DOS

Die Geschichte von MS/PC DOS

Die Ausgangslage

Mitte der 1970er waren Heimcomputer noch sehr abenteuerlich und nur etwas für experimentierfreudige Anwender. Wir befinden uns in der 8-Bit Welt von CPUs wie dem Intel 8080. Der Altair 8800 besaß zum Beispiel weder Tastatur noch Bildschirm und besaß keine weitere Software. Software wurde meist von den Anwendern selbst geschrieben, Programmiersprachen hatten daher einen hohen Stellenwert, insbesondere wenn diese auf vielen Plattformen verfügbar waren.

Basic war eine dieser Sprachen, sie wurde von Microsoft auf viele Systeme übertragen, es erschien auch eine Version für den Altair, welche Diskettenlaufwerke ansprechen konnte. Der Altair selbst besaß kein Betriebssystem, also besaß Basic eigene Routinen, insbesondere für die Datenträgerverwaltung. Das Dateisystem FAT (File Allocation Table) war geboren.

Für komplexere Anwendungen und andere Sprachen war aber der Weg über Basic schlecht nutzbar, Speicher war knapp, um das Rad nicht jedes mal neu zu erfinden musste ein Betriebssystem her. Der Marktführer wurde dabei CP/M (Control Program/Monitor), das von Gary Kildall geschrieben wurde und von seiner Firma Digital Research vertrieben wurde. Bei Microsoft wurde an einem eigenen System namens M-DOS gebastelt, welches allerdings durch zu viele Features zuviel Speicher benötigte (30 KB von 64 KB) und nie ein offizielles Produkt wurde.

Der 8086 und Projekt "Chess"

Intel brachte 1978 einen neuen Chip auf den Markt, den Intel 8086. Er war zwar nicht kompatibel zu seinen Vorgänger, aber Programme konnten leicht portiert werden und öffnete so das Tor zur 16-Bit Welt mit einem Megabyte Speicher.

Microsoft entwickelte auch für diese CPU ein Basic. Parallel dazu entwickelte Tim Paterson von Seattle Computer Products im Januar 1979 eine 8086 CPU Karte für S-100 Systeme. Für diese Karte trat er in Kontakt zu Microsoft um auch hierfür Basic anpassen zu lassen. Währendessen kündigte Digital Research an das CP/M-86 im Dezember erhältlich sein würde.

Im Juni wurde Paterson auf eine Messe von Microsoft eingeladen, um seine Karte zu präsentieren und lernte so M-DOS und die Dateiverwaltung FAT kennen. Als im April 1980 CP/M immer noch nicht verfügbar war, begann er mit einen eigenen Betriebssystem, das eine gewisse Kompatibilität zu CP/M aufweisen sollte, aber eine FAT verwenden sollte. Das alte System von CP/M machte den Umgang mit "großen" Dateien sehr umständlich. Intern wurde das Produkt QDOS (Quick and Dirty Operating System) genannt, nach vier Monaten war es fertig und in 86-DOS umbenannt.

IBM, damals ein wahrer Computergigant mit dem Schwerpunkt großer Rechenanlagen, kam im August 1980 auf Microsoft zu um zu erfahren ob für einen neuen 8-Bit Computer Microsoft ein Basic liefern könne. Die Antwort war positiv, aber mit der Frage verbunden, warum es denn kein 8086 Computer werden sollte. IBM überdachte die Pläne und änderte sie, das Projekt "Chess", die Erschaffung des PCs, war angelaufen. Hierfür sollte Microsoft nicht nur Basic, sondern auch Fortran, Pascal und Cobol liefern. Für letztere war aber ein Betriebssystem notwendig und Bill Gates empfahl CP/M 86.

Der Deal platzte aber, weil als IBM Verschwiegenheitsverträge wollte, diese nicht unterschrieben bekam. Einer Legende zufolge trafen die IBM Mitarbeiter zum Vertragsabschluss nicht Kildall persönlich an, nur seine Frau. Er selber war nicht zu erreichen, und die Frau wollte wohl nach Rücksprache eines Anwalts nichts unterschreiben.

Microsoft sah hier eine Chance und trat in Verhandlungen mit SCP mit dem Hinweis das man einen OEM Kunden hätte, der aber geheim gehalten wurde, und das man für diesen 86-DOS lizenzieren wolle. SCP hatte kein große Markterfahrung und verkaufte ihr Betriebssystem für 50.000 $ und lizenzierte 86-DOS günstig von Microsoft zurück.

Skizze von Bob O'Rear über die nötige Schritte 86-DOS auf den IBM Prototypen anzupassen. "Waschzettel" von Bob O'Rear, enthalten Fehler und Änderungen die noch nötig waren um MS-DOS zu beenden. April 1981. DOS Werbung aus der ersten Zeit, sie spricht Computerhersteller an, die DOS als OEM Version vertreiben könnten

 

Daraufhin schloss dann Microsoft mit IBM einen Lizenzvertrag über 186.000 $, der die pauschale Nutzung des Betriebssystems erlaubte. Dadurch konnte DOS billiger als CP/M-86 verkauft werden. Allerdings verdiente Microsoft, aufgrund des BASICs (es wurde als Baustein verbaut), an jeden PC mit.

Die Herausforderung bestand jetzt das 86-DOS an den IBM PC anzupassen. Paterson erfuhr erst von IBM als er im Mai 1981 zu Microsoft wechselte.

5 Jahre später wollte Seattle Computer diese (einzige) Gratis DOS Lizenz verkaufen, es kam zum Rechtsstreit da Microsoft dieses natürlich nicht gefiel. Noch während des Verfahrens hat man sich dann außergerichtlich geeinigt. Microsoft kaufte dabei die Lizenz für 925.000 $ zurück. Allerdings kam es noch zu weiteren gerichtlichen Auseinandersetzungen, so auch mit Digital Resarch.

Dies ist auch der Grund wieso PC und MS DOS eigentlich dasselbe ist. Nur wenige Zusatzfunktionen waren verschieden. Erst später trennten sich die Wege und IBM entwickelte ein eigenes DOS (ab Version 6). Da der IBM PC auf offene Industriestandards aufbaute, kamen schnell kompatible Geräte auf den Markt, welche wiederum häufig MS-DOS als Betriebssystem einsetzten und der Siegeszug begann.

MS-DOS Versionsübersicht:

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

MS-DOS 1.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
August 1981 5 1/4 Zoll, einseitig: 160 KB keine

basiert auf 4.000 Programmzeilen Assembler-Code, kann einen Arbeitsspeicher bis 64 Kilobyte (KB) verwalten und Daten auf Disketten mit 160 KB speichern. In drei Dateien stellt es die grundlegenden Dienste für den IBM PC zu Verfügung, dazu einige Hilfsprogramme wie Edlin oder Format. Es wurde direkt mit dem IBM PC verkauft und benötigte 8 KB Hauptspeicher für sich.

Gert-Jan Lokhorst ist es gelungen u.a. eine Kopie von IBM PC DOS 1.0 aufzutreiben:

MS-DOS 1.1

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
1982 bis 5 1/4 Zoll, doppelseitig: 320 KB keine

Die Version 1.1 unterstützt ein doppelseitiges Diskettenformat (5 1/4 Zoll mit 360 KB). Enthält ein paar Bugfixes und wurde IBM für einen neuen PC geliefert.

Hier gibt es mehr über  IBM DOS 1.1 mit Screenshots

MS-DOS 1.25

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
Mai 1982 bis 5 1/4 Zoll, doppelseitig: 320 KB keine

 DOS 1.25 ist identisch mit MS-DOS 1.1, wurde aber an andere OEMs als IBM geliefert, wie Compaq oder Zenith.

MS-DOS 2.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
März 1983 bis 5 1/4 Zoll, doppelseitig: 320 KB FAT bis 10 MB Festplatten

Microsoft präsentiert MS-DOS 2.0, das die neuen IBM PC/XT-Rechner mit Festplatten bis zehn Megabyte unterstützt und erstmals Unterverzeichnisse erstellen kann.


DOS 2.1 FDISK

DOS 2.0 Packungsinhalt

DOS 2.0 Handbuch

MS-DOS 2.01

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
Oktober 1983 bis 5 1/4 Zoll, doppelseitig: 320 KB FAT bis 10 MB Festplatten

Mit MS-DOS 2.01 werden internationale Zeichensätze und Formate unterstützt.

MS-DOS 2.1

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
Oktober 1983 bis 5 1/4 Zoll, doppelseitig: 320 KB FAT bis 10 MB Festplatten

Mit dem IBM PC Junior erscheint MS-DOS 2.1. Es werden keine internationalen Zeichensätze unterstützt.


Handbuch Cover

Quick Reference Seite 1

Quick Reference Seite 2

MS-DOS 2.11

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
Oktober 1983 bis 5 1/4 Zoll, doppelseitig: 320 KB FAT bis 10 MB Festplatten

Diese Version entstand aus der Fusion von MS-DOS 2.01 uns 2.1, und war vor allem von OEM Partnern gefordert um 100% kompatible mit der IBM Rechnergeneration zu sein. Wurde MS-DOS-Schlüsselversion. Es gibt auch spätere Versionen, wie Toshiba DOS 2.11 (1987), welche auch 720 KB Diskettenlaufwerke unterstützten. Das Toshiba DOS wurde bei manchen Laptops im ROM ausgeliefert und fest eingebaut.


Toshiba DOS 2.11

MS-DOS 3.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
August 1984 bis 5 1/4 Zoll, doppelseitig: 1,2 MB FAT bis 20 MB Festplatten

MS-DOS 3.0 unterstützt den neuen PC/AT. Sie kann 1,2-MByte-Disketten und 20-MByte-Festplatten ansprechen. Für andere OEM Kunden als IBM als MS-DOS 3.05 verfügbar.

MS-DOS 3.1

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
März 1985 bis 5 1/4 Zoll, doppelseitig: 1,2 MB FAT bis 20 MB Festplatten

MS-DOS wird mit der Version 3.1 generell netzwerktauglich und kann auch den erweiterten Speicher oberhalb von 640 KB ansprechen. (Windows 1.0 erscheint.) 


Skizze von DOS 3 zum Festellen der Änderung für die Implementierung des Netzwerkes von Aaron Reynolds.

MS-DOS 3.2

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
Januar 1986 bis 3 1/2 Zoll, niedrige Speicherdichte: 720 KB FAT bis 32 MB Festplatten

MS-DOS 3.2 arbeitet auch mit den neuartigen 3½-Zoll-Laufwerken zusammen - allerdings nur für 720 KByte. Der alte Text-Editor "Edlin" ist immer noch dabei. Er editiert die Dateien direkt auf der Kommandozeile, es gibt keine Menüs oder Scrollbalken, es muss zeilenweise die ganze Datei durchgegangen werden.


DOS 3.2

Edlin (Alter Editor)

MS-DOS 3.3

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
April 1987 bis 3 1/2 Zoll, hohe Speicherdichte: 1,44 MB FAT ? bis 32 MB Festplatten

MS-DOS 3.3 kann eine Festplatte in Partitionen unterteilen und 1,44-MByte-Disketten lesen und beschreiben. Zudem erhält die Version 3.3 die Möglichkeit zur Erstellung selbstablaufender Programm-Routinen, die so genannten Batch-Dateien. Auch ist jetzt eine erweiterte DOS Partition möglich, so dass man bis 24 Logische Laufwerke erstellen kann und so 800 MB Festplattenkapazität nutzen kann (1x Primärpartition 32 MB + 24 mal 32 MB Logische Laufwerke).

Einige DOS 3.3 Varianten konnten auch schon mit größeren Partitionen umgehen, so konnte Tandon DOS mit seinen eigenen Partitionierungs-Programm namens FXPREP Primärpartitionen bis zu 256 MB erstellen, die allerdings nicht unbedingt zu anderen DOS Varianten kompatibel sein musste.

FXPREP
FXPREP von Tandon

Lesen sie Auszüge aus den Tandon DOS 3.3 Handbuch!


MS-DOS 3.3 Disketten

MS-DOS 3.3 Packung

Tandon DOS 3.3 Disketten

DOS 3.3 Handbuch

MS-DOS 3.3

MS-DOS 3.3a

Tandon DOS 3.3

PC DOS 3.3

MS-DOS 4.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
November 1988 bis 3 1/2 Zoll, hohe Speicherdichte: 1,44 MB FAT 16 bis 2 GB Partitionen

Mit MS-DOS 4.01 ist man nicht mehr auf 32 MByte große Festplattenpartitionen angewiesen - möglich sind jetzt bis zu zwei Gigabyte (Fat16). Die Version arbeitet mit Expanded Memory zusammen. Eine grafische Benutzerführung - die DOS-Shell wird mitgeliefert. Es gab auch eine Version 4.0, die war aber so fehlerverseucht das sie wieder vom Markt genommen wurde.


DOS 4.01

DOS 4.01 Setup

DOS 4.01 Original Verpackung

DOS 4.01 Disketten & typische Blister-OEM-Verpackung

MS-DOS 5.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
Juni 1991 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16 bis 2 GB Partitionen

MS-DOS 5.0 führt eine bessere Speicherverwaltung ein: es unterstützt XMS (Extended), EMS (Expanded) und HMA-Speicher. Zudem bringt die Version 5 eine überarbeitete DOS-Shell und einen komfortablen Text-Editor. Das Setup ist um einiges komfortabler als das der Vorgänger, es kann sogar nicht formatierte Bereiche formatieren und zeigt den aktuellen Status in Prozent an. Es gibt außerdem 2 lustige QBasic Spiele mitgeliefert. Hier gibt's mehr dazu.

Es gab das erste Mal Upgradeversionen, die alte DOS Versionen auf Version 5 aktualisierten. Zu diesen Anlass gab es daher auch ein nettes englischsprachiges Faltblatt "Take the MS_DOS 5 five-minutes workout" (pdf, 1 MB).

Lesen Sie hier den Bericht über MS-DOS 5.0 aus der c't 7/91.

 


MS-DOS 5 Update Promotion Video


DOS 5.0 als 3,5 Floppys

DOS 5.0 als 5,25 Floppys

Die DOS 5 Update Packung

DOS 5.0 Setup auf Festplatte

DOS 5.0 Disketteninstallation

DOS 5.0 Handbuch

DOS 5.0

Der neue Editor, aka QBasic...

MS-DOS 6.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
März 1993 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16 bis 2 GB Partitionen

MS-DOS 6.0 brachte u.a. komprimierte Laufwerke, verbessert die Zusammenarbeit mit Windows und unterstützt CD-ROM-Laufwerke. Ansonsten wurde die Anwender-Gemeinde mit hinzugekauften und nur grob aufeinander abgestimmten Tools bei Laune gehalten (Backup & Anti-Virus).


Die DOS 6 Update Packung

Das DOS 6 Update Handbuch (Cover)

MS-DOS 6.2x

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
1994 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16 bis 2 GB Partitionen

Die letzte ECHTE von Microsoft herausgebrachte Version war 6.22. - Erstmals werden mehr Anwendungs-Programme für Windows als für DOS verkauft. Zeitgleich mit Windows 3.1 wird auch bei MS-DOS das Certificate of Authenticity zum Schutz vor Raubkopierern eingeführt. Es gab einige Schwierigkeiten rechtlicher Natur die das Datenträgerkomprimierprogramm betraf, deswegen gab es DOS 6.20, 6.21, 6.22. Bei DOS 6.2 war Doublespace  dabei, bei DOS 6.21 wurde es entfernt, um in DOS 6.22 durch DriveSpace ersetzt zu werden. Um das auszugleichen gab es ein kostenloses "Stepup" mit dem man sein DOS 6.2x auf DOS 6.22 bringen konnte.


Die DOS 6.2 Update Packung

Das Echtheitszertifikat

MS DOS 6.22

Defrag für DOS

Die Handbücher von DOS 6.22 und 6.2

MS-DOS 7.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
1995 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16 bis 2 GB Partitionen

MS-DOS ist nur noch ein "Unterbau" von Windows 95, und später von Windows 98, und kein selbständiges Betriebssystem mehr - wird in dieser Form manchmal auch "MS-DOS 7.0" genannt.


"MS DOS 7.0"

MS-DOS 7.1

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
1996 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16, FAT 32 bis 32 GB Partitionen

 Ab Windows 95 B wird auch das Dateisystem FAT32 unterstützt das Partitionen über 2 GB erlaubt ("MS-DOS 7.1").

MS-DOS 8.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
2000 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16, FAT 32 bis 32 GB Partitionen

Mit Windows Millennium erscheint das letzte Windows mit MS-DOS-Unterbau (der auch noch versteckt wird). DOS erhält die Versionsnummer 8.0, die Startdiskette kann auch von XP erstellt werden, um zum Beispiel BIOS-Updates durchzuführen.

MS-DOS Eingabeaufforderung

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
1993, 2001 vollendet nicht mehr von DOS gesteuert nicht mehr von DOS gesteuert

DOS ist endgültig Geschichte, mit Einfühurung der XP-Familie bietet Microsoft kein Produkt auf der DOS-Basis an. Die Eingabeauforderung ermöglicht es aber weiterhin einige Programme/Batches laufen zu lassen. Mit Einführung der x64-Versionen lassen sich keine DOS Anwendungen unter Windows mehr ausführen.


DOS Emulation von Win2000

Weitere wichtige DOS Versionen:

Mehr Infos dazu unter http://de.wikipedia.org/wiki/Dos.

CP/M 86

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
1982 5 1/4 Zoll, einseitig: 160 KB keine

CP/M 86 wird von Digital Research für den Intel 8086 auf dem Markt gebracht. Es war der Nachfolger von CP/M, das Standardbetriebsystem zu seiner Zeit, es wurden damals 600.000 Kopien verkauft. CP/M steht für Control Program for Microcomputers

Eine gute CP/M Seite ist http://www.gaby.de/cpm.htm


CP/M 86 Start

Verzeichnisanzeige

PC-DOS 5.0

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
1991 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16 bis 2 GB Partitionen

PC-DOS 5.0 von IBM gleicht haargenau MS-DOS 5.0. Im Prinzip wurden einige "MS"ses durch "IBM"s ersetzt. Dazu gab es einige neue Hilfsprogramme. Das Handbuch von IBM DOS 5 hat über 780 Seiten und bietet viele Beispiele und Hintergrunderklärungen lesen Sie hier einen Auszug aus dem Kapitel 1 "Wissenswertes über Ihren Computer", falls Sie Ihren PC nicht wieder erkennen kann ich auch nicht helfen.


IBM PC-DOS 5

Setup von PC-DOS 5

Das IBM DOS 5 Handbuch

PC-DOS 2000

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
März 1993 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16 bis 2 GB Partitionen

PC-DOS 2000 (7.0 rev 1) von IBM erscheint. Da Microsoft kein eignendes DOS mehr entwickelte baute IBM selber daran. Neu sind die Programme zur Speicherverwaltung namens "RAMBOOST" und der Editor "E.exe". Komfortabel ist vor allem der mitinstallierte Maustreiber, der ein klicken sofort nach dem Start erlaubt. Dieses DOS ist Jahr 2000 und €uro kompatibel!


PC-DOS 2000

Der neue Editor

DR-DOS 7.03

erschienen Diskettenlaufwerke Festplatten
März 1993 bis 3 1/2 Zoll, sehr hohe Speicherdichte: 2,88 MB FAT 16 bis 2 GB Partitionen

DR-DOS 7.03 erscheint. Dr. DOS unterscheidet sich etwas vom MS/IBM-DOS, ist aber kompatibel zu ihnen. Als besonderes Gimmick ist das 3D Weltraumspiel "Netwars" dabei. Diese DOS Version ist übrigens für den Privatmann kostenlos.


Dr. DOS 7.03

Netwars

 

Sonstiges zu DOS

DOS war lange Zeit (bis 1997) das wichtigste Spielessystem, von Klassikern wie Tetris, Stunts 4D Driving, Doom über Quake und Duke3D, bis Command & Conquer Alarm Stufe Rot gab es jede Menge Spiele. Und bei jedem neuen Spiel musste erstmal im Extra Setupprogramm mühsam der Soundtreiber neu eingestellt werden oder Maus und/oder Grafiktreiber geladen werden. Die alten Spiele wurden teils sehr hardwarenah programmiert, und brauchen z.B. viel konventionellen Speicher bis 640 KB oder laufen auf zu schnellen Systemen gar nicht oder zu schnell.

Richtig grausam waren aber die Office Anwendungen, WORD und Works sahen kaum besser aus als der Editor.

Aber heute gibt es noch Software, die man nicht vermuten würde, z.B. gibt es Arachne, ein Internetbrowser oder jede Menge Multimediaanwendungen vom Anzeigen von Bildern bis zum MP3 Player. Für SCSI Brenner soll es sogar ein Brennprogramm geben.

DOS ist nicht wirklich intuitiv aber mit etwas Üben souverän bedienbar. Etwas einfacher geht es mit DOS Shells, die wichtigsten hab ich hier erklärt. Falls ihr ein DOS noch sucht und keine Lust habt eins auf dem Trödel oder bei Ebay zu erstehen, gibt es Alternativen: DR/Open/Free DOS. Diese MS-DOS kompatiblen DOS-Versionen für den Privatmann kostenlos oder sogar Open Source! Den Download von FreeDOS 1.0 finden Sie unter www.freedos.org.

Einen guten Crashkurs mit den wichtigsten Befehlen gibt bei Wintotal.de.