Kurzinfos

Klasse Betriebssystem 32-Bit bzw. 64-Bit
CPU x86, x64
Versionsnummer Windows NT 6.0 Build 6000
Codename Longhorn
Codezeilen 70 Millionen
Datenträger DVD-ROM, CD-ROM, Online
Preis Home Basic 259 € Retail
139 € Update
Preis Home Premium 329 € Retail
229 € Update
Preis Business 419 € Retail
279 € Update
Preis Ultimate 549 € Retail
349 € Update
Markteinführung Volumenlizenz November 2006
Markteinführung Systembuilder Mitte Januar 2007
Markteinführung Endkunden 30. Januar 2007
Ende Support (Endkunden) 10.04.2012
Ende Support (Firmen) 11.04.2017

Startsound

Zahlen Trivia

36
Anzahl der Sprachversionen von Windows Vista.

Windows Vista

Windows Vista Logo Nach über 5 Jahren Abstand zu Windows XP erschien 2006 mit Vista die nächste Windows Version, die Entwicklungskosten bezifferte Bill Gates in einer Rede auf der CES 2007 auf sechs Milliarden US-Dollar.

Microsoft veranstaltete wohl den bis dato größten Betatest aller Zeiten, bei dem nicht nur eingetragene Tester, sondern auch durch einen öffentlichen Download (der wohl auch den meisten Internet Traffic für einen Einzeldownload verursachte) der Vista Version RC1 Build 5600 (sowie kurze Zeit die Version RC2) jedermann teilnehmen konnte.

Windows Vista Versionen:

Windows Vista

  • Windows Vista Enterprise, Volumenlizenzversion ohne Heim-Medienfunktionen. Nicht im Einzelhandel erhältlich.
  • Windows Vista Business, Standardversion für professionelle Anwender und Firmen.
  • Windows Vista Ultimate, Vereint alle Funktionen der Unternehmens- und Heimeditionen, im Fokus aber Heimanwender.
  • Windows Vista Home Premium, Standardversion für Heimanwender.
  • Windows Vista Home Basic, stark funktionsreduzierte Version für Heimanwender.
  • Windows Vista Starter, sehr stark eingeschränkte Version, vertrieben nur mit Hardware in Schwellenländern.

Herausgekommen ist zwar keine Revolution, aber eine gewisse Evolution. Vista wird vom Start ab die meisten Versionen auch als 64-Bit Variante liefern (außer Starter). Die Oberfläche wurde aufpoliert, und bietet in den Versionen Home Premium und höher sogar einen 3D-Desktop. Neben vielen hardwarebezogenen Features setzt Vista vor allem auf Sicherheit. Die Firewall wurde verbessert, ein kleines Antispyware Programm, Windows Defender, läuft im Hintergrund, und Internet Explorer 7 und Windows Mail (vorher Outlook Express), sowie Windows Selber (Benutzerkontensteuerung) bieten jede Menge Sicherheits- und Warnmeldungen.

In den ersten 2 Monaten verkaufte sich Vista mit 20 Millionen Exemplaren besser als XP in seinen ersten 2 Monaten (17 Millionen). Die Home Premium und Ultimate Versionen sind dabei am beliebtesten gewesen.

Man kann sagen das Windows Vista trotz der Editionsanzahl die Windowslinie wieder aufräumt. Bei Windows XP waren Tablet-Unterstützung, Mediacenter und 64-Bit noch jeweils eigene Editionen.

Inzwischen wurde das zweite Servicepack veröffentlicht, brachte das erste noch einige Geschwindigkeitsvorteile, so ist das zweite eine reine Patchsammlung ohne echte Besonderheiten. Mit einer Ausnahme, im Gegensatz zu allen bisher veröffentlichten Servicepacks ist es kumulativ, d.h. es erfordert ein bereits installiertes Servicepack 1. Zudem ist das Servicepack 2 für Vista zu gleich das erste Servicepack für Server 2008, da eine gemeinsame Codebasis geschaffen wurde und daher nun derselbe Patch verwendet werden kann.

Die Versionen im Vergleich:

  Vista
Starter
Vista Home
Basic
Vista Home
Premium
Vista
Ultimate
Vista
Business
Vista
Enterprise
mehrsprachige Benutzeroberfläche (MUI) - - - + - +
Verschlüsselung des Dateisystems - - + + + +
Windows Complete PC-Sicherung Schattenkopie - - - + + +
Remotedesktop - - - + + +
Windows Fax - - - + + +
Offlinedateien - - - + + +
Domänenbeitritt   - - + + +
Gruppenrichtlinien - - - + + +
Assistent für Dateisicherung - - + + + +
Windows Aero (3D Oberfläche) - - + + + +
Media Center Unterstützung - - + + - -
Tablet PC Unterstützung - - + + + +
Movie Maker HD - - + + - -
DVD Video Authoring - - + + - -
32-Bit Betriebssystem + + + + + +
64-Bit Betriebssystem - + + + + +
Unterstützte CPU Anzahl (Unabhängig Kernanzahl) 1 1 1 2 2 2
Arbeitsspeicher Unterstützung in GB 1 8 16 128+ 128+ 128+
Update von Windows 9x/ME/NT - - - - - -
Update von Tablet PC Edition - - - + + -
Update von XP Professional - - - + + -
Update von XP Media Center - - + + - -
Update von XP Home - + + + + -

Galerie GUI

Die grafische Oberfläche

Alle Vista Versionen haben eine neue Oberfläche, Aero genannt, bei allen Editionen außer Starter und Home Basic, bietet diese auch 3D Unterstützung. Dies erlaubt zum einem durchsichtige Fenster und schöne Animationen, aber auch nützliche Funktionen zur Navigation. Beispielsweise können Menüränder halbdurchsichtig sein oder Programme in der Taskleiste zeigen beim Überfahren mit der Maus eine kleine Vorschau des Fensters.

Mit der 3D-Unterstützung ist Windows Flip 3D verfügbar, dabei werden in 3D die geöffneten Fenster hintereinander gelegt und man kann diese durchblättern. Auch bei minimierten Programmen werden Vorschaufenster angeboten.

Das neue Startmenü ist in mehrere Kategorien unterteilt und bietet eine Suchfunktion. Diese ist sofort nach dem Aufklappen des Startmenüs bereit und bietet an direkt nach Programmen zu suchen, die mit der Eingabe übereinstimmen. Aber auch indexierte Orte werden nach Dateien durchsucht.

An der Seite des Desktops ist ein neuer Bereich für Minianwendungen, die über die diese Sidebar gestartet und an diese angeheftet werden können, aber nicht müssen. Diese Anwendungen können leicht geschrieben werden und basieren auf HTML-Technik.

Der neue Explorer bietet neben der herkömmlichen Baumstruktur auch das Navigieren durch "virtuelle" Ordner. Diese sind themenbezogene Zusammenfassungen von Orten mit gleichem Inhalt (Suchordner).

Galerie Zubehör

Zubehör

Der Internet Explorer bietet erhöhte Sicherheit durch integrierte Spam und Phishing Filter. Zudem unterstützt er nun auf Tabs und RSS-Feads und wurde optisch aufpoliert.

Outlook Express wurde durch Windows Mail ersetzt, Mail soll vor allem deutlich sicherer werden.

Nicht nur mit diversen Filtern in Internet Explorer und Mail will Microsoft die Sicherheit von Windows erhöhen. Neben dem Benutzerkontenschutz und diversen Warnmeldungen und bekannten Funktionen aus Windows XP (Sicherheitscenter) läuft auch im Hintergrund ein neues Programm, der Defender.

Der Defender soll Spyware und andere Schadprogramme aufspüren und ausschalten, sollte aber nur als Ergänzung von einem Virenscanner und einer Firewall genutzt werden.

Durch Aktivierung des Jugendschutzes kann ein normales Benutzterkonto effektiv eingeschränkt und kontrolliert werden. So haben Eltern die Möglichkeit dieses Konto für bestimmte Uhrzeiten zu sperren, Webseiten, Spiele (über Altersfreigabe), Programme und Downloads zu blocken.

Zusätzlich kann man sich Aktivitätsberichte anzeigen (es gibt sogar eine Einstellung, die einem dazu erinnert). Systemänderungen sind natürlich auch nicht möglich. Zwar gab es viele dieser Funktionen schon immer bei NT, aber waren sie nur mühsam über entsprechende Richtlinien festzulegen.

Die Benutzerkontensteurung warnt vor kritischen Systemeingriffen (selbst Administratoren) und bietet bei einfachen Benutzern, die Möglichkeit eine Aktion unter einem anderen Account durchzuführen. Programme und Funktionen von Windows, die eine solche Aktion auslösen, werden mit einem Symbol gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um ein Schutzschild mit den 4 Windowsfarben.

An allen Ecken und Enden gibt es Assistenten und Verweise in (Onlinehilfen). Größere Bereiche, wie die Netzwerkkonfiguration, sind in Center zusammengefasst, dort findet man alle Funktionen zusammengefasst, bzw. alle Verweise zu den betreffenden Dialogen. Besonderheit beim Netzwerkcenter: Unter "Gesamtübersicht anzeigen" könnte man sich die Topologie des gesamten Netzwerkes anzeigen lassen.

Ein anderer Miniassistent, war früher im Kontextmenü des Desktops versteckt. Die Einstellung für das Hintergrundbild. Heute findet man hier einen Assistenten, der gleich in mehrere Kategorien gegliedert ist. Die Windows eigenen Hintergründe werden dabei sogar nach Farbe und Motiv unterteilt.

Der neue Media Player 11 bringt neben einer neuen Optik und dem integrierten Shop System auch die Unterstützung für DVDs mit. So ist es ohne Zusatzsoftware möglich, diese abzuspielen.

Erwähnenswert sind noch der Windows DVD Maker, welcher es ermöglicht ohne Zusatzsoftware Video-DVDs mit eigenen Videos und Bildern zu bespielen, sowie die Windows Fotogalerie, mit der man Ordnung in die Video/Foto-Sammlung bringen kann.

In der Home Premium und Ultimate Edition ist darüber hinaus die Media Center Edition integriert. Sie ist zum einen Medien Schaltzentrale und zum anderen so ausgelegt, dass sie mit einer Fernbedienung gesteuert werden könnte.

Neben dem IE 7.0 werden auch noch andere Programme eine Überarbeitung erleben. Solitär bekommt neue Karten, Paint speichert jetzt mit Vorliebe nicht mehr in BMP, und alle Programme werden an das neue Vista Aero Layout angepasst. Der Kalender erlebt eine Wiedergeburt (Zuletzt bei den Programm Manager Windows Versionen enthalten).

Auch neu ist Card Space, ein wiederholter Versuch von Microsoft, ein Identitätsmanagment unter anderem für das Internet zu schaffen.

In der Folgeversion, Windows 7, wurde Mail entfernt und der Nachfolger unabhängig von Windows als Microsoft-Live-Anwendung vermarktet. Auch Moviemaker, Fotogalerie und Jugendschutz wurde auf diese Art ausgelagert.

In der Spieleübersicht sind alle Spiele verzeichnet, einschließlich einer Altersempfehlung und Systembewertung. Dabei werden sehr viele ältere Titel beim ersten Start erkannt und in die Übersicht aufgenommen. Ein Bild der Verpackung wird dabei aus dem Internet geladen. Aktuelle Spiele mit dem "Games for Windows"-Logo werden direkt dort eingetragen. Diese laufen zudem garantiert in der 32 und der 64 Bit Version von Vista. Zudem bringen Jugendschutzinformationen und Empfehlungen für die Systembewertungen.

Die Systembewertung wird durch einen Benchmark ermittelt. Der Wert selbst gibt die Teilwertung der schwächsten Komponente wieder. Geplant war das Vergleichswerte auf Spielepackungen darüber Auskunft geben, ob ein Spiel läuft. Die Idee war dass man technische Details z.B. über die Grafikkarte nicht wissen müsste - es hat sich aber nicht durchgesetzt. Die 5,9 ist die höchste Bewertung, diese Werte sind mit Werten der Windows Vista Nachfolger nicht vergleichbar. Zwar ist dieser synthetische Benchmark nicht 100%ig aussagekräftig, aber er kann Hinweise auf ein Problem geben. So hat mich ein niedriger Festplattenwert auf ein defektes Kabel aufmerksam gemacht.

Windows Vista wird mit einigen Spielen geliefert, wenn auch nicht jedes in jeder Edition enthalten ist: Purple Place ist eine Spielesammlung für Kinder, die klassischen Kartenspiele Freecell, Solitär, Spidersolitär und Heats, Minensuchspiel Minesweeper, Legespiel Mahjong, Schach, Geschicklichkeitsspiel Inkball, sowie die per Ultimate Extra erhältlichen Spiele Poker und Puzzlespiel Tinker.

Die teuerste Ausgabe von Vista bekam von Microsoft einige Extras nachträglich per Update spendiert, allerdings sahen sich einige Enttäuscht, da diese Extras nicht zahlreich waren:

  • BitLocker und EFS Erweiterungen
  • Drei Sound Schemata
  • Hold'Em - Texas Poker Spiel
  • Tinker - Puzzle Spiel
  • Windows DreamScene: Videohintergründe

Darüber hinaus bekommt man für Ultimate MUI-Pakete (Multilingual User Interface), dies sind Sprachpakete, die es erlauben einen Benutzer eine andere Sprache zuzuweisen. Man kann so Vista Ultimate mit einem Benutzer auf Französisch bedienen und mit dem anderen auf Niederländisch. Siehe Windows Vista International.

Galerie Setup & Start

Installation & Start

Das Setup läuft komplett grafisch ab. Im Normalfall wurde vom Datenträger gebootet und die Installation lief ohne großes Zutun des Benutzers schnell ab. Mit Windows Vista wurde eine neue Installationsmethode angewandt. Statt einzelne Dateien je nach Computer zu installieren wird dabei eine Art Standard-Abbild auf den PC kopiert und dieses wird am Ende modifiziert.

Während der Installation wird man aufgefordert den Installationsschlüssel einzugeben, dies ist optional. Überspringt man diese Auswahl so kann man sich frei eine zu installierende Edition auswählen, da alle Editionen auf allen Datenträgern enthalten sind. Freilich muss man den Installationsschlüssel vor der Aktivierung nachtragen. Die freie Auswahl der Editionen wurde beim Nachfolger entfernt, da es wohl zu häufigeren Supportanfragen kam, wenn die Anwender die falsche Edition, welche nicht zum Schlüssel passte auswählten.

Für die Update Datenträger sah Microsoft eine Installation stets aus dem laufenden Vorgängersystem vor. Allerdings lässt sich dies sehr leicht umgehen.

Auch die Art der Aktivierung wurde geändert. So gibt es die aktivierungsfreien Volumenlizenzen nur noch eingeschränkt, und auch nur bei den Unternehmensversionen Business und Enterprise.

Wobei es zwei Typen von Volumenlizenzschlüsseln geben wird: Der Multiple Activation Key (MAK) aktiviert PCs über eine direkte Verbindung mit Microsoft-Servern per Internet oder telefonisch. Mit dem Key Management Service (KMS) können Unternehmen selbst Computer in ihrem Netzwerk aktivieren. Die PCs müssen sich anschließend zur Reaktivierung mindestens einmal alle sechs Monate intern mit dem Key Management Service in Verbindung setzen.

Wenn die Aktivierung innerhalb der Frist nicht erfolgte, startete Vista nur noch im reduzierten Umfang. Vista startete dabei einen leeren Desktop, kein Startmenü, nur der als Standard eingestellte Browser mit einer Infoseite und der Aktivierungsdialog. Dieses Verhalten wurde mit SP1 deaktiviert.

Zudem wird die Lizenz von Windows Vista wird nun regelmäßig über Windows Genuine Advantage (WGA) geprüft. Diese Technologie ermittelt, ob auf dem PC eine Original-Software-Lizenz von Windows Vista eingesetzt wird. Fehlgeschlagene Validierungen führen zum Verlust des Zugangs auf bestimmte Funktionen. Dazu gehören Windows Aero, einige Spyware-Filter des Windows Defender und Windows ReadyBoost für die Nutzung von USB-Sticks zum schnelleren Arbeiten. Außerdem wird der Nutzer regelmäßig benachrichtigt, dass er kein originales System einsetzt.

Der Vista start zeichnet sich durch einen sehr reduzierten Bootscreen (siehe Videos) aus. Funktionell entsprach der Start dem von Windows XP.

Empfohlende Systemanforderungen

Vista Home Premium und höher

  • 1-GHz-Prozessor, 32 Bit (x86) oder 64 Bit (x64)
  • 1 GB Systemarbeitsspeicher
  • 40-GB-Festplatte mit mindestens 15 GB verfügbarem Speicherplatz
  • Unterstützung von DirectX 9-Grafik mit:
    • WDDM-Treiber
    • 128 MB Grafikspeicher (Minimum)
    • Pixel-Shader 2.0, hardwarebasiert
    • 32 Bits pro Pixel
  • DVD-ROM-Laufwerk
  • Audioausgabe
  • Internetzugang (möglicherweise gebührenpflichtig)

Technische Eigenschaften

Die meisten Neuerungen werden wohl nicht direkt zu sehen sein, sondern in der Unterstützung neuer Technologien oder Verbesserungen bestehender.

Die wohl aus Spielersicht bedeutendste Änderung betrifft DirectX. Dieses wurde komplett neu entwickelt und wurden einige Komponenten ausgetauscht. So sind Soundkarten mit eigenem Prozessor nicht mehr über DirectX ansprechbar. Die betrifft vor allem Effekte wie EAX. Da die Berechnung nun über die CPU geleistet wird, gibt es kaum mehr einen Unterschied zwischen einer guten Soundkarte und Onboard Sound. Allerdings arbeitet zumindest der Marktführer Creative an einer Umgehung mittels OpenAL (freie Soundschnittstelle, wie OpenGL für Grafik).

Bei der Grafik ist ein bedeutender, aber nicht sichtbarer Schritt getan. Unter Verwendung des neuen Windows Display Driver Models und Shader Model 4, kombiniert mit strengeren Regeln für Grafikkartenhersteller, entstand mit Direct3D eine neue leistungsfähigere Plattform, die von Altlasten befreit wurde. Um ältere Anwendungen weiter bedienen zu können existiert zudem eine zweite Direct3D 9 Plattform. DirectX 10 wird es nur für Vista geben, für ältere Windows Versionen ist es nach Aussage von Microsoft, zu aufwändig dies im Nachhinein zu implementieren.

Zudem werden Hybrid Festplattenlaufwerke unterstützt und externe Flash-Speicher werden als schneller Zwischenspeicher nutzbar sein (Readyboost). Allerdings zeigen erste Benchmarks das es nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist.

Vista wird das erste Windows sein, das von Start an 64 Bit Varianten zur Verfügung stellt. Diese sind durch eine zusätzliche Betriebssystemebene aber weiterhin kompatibel zu 32 Bit Programmen. Der "Nachteil" der 64-Bit Version ist das 32-Bit Anwendungen in einer eigenen Umgebung laufen müssen. 16-Bit Programme sind gar nicht mehr ausführbar.

Galerie Starter

Windows Vista Starter Edition

Mit Vista kam eine neue Starter Edition, die in 119 Ländern erscheinen sollte. Unter anderem nun auch in Afrika. Wie schon die Starter Edition von XP ist die Vista Variante ebenfalls eingeschränkt, man kann nur drei Programme gleichzeitig Ausführen, ist in Auflösung und anderen Dingen eingeschränkt. Es wird auch immer der Schriftzug "Windows Vista Starter" im Vordergrund behalten.

Galerie Lieferumfang

Packung & Lieferumfang

Vista wird in verschiedenen Versionen angeboten. Im November 2006 erhielten Firmen mit Volumenlizenzen den Zugriff auf Vista, ab Mitte Januar 2007 waren die System Builder Versionen, die in Deutschland erheblich billiger als die Retailversionen sind, verfügbar. Ab dem 30. Januar 2007 war die normale Retailversion und Update-Retailversion verfügbar. Vista wird in einer neuen kompakten Box ausgeliefert, die den Datenträger besser schützen soll.

Windows Vista Boxen
Die Parade der hier zu Lande erhältlichen Vista Editionen als Updates.

In den Retailpaketen ist nur die 32-Bit Version enthalten, dafür liegt ein Gutschein bei, der gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr die fehlende DVD per Post liefert. Ausnahme ist Ultimate, dort sind beide DVDs direkt enthalten sein. In den SB Paketen ist nur eine Version enthalten. Eine CD Version konnte ebenfalls nachträglich bestellt werden.


Vista Home Basic Update

Visa Home Premium Update

Vista Business Update


Vista Ultimate Update

Vista Ultimate

Neu war bei Windows Vista das Anytime Upgrade. Mit speziellen Upgradelizenzen und Installationsschlüsseln konnte man von einer Vista Edition auf eine höherwertige Windows Vista Edition wechseln, ohne dabei den PC komplett neu einzurichten.

Die US Preise sahen dabei wie folgt umgerechnet aus:

  • Home Basic → Home Premium: 119 €
  • Home Basic → Ultimate: 279 €
  • Home Premium → Ultimate: 199 €
  • Business → Ultimate: 159 €

Im Handel waren vor erscheinen des ersten Servicepacks für Vista auch - teils kostenlose - neutrale Anytime Upgrade Datenträger erhältlich. Sie enthielten keinen Installationsschlüssel und dienten der Installation von Fertigrechnern, die keine Installationsdatenträger mitgeliefert bekamen.


Vista Anytime Upgrade HB zu Ult.

Vista Anytime Upgrade

Deutlich billiger als die Retailpakete von Vista sind die Systembuilder Versionen, die Preisspanne reichte dort von 89 € (Home Basic) bis 199 € (Ultimate). Man bekam dafür allerdings nur einen Datenträger und eine Seriennummer. 32 und 64 Bit Version wurden separat angeboten. Trotzdem griffen die meisten Kunden zur der SB Variante von Home Premium, welches auch für unter 100 € erhältlich war.

Galerie Werbung

Vista Werbebroschüre (PDF, 7 Seiten, 500 KB)

Die Welt des Anwenders

Vista hatte es nicht leicht, am Anfang hatte es enorm unter Kompatibilitäts- und Treiberproblemen zu kämpfen, spätestens aber mit dem zweiten Servicepack schwand die Kritik zusehends. Letztendlich bereitete Vista den Erfolg von Windows 7 maßgeblich vor. Etliche Probleme haben sich durch die fortgeschrittene Zeit von alleine gelöst, Stärken, wie die bessere Mehrkernverwaltung kamen zu Geltung.

Wer eine Weile mit Vista gearbeitet hat, empfindet Windows XP als deutlich altbackener. Nach dem Start von Windows 7 verliert Vista allerdings zunehmend Benutzer in Richtung des neueren Betriebssystems. Vermutlich wird Vista in der Geschichte ein Zwischending bleiben. Wie Windows ME oder teilweise Windows 2000 bei Privatanwender. Beide hatten eine kurze Ära, und wurden häufig übergangen oder bald wieder ausgetauscht.

Ich bereue meine Vista Zeit nicht, hielt sich anfangs die Begeisterung noch in Grenzen, so kam nach dem Servicepack 1 doch Freundschaft auf.

 

Videos

Der Bootbildschirm von Vista
Windows Vista

Der Bootbildschirm von Vista
Meine Videoreview von der Windows Vista Retail Packungen.

Meine kleine Retail Packungsreview als Video.
Meine Videoreview von der Windows Vista Anytime Packung.

Die Vista Anytime Packung
Der Startsound

Der Startsound von Windows Vista und Windows 7 im Video

Schnelle Zeitleiste

1981
1982
1983
1984
1985
1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2008
2009
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2015
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