorer 7 und Windows Mail (vorher Outlook Express), sowie Windows Selber (Benutzerkontensteuerung) bieten jede Menge Sicherheits- und Warnmeldungen.

In den ersten 2 Monaten verkaufte sich Vista mit 20 Millionen Exemplaren besser als XP in seinen ersten 2 Monaten (17 Millionen). Die Home Premium und Ultimate Versionen sind dabei am beliebtesten.

Windows Vista
Vista Werbebroschüre, PDF, 7 Seiten, 500 KB

Inzwischen wurde das zweite Servicepack veröffentlicht, brachte das erste noch einige Geschwindigkeitsvorteile, so ist das zweite eine reine Patchsammlung ohne echte Besonderheiten. Mit einer Ausnahme, im Gegensatz zu allen bisher veröffentlichten Servicepacks ist es kumulativ, d.h. es erfordert ein bereits installiertes Servicepack 1. Zudem ist das Servicepack 2 für Vista zu gleich das erste Servicepack für Server 2008, da eine gemeinsame Codebasis geschaffen wurde und daher nun derselbe Patch verwendet werden kann.

Die Versionen im Vergleich:

  Vista
Starter
Vista Home
Basic
Vista Home
Premium
Vista
Ultimate
Vista
Business
Vista
Enterprise
mehrsprachige Benutzeroberfläche (MUI) - - - + - +
Verschlüsselung des Dateisystems - - + + + +
Windows Complete PC-Sicherung Schattenkopie - - - + + +
Remotedesktop - - - + + +
Windows Fax - - - + + +
Offlinedateien - - - + + +
Domänenbeitritt   - - + + +
Gruppenrichtlinien - - - + + +
Assistent für Dateisicherung - - + + + +
Windows Aero (3D Oberfläche) - - + + + +
Media Center Unterstützung - - + + - -
Tablet PC Unterstützung - - + + + +
Movie Maker HD - - + + - -
DVD Video Authoring - - + + - -
32-Bit Betriebssystem + + + + + +
64-Bit Betriebssystem - + + + + +
Unterstützte CPU Anzahl (Unabhängig Kernanzahl) 1 1 1 2 2 2
Arbeitsspeicher Unterstützung in GB 1 8 16 128+ 128+ 128+
Update von Windows 9x/ME/NT - - - - - -
Update von Tablet PC Edition - - - + + -
Update von XP Professional - - - + + -
Update von XP Media Center - - + + - -
Update von XP Home - + + + + -

Besitzer von Windows 2000 und XP 64-Bit Edition können ein Update kaufen, müssen aber neu installieren. Vista Starter und Enterprise sind nicht einzeln erhältlich und auch nicht für ein Update geeignet.

Eine Updateversion erfordert eigentlich die Installation des Vorgängersystems. Dies kann aber, etwas zeitaufwändig, umgangen werden.

Die Neuerungen im Überblick:

Eine neue Oberfläche

Alle Vista Versionen haben eine neue Oberfläche, Aero genannt, bei allen Editionen außer Starter und Home Basic, wird diese auch 3D Unterstützung bieten. Dies erlaubt zum einem durchsichtige Fenster und schöne Animationen, aber auch nützliche Funktionen zur Navigation. Wenn Sie eine kleine Tour durch die neue Oberfläche wünschen, habe ich hier eine kleine Vista Aero Glass Tour vorbereitet.

Vista Aero Glass

3D Umschaltung, Transparenzeffekte, Vorschauen, von Direct X 9.0 Grafikkarte berechnet.

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Windows Vista

Vista Aero Basic

wie Glass nur ohne Transparenz

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Vista Basic

CPU Berechnet, weniger Effekte, wie Vorschauen

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Vista Classic

Windows 2000 Oberfläche

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Mit der 3D-Unterstützung ist  Windows Flip 3D verfügbar, dabei werden in 3D die geöffneten Fenster hintereinander gelegt und man kann diese durchblättern.

Windows Vista
Vista Flip benutzt zwar niemand, sieht aber beeindruckend aus.

Windows Flip, die neue Anwendungsumschaltung zeigt Vorschaubilder der geöffneten Anwendungen

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ALT+Tab Deluxe.

Auch bei minimierten Programmen werden Vorschaufenster angeboten.

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Die Vorschau ist nur bei Aero verfügbar.

Ein neues Startmenü

Das neue Startmenü ist in mehrere Kategorien unterteilt und bietet eine Suchfunktion.

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Die Suchfunktion ist häufig Zeitersparnis: Notepad ist schneller getippt als gefunden.

Die Sidebar und Minianwendungen

An der Seite des Desktops ist ein neuer Bereich für Minianwendungen, die über die diese Sidebar gestartet und an diese angeheftet werden können, aber nicht müssen.

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Sidebarprogramme können von Programmierern relativ leicht selbst erstellt werden.

Ein neuer Explorer, mit virtuellen Ordnern

Der neue Explorer bietet neben der herkömmlichen Baumstruktur auch das Navigieren durch "virtuelle" Ordner. Diese sind themenbezogene Zusammenfassungen von Orten mit gleichem Inhalt (Suchordner).

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Mehr Komfort: Der neue Explorer.

Den Internet Explorer 7

Der Internet Explorer bietet erhöhte Sicherheit durch integrierte Spam und Phishing Filter. Zudem unterstützt er nun auf Tabs und RSS-Feads und wurde optisch aufpoliert.

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Der mitgelieferte IE7, die aktuelle Version 10 braucht mindestens Vista oder Windows 7.

Windows Mail

Outlook Express wurde durch Windows Mail ersetzt, Mail soll vor allem deutlich sicherer werden.

Windows Vista
Windows Mail wurde inzwischen durch die Windows Live Essentials verdrängt.

Sicherheit

Nicht nur mit diversen Filtern in Internet Explorer und Mail will Microsoft die Sicherheit von Windows erhöhen. Neben dem Benutzerkontenschutz und diversen Warnmeldungen und bekannten Funktionen aus Windows XP (Sicherheitscenter) läuft auch im Hintergrund ein neues Programm, der Defender.

Der Defender soll Spyware und andere Schadprogramme aufspüren und ausschalten, sollte aber nur als Ergänzung von einem Virenscanner und einer Firewall genutzt werden.

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Der Defender schützt den Computer vor den verbreitesten Schadprogrammen, Virenscanner deaktivieren ihn meist.

Sicherheit - Jugendschutz

Durch Aktivierung des Jugendschutzes kann ein normales Benutzterkonto effektiv eingeschränkt und kontrolliert werden. So haben Eltern die Möglichkeit dieses Konto für bestimmte Uhrzeiten zu sperren, Webseiten, Spiele (über Altersfreigabe), Programme und Downloads zu blocken.

Zusätzlich kann man sich Aktivitätsberichte anzeigen (es gibt sogar eine Einstellung, die einem dazu erinnert). Systemänderungen sind natürlich auch nicht möglich. Zwar gab es viele dieser Funktionen schon immer bei NT, aber waren sie nur mühsam über entsprechende Richtlinien festzulegen.

Vista Jugendschutz - Bild 1/4
Jugendschutz Verwaltung

Sicherheit - Ein Benutzerkontenschutz

Dieser Dienst warnt vor kritischen Systemeingriffen (selbst Administratoren) und bietet bei einfachen Benutzern, die Möglichkeit eine Aktion unter einem anderen Account durchzuführen.

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Nervende Sicherheit: Benutzerkontensteuerung.

Programme und Funktionen von Windows, die eine solche Aktion auslösen, werden mit einem Symbol gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um ein Schutzschild mit den 4 Windowsfarben.

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Ein Schild weißt auf Systemkritische Dialoge hin, welche die Benutzerkontensteuerung eingreifen lassen.

Benutzerfreundlichkeit

An allen Ecken und Enden gibt es Assistenten und Verweise in (Onlinehilfen), zur exemplarischen Visualisierung mal 2 Dialoge.

Größere Bereiche, wie die Netzwerkkonfiguration, sind in Center zusammengefasst, dort findet man alle Funktionen zusammengefasst, bzw. alle Verweise zu den betreffenden Dialogen. Besonderheit beim Netzwerkcenter: Unter "Gesamtübersicht anzeigen" könnte man sich die Topologie des gesamten Netzwerkes anzeigen lassen.

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Netzwerk- und Freigabecenter.
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Die Netzwerkübersicht erstellt eine Karte des eigenen Netzwerkes. Für XP gibt es Protokollerweiterungen.

Ein anderer Miniassistent, war früher im Kontextmenü des Desktops versteckt. Die Einstellung für das Hintergrundbild. Heute findet man hier einen Assistenten, der gleich in mehrere Kategorien gegliedert ist. Die Windows eigenen Hintergründe werden dabei sogar nach Farbe und Motiv unterteilt.

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Hintergrundgestaltung

Ein verschlechterter Assistent, der Defragmentierer, befreit von jedem Status und Grafik. Da vermisst man sogar XP Zeiten.

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Wenig Feedback, viel Automatismus: die Defragmentierung. Bei SSDs ganz deaktiviert.

Multimedia

Der neue Media Player 11 bringt neben einer neuen Optik und dem integrierten Shop System auch die Unterstützung für DVDs mit. So ist es ohne Zusatzsoftware möglich, diese abzuspielen.

Erwähnenswert sind noch der Windows DVD Maker, welcher es ermöglicht ohne Zusatzsoftware Video-DVDs mit eigenen Videos und Bildern zu bespielen, sowie die Windows Fotogalerie, mit der man Ordnung in die Video/Foto-Sammlung bringen kann.

Vista Multimedia Anwendungen - Bild 1/3
Media Player 11

In der Home Premium und Ultimate Edition ist darüber hinaus die Media Center Edition integriert. Sie ist zum einen Medien Schaltzentrale und zum anderen so ausgelegt, dass sie mit einer Fernbedienung gesteuert werden könnte.

Vista Media Center - Bild 1/5
Fernsehen schauen

Windows Vista
Anzeige für das Mediacenter

Versionspflege & Tools

Neben dem IE 7.0 werden auch noch andere Programme eine Überarbeitung erleben. Solitär bekommt neue Karten, Paint speichert jetzt mit Vorliebe nicht mehr in BMP, und alle Programme werden an das neue Vista Aero Layout angepasst. Der Kalender erlebt eine Wiedergeburt (Zuletzt bei den Programm Manager Windows Versionen enthalten).

Auch neu ist Card Space, ein wiederholter Versuch von Microsoft, ein Identitätsmanagment unter anderem für das Internet zu schaffen.

Vista Zubehör - Bild 1/3
Paint

Spiele

In der Spieleübersicht sind alle Spiele verzeichnet, einschließlich einer Altersempfehlung und Systembewertung. Dabei werden sehr viele ältere Titel beim ersten Start erkannt und in die Übersicht aufgenommen. Ein Bild der Verpackung wird dabei aus dem Internet geladen (hier von Age of Empires (1997) und Unreal Tournament (1999)).

Aktuelle Spiele mit dem "Games for Windows" werden direkt hier eingetragen. Diese laufen zudem garantiert in der 32 und der 64 Bit Version von Vista. Zudem bringen Jugendschutzinformationen und Empfehlungen für die Systembewertungen.

Windows Vista
Games for Windows Titel kommen mit erweiterten Informationen.

Die Systembewertung wird durch einen Benchmark ermittelt. Der Wert selbst gibt die Teilwertung der schwächsten Komponente wieder. Später sollen Vergleichswerte auf Spielepackungen darüber Auskunft geben, ob ein Spiel läuft, ohne dass man technische Details z.B. über die Grafikkarte wissen muss. Bis auf weiteres ist die 5,9 die höchste Bewertung, höhere Wertungen, und auch Abwertungen sind später möglich. Zwar ist dieser synthetische Benchmark nicht 100%ig aussagekräftig, aber er kann Hinweise auf ein Problem geben. So hat mich ein niedriger Festplattenwert auf ein defektes Kabel aufmerksam gemacht.

Windows Vista
Der Leistungsindex zeigt mit Benchmarks die schwächsten Stellen des Systems auf.

Neben den bekannten gibt es auch ein paar neue Spiele:

Windows Vista Spiele - Bild 1/11
Alle Editionen: Purble Place - Eine Spielesammlung für die die Jüngeren: Mastermind, Memory, Kuchenbacken.

64 Bit Version von Beginn an

Vista wird das erste Windows sein, das von Start an 64 Bit Varianten zur Verfügung stellt. Diese sind durch eine zusätzliche Betriebssystemebene aber weiterhin kompatibel zu 32 Bit Programmen.

Windows Vista
War mit XP 64-Bit ein Exot, so hat sich das nun gewandelt.

Der "Nachteil" der 64-Bit Version ist das 32-Bit Anwendungen in einer eigenen Umgebung laufen müssen. 16-Bit Programme sind gar nicht mehr ausführbar.

Windows Vista
Bei 64-Bit Editionen fehlt die Ausführungsschicht für 16-Bit Programme,
welche bis 1995/96 noch recht populär waren.

Technik

Die meisten Neuerungen werden wohl nicht direkt zu sehen sein, sondern in der Unterstützung neuer Technologien oder Verbesserungen bestehender.

Die wohl aus Spielersicht bedeutendste Änderung betrifft DirectX. Dieses wurde komplett neu entwickelt und wurden einige Komponenten ausgetauscht. So sind Soundkarten mit eigenem Prozessor nicht mehr über DirectX ansprechbar. Die betrifft vor allem Effekte wie EAX. Da die Berechnung nun über die CPU geleistet wird, gibt es kaum mehr einen Unterschied zwischen einer guten Soundkarte und Onboard Sound. Allerdings arbeitet zumindest der Marktführer Creative an einer Umgehung mittels OpenAL (freie Soundschnittstelle, wie OpenGL für Grafik).

Bei der Grafik ist ein bedeutender, aber nicht sichtbarer Schritt getan. Unter Verwendung des neuen Windows Display Driver Models und Shader Model 4, kombiniert mit strengeren Regeln für Grafikkartenhersteller, entstand mit Direct3D eine neue leistungsfähigere Plattform, die von Altlasten befreit wurde. Um ältere Anwendungen weiter bedienen zu können existiert zudem eine zweite Direct3D 9 Plattform. DirectX 10 wird es nur für Vista geben, für ältere Windows Versionen ist es nach Aussage von Microsoft, zu aufwändig dies im Nachhinein zu implementieren.

Zudem werden Hybrid Festplattenlaufwerke unterstützt und externe Flash-Speicher werden als schneller Zwischenspeicher nutzbar sein (Readyboost). Allerdings zeigen erste Benchmarks das es nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist.

Windows Vista
Vista mag Speicher, am Besten Arbeitsspeicher, zur not aber auch Flash.

Ein neues Setup

Das neue Setup besitzt eine komplette grafische Oberfläche (kein DOS Teil mehr) und geht recht schnell von der Hand. Es wird von Windows nur noch ein Grundimage kopiert, und dieses an den PC angepasst.

Windows Vista
Das Setup ist komplett grafisch und recht schnell mit wenig Interaktion.

Der Startbildschirm ist bei Vista sehr reduziert ausgefallen.

Windows Vista

Der Bootbildschirm

Neue Aktivierung

Auch die Art der Aktivierung wurde geändert. So gibt es die aktivierungsfreien Volumenlizenzen nur noch eingeschränkt, und auch nur bei den Unternehmensversionen Business und Enterprise.

Wobei es zwei Typen von Volumenlizenzschlüsseln geben wird: Der Multiple Activation Key (MAK) aktiviert PCs über eine direkte Verbindung mit Microsoft-Servern per Internet oder telefonisch. Mit dem Key Management Service (KMS) können Unternehmen selbst Computer in ihrem Netzwerk aktivieren. Die PCs müssen sich anschließend zur Reaktivierung mindestens einmal alle sechs Monate intern mit dem Key Management Service in Verbindung setzen.

Wenn die Aktivierung nicht erfolgt startet Vista nur noch im reduzierten Umfang. Bei Vista RC2 wird dabei ein leerer Desktop gestartet, keine Startmenü, nur der als Standard eingestellte Browser mit einer Infoseite und der Aktivierungsdialog. Dieses Verhalten wurde mit SP1 deaktiviert.


Der inzwischen deaktivierte Reduced Mode

Zudem wird die Lizenz von Windows Vista wird nun regelmäßig über Windows Genuine Advantage (WGA) geprüft. Diese Technologie ermittelt, ob auf dem PC eine Original-Software-Lizenz von Windows Vista eingesetzt wird. Fehlgeschlagene Validierungen führen zum Verlust des Zugangs auf bestimmte Funktionen. Dazu gehören Windows Aero, einige Spyware-Filter des Windows Defender und Windows ReadyBoost für die Nutzung von USB-Sticks zum schnelleren Arbeiten. Außerdem wird der Nutzer regelmäßig benachrichtigt, dass er kein originales System einsetzt.

Entgegen einiger Gerüchte ist Vista, wie XP, beliebig oft reaktivierbar.

Ultimate Extras

Die teuerste Ausgabe von Vista bekam von Microsoft einige Extras spendiert, allerdings sahen sich einige Enttäuscht, da die Extras nicht zahlreich waren:

  • BitLocker und EFS Erweiterungen
  • Drei Sound Schemata
  • Hold'Em - Texas Poker Spiel
  • Tinker - Puzzle Spiel
  • Windows DreamScene: Videohintergründe
Windows Vista
Wie optionale Updates kann man als Ultimate Benutzer Extras einspielen.

Darüber hinaus bekommt man für Ultimate MUI-Pakete (Multilingual User Interface), dies sind Sprachpakete, die es erlauben einen Benutzer eine andere Sprache zuzuweisen. Man kann so Vista Ultimate mit einem Benutzer auf Französisch bedienen und mit dem anderen auf Niederländisch. Man kann auch eine beliebige Ultimateversion eindeutschen. Bei den deutlich günstigeren Preisen in den USA (trotz Zoll) evtl. eine Idee.

Windows Vista
Wer möchte kann sein Ultimate eindeutschen, oder von Arabisch bis Ungarisch umstellen.

Eine neue Starter Edition

Mit Vista kommt eine neue Starter Edition, die in 119 Ländern erscheinen soll. Unter anderem jetzt auch in Afrika. Wie schon die Starter Edition von XP ist die Vista Variante ebenfalls eingeschränkt, man kann nur drei Programme gleichzeitig Ausführen, ist in Auflösung und anderen Dingen eingeschränkt. Es wird auch immer der Schriftzug "Windows Vista Starter" im Vordergrund behalten.

Windows Vista
Wie der Tiger in Afrika, so ist auch Vista Starter in Europa selten zu sehen.
Windows Vista
Nach drei Programmen ist Schluss, wobei es einfache Wege zur Umgehung gab.

Windows bleibt zu jeder Zeit voll beherrschbar und kann weiterhin seine Stabilität und Programmvielfalt unter Beweis stellen. Das sich nicht alles geändert hat, merkt man wenn man den Windows Classic Modus aktiviert, welcher deutlich performanter ist, aber auch langweiliger und kaum Vorteile der neuen Oberfläche bietet.

Vista läuft auch mit solchen Abstrichen auch relativ gut auf älteren Rechnern. Dazu mehr in unserer Vista-Quäler Abteilung.

Vista wird in verschiedenen Versionen angeboten. Im November 2006 erhielten Firmen mit Volumenlizenzen den Zugriff auf Vista, seit Mitte Januar 2007 sind die System Builder Versionen, die in Deutschland erheblich billiger als die Retailversionen sind, verfügbar.

Seit dem 30. Januar 2007 ist die normale Retailversion und Update-Retailversion verfügbar.

Vista wird in einer neuen kompakten Box ausgeliefert, die den Datenträger besser schützen soll.

Windows Vista
Die Parade der hier zu Lande erhältlichen Vista Editionen als Updates.

Die Vista Packung im Detail

Windows Vista
Vista Home Basic Update
Windows Vista
Visa Home Premium Update
Windows Vista
Vista Business Update
Windows Vista
Vista Ultimate Update


Die Windows Vista Packungen im Video.
Vista Retail Box Bild 1/11
Vista Box aufgeklappt.

Vista bietet erstmals die direkte Möglichkeit von einer Vista Version auf eine höherwertigere umzusteigen. Microsoft bezeichnet diese Funktion als Windows Anytime Upgrade.

Diese Funktion erlaubt es jederzeit auf eine umfangreicher ausgestattete Vista Edition umzusteigen. Was bedeutet, dass man von Vista Home Basic auf Home Premium oder Ultimate, bzw. von Home Premium oder Business auf Ultimate  umsteigen kann.

Windows Vista
Ohne Neuinstallation auf eine bessere Edition aufrüsten: Anytime Upgrade.

Die US Preise sahen dabei wie folgt umgerechnet aus:

  • Home Basic → Home Premium: 119 €
  • Home Basic → Ultimate: 279 €
  • Home Premium → Ultimate: 199 €
  • Business → Ultimate: 159 €

Es gibt auch Gerüchte über eine Downloadversion. Dieses Angebot scheint aber nur, ebenso wie der vergünstigte Family Pack, nur für die USA/Kanada zu gelten.

In den Retailpaketen nur die 32-Bit Version enthalten, dafür liegt ein Gutschein bei, der gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr die fehlende DVD per Post liefert. Ausnahme ist Ultimate, dort sollen beide DVDs direkt enthalten sein. In den SB Paketen ist nur eine Version enthalten. Eine CD Version kann ebenfalls nachträglich bestellt werden.

Wer sich noch nicht sicher ist welche Edition und Version für ihn die richtige ist, sollte folgenden Artikel der c't mal durchlesen.

Wie schon erwähnt ist Vista eher evolutionär, wenn man sich jetzt einen neuen Rechner kauft, ist meist Vista eh enthalten, für bestehende Systeme ist der Umstieg gut zu überlegen. Zum einem sollte der Rechner gut ausgestattet sein, zum anderem sollten aber auch Treiber dafür existieren. So hieß es vor kurzem das Mainboards mit NForce 2 Chipsatz inkompatibel sind. Audiofreunde müssen sich klar sein das DVD-Audio und EAX ihrer Creative Karten nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktioniert.

Deutlich billiger als die Retailpakete von Vista sind die Systembuilder Versionen, die Preisspanne reicht dort von 89 € (Home Basic) bis 199 € (Ultimate). Man bekommt dafür allerdings nur einen Datenträger und eine Seriennummer. 32 und 64 Bit Version werden separat angeboten. Trotzdem greifen inzwischen die meisten Kunden zur der SB Variante von Home Premium, welches inzwischen auch für unter 100 € erhältlich ist.

Windows Vista
Vista Capable Programm Broschüre

Das Express Update Angebot, das einen vergünstigten Wechsel von XP auf Vista beinhaltete, ist inzwischen abgelaufen.

Windows Vista
Werbesticker von Vista

Mein Fazit

Vista hatte es nicht leicht, am Anfang hatte es enorm unter Kompatibilitäts- und Treiberproblemen zu kämpfen, spätestens aber mit dem zweiten Servicepack schwand die Kritik zusehends. Letztendlich bereitete Vista den Erfolg von Windows 7 maßgeblich vor. Etliche Probleme haben sich durch die fortgeschrittene Zeit von alleine gelöst, Stärken, wie die bessere Mehrkernverwaltung kamen zu Geltung.

Wer eine Weile mit Vista gearbeitet hat, empfindet Windows XP als deutlich altbackener. Nach dem Start von Windows 7 verliert Vista allerdings zunehmend Benutzer in Richtung des neueren Betriebssystems. Vermutlich wird Vista in der Geschichte ein Zwischending bleiben. Wie Windows ME oder teilweise Windows 2000 bei Privatanwender. Beide hatten eine kurze Ära, und wurden häufig übergangen oder bald wieder ausgetauscht.

Ich bereue meine Vista Zeit nicht, hielt sich anfangs die Begeisterung noch in Grenzen, so kam nach dem Servicepack 1 doch Freundschaft auf. Auf den meisten Rechnern ist es zwar den Nachfolger gewichen, im Wohnzimmer lebt ein Ultimate als Entertainmentzentrale weiter. Aber reif für die Tonne ist es noch lange nicht.

Systemvorrausetzungen Minimal Sinnvoll
Prozessor x86 800 MHz x86/x64 2 GHz
Arbeitsspeicher 512 MB RAM
Starter: 384 MB
2 GB
Festplatte 9 GB 60 GB
Laufwerk DVD-ROM DVD-ROM
Grafik DirectX 9.0 fähig DirectX 9.0 fähig, WDDM-Treiber, Pixel Shader 2.0 in Hardware, 128 MB Grafikspeicher