Windows 3.1x war das letzte Windows, für welches man separat ein
DOS erwerben musste. Dank seiner geringen
Systemvoraussetzungen war es noch Ende der 90ziger Jahre häufig
anzutreffen.
Windows 3.1x war sehr beliebt, in den ersten 2 Monaten wurden alleine 3 Millionen Kopien verkauft. Es war das am meisten installierte Betriebssystem noch bis 1997, dann wurde es von Windows 95 abgelöst. Es kostete 1992 229 DM (117,09 €), allerdings brauchte man ja noch DOS, was in der "neuen" Version 5.0 mit 184 DM (94,08 €) oder als Update mit 158 DM (80,78 €) zu Buche schlug.
Das ganze kommt einem fast teuer vor, was aber nicht ganz stimmt, der ursprüngliche Verkaufspreis sollte 399 DM (204 €) betragen. 1992 tobte allerdings ein wahrer Preiskrieg und so hatte niemand Windows für diesen Preis im Angebot.
Windows 3.1x wurde hauptsächlich auf 3 ½ und 5 ¼ Zoll Disketten vertrieben. Es gab einige OEM Pakete die Windows (für Workgroups) und teilweise DOS auf CD hatten.

Windows wird immer komfortabler und Multimedialer. Windows
unterstützt jetzt digitalen Sound als
akustische Meldung, SVGA mit hohen Auflösungen und Farbtiefen, sowie Bildschirmschoner.

Die Neuerungen sind gegenüber Windows 3.0 sind:
Details finden Sie im Windows 3.1 Handbuchauszug.


Das Online-Lernprogramm ist übrigens das erste seiner Art für ein Windows,
mehr über dieses
Lernprogramm
zur Heranführung
an die Bedienung finden Sie HIER!
Die Dateiverwaltung wird jetzt mit dem neuen Dateimanager erledigt,
der sich in 2 Hälften teilt,
der Ordnerübersicht und der Dateiübersicht.
Es können jetzt auch mehrere Fenster geöffnet werden
um per Drag&Drop Dateien zu kopieren.




Gute Hardware vorausgesetzt kann Windows 3.1 sogar
multimediatauglich sein, hier ein
Pentium 100 mit 4 MB ATI Karte beim Abspielen eines MPEG Films:

Bei den Spielen flog Reversi raus, dafür kommt zu Solitär jetzt Minesweeper.

Mit Updates ist Windows 3.1x sogar eurotauglich.
Das Jahr 2000 Problem tritt nur bei dem Dateimanager
auf, er
zeigt ein falsches Datum an, auch dies kann man per Update beheben,
alle anderen Programme
scheinen keine Probleme zu haben.
Updates siehe unten.
Zwar läuft Windows 3.x auch auf 286
Prozessoren, aber nur im Standard-Modus. Ein 386er mit
mindestens 2 MB Speicher ist aber sinnvoller, da
Windows 3.x Programme dann im
erweiterten Modus für 386-PCs besser ausführen und verwalten kann.

Windows 3.11 ist eine verbreitete und leicht verbesserte Version von Windows 3.1. Es wurde nie offiziell verkauft, sondern einfach statt Windows 3.1 in die Schachtel gepackt. Beim Starten wird immer noch die Versionsnummer 3.1 angezeigt. Nur beim Programm-Manager ist die neue Nummer zu erfahren. Man kann aber seine Windows 3.1 Version aber auch auf Windows 3.11 mit dem Patch ww0981.exe aktualisieren.
Die Änderungen gegenüber Windows 3.1 sind im Detail:

Von der Windows 3.1 Familie gab es unzählige Einzelhandelsverpackungen (SKUs): normale, Updates, Addons und zusammen mit diverser Hardware gebündelt.



Windows 3.1 war nicht nur die erste Version, von der es auch verbilligte Updateversionen für Besitzer früherer Windows Versionen gab. Später gab es sogar ein Windows für Workgroups Add-On mit dem man den man Windows 3.1 zur Netzwerkvariante hochrüsten konnte.


Win32s ist ein Add-On für Windows 3.1x/WfW 3.1x das es ermöglicht 32-bitige NT Programme mit dem eigentlich 16-bitigen Windows zu benutzen. Als Programm zum Ausprobieren liegt gleich Freecell bei.

Historisch gesehen gehört Windows 3.1 zu den bedeutendsten Versionen von Windows. Man war eindeutig sehr erfolgreich und es gab einen Synergieeffekt: Windows brachte den PC eine Vormachtstellung, und der PC pushte Windows. Diverse Heimcomputermarken kamen in schwieriges Fahrwasser. Für viele „Ältere“ dürfte es auch der erste Kontakt mit der Windows Welt gewesen sein, denn zu dieser Zeit gab es eine größere Welle der PC Erstkäufer. Waren es in den Jahren zuvor meist Enthusiasten und Freiberufler die sich einen PC leisteten, erschloss er nun deutlich mehr Bevölkerungsschichten.
Aus heutiger Sicht stellt diese Version die letzte Entwicklungsstufe der 16-Bit Technik da, in Zeiten des Umbruchs zu 64-Bit eine kaum vorstellbare Lage. Maximal 64 MB Arbeitsspeicher, machten Programmierer erfinderisch und Programme dadurch manchmal sehr eigen und hardwarenah. Inzwischen laufen 16-Bit Programme auf den aktuellen 64-Bit Windows Versionen nicht mehr und auch außerhalb der Virtualisierung bekommt man kein Windows 3.1 im erweiterten Modus auf einen neuen Computer zum Laufen.
| Systemvorrausetzungen | Minimal Standard | Minimal Erweitert 386 | Sinnvoll |
| Prozessor | 286 | 386 | 386 DX |
| Arbeitsspeicher | 1 MB | 2 MB | 8 MB |
| Festplatte | 8 MB | 10 MB | 40 MB |
| Laufwerk | Diskettenlaufwerk | Diskettenlaufwerk | Diskettenlaufwerk |
| DOS | 3.1 | 3.1 | 6.22 |