Kurzinfos

Klasse Betriebssystem 16/32-Bit
CPU x86
Versionsnummer Urversion Windows 4.00.950
Versionsnummer SR 1 Windows 4.00.950a
Versionsnummer SR 2 Windows 4.00.1111b
Versionsnummer SR 2.1 Windows 4.00.1214b
Versionsnummer SR 2.5 Windows 4.00.1214c
Codename Urversion Chicago (Windows 4.0)
Codename Servicerelease 2 Nashville
Codezeilen 11 Millionen
Datenträger 3,5 Zoll Disketten, CD-ROM
Preis Vollversion 205 €
Preis Update 102 €
Markteinführung Win95 US US: 24. August 1995
Markteinführung Win95 DE 05. September 1995
Markteinführung Win95 A Februar 1996
Markteinführung Win95 B September 1996
Markteinführung Win95 C November 1997
Ende Support (Endkunden) 31.12.2000
Ende Support (Firmen) 31.12.2001

Startsound

Zahlen Trivia

35-40 MB
benötigt Windows 95 an Speicherplatz auf der Festplatte.

Windows 95

Windows 95 Logo Mit Windows 95 versuchte Microsoft die Betriebssystemsparte für Konsumenten neu aufzustellen und zu ordnen. So vereint Windows 95 gleich mehrere früher separat zu kaufende Produkte: Windows für Workgroups und MS-DOS. Man bohrte das nun integrierte DOS und Windows System auf 32-Bit auf, ohne allerdings auf die Kompatibilität zu verzichten. So wird auch Windows 9x fortan nicht wie NT als 32-Bit Betriebssystem bezeichnet, sondern 16/32-Bit Betriebssystem.

Besonders viel Aufsehen erregte allerdings vor allem die neue grafische Oberfläche, diese sollte erfolgreich angenommen werden und für die nächsten 15 Jahre den grundlegenden Standard bei Windows bilden.

In den ersten 3 Monaten verkaufte Microsoft alleine 45 Millionen Exemplare, OEM Versionen nicht eingerechnet! Es war zu Anfang ein regelrechter Run, ich erinnere mich noch, dass in den Nachrichten ein Neuseeländer gezeigt wurde der die erste Version gekauft hatte.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass es nur 4 Tage gebraucht hatte, bis die erste Million Exemplare verkauft waren. Damit waren wohl die 200 Millionen US-Dollar Werbebudget von Microsoft gut investiert. Die Produktion in den Presswerken lieferte etwa 1 Million Windows 95 CDs - die Woche.


Nachrichtenbericht über den Start, inklusive Neuseelandbilder

Von Windows 95 gab es im laufe der Zeit diverse aktualisierte OEM-Releases, welche nur mit einem neuen Rechner erhältlich waren und mit den Kürzeln A, B und C gekennzeichnet wurden und sich teilweise erheblich von der ursprünglichen Version unterschieden.

Neue Funktionen gegenüber Windows 3.1x sind:

  • Neue Benutzeroberfläche, mit Startmenü statt Programm-Manager
  • Windows Explorer, effektiver als der Dateimanager
  • Lange Dateinamen werden nun unterstützt, vorher 8.3 Zeichen, also "Mein Text vom 3 Februar.html" statt "mtxt3feb.htm"
  • Verbesserte Unterstützung von Spielen und Multimedia
  • Plug & Play Hardwarekompatibilität, Geräte werden automatisch erkannt, Treiber werden im Idealfall sofort installiert.
  • Präemptives 32 Bit Multitasking, Mehrere 32 Bit Programme können parallel laufen

Zuvor war ein sehr breit angelegter Betatest vorausgegangen, welcher selbst an eine bunte Alphaphase mit dem Codenamen Chicago sich anschloss.

Galerie GUI

Grafische Oberfläche

Hauptarbeitsfläche ist nun der Desktop, dieser ist im Grunde ein Ordner im Dateisystem und kann daher beliebige Dateien und Ordner beherbergen. Neu ist auch die Klasse der Verknüpfung, diese sind reine Platzhalterdateien, mit einem Verweis auf eine Datei oder Programm, welches selbst an einer anderen Stelle des Dateisystems liegt. So können diese Objekte von mehreren Stellen aufgerufen werden. Zusätzlich liegen auf dem Desktop Symbole für Systemprogramme, wie dem Arbeitsplatz, die Netzwerkumgebung, der Papierkorb oder den Aktenkoffer.

Hinter dem Arbeitsplatz steckt eine Zusammenfassung der Systemressourcen in Form der einzelnen Laufwerke und Verwaltungen von Druckern, Systemsteuerung, Wählnetze und Taskplaner. Die Netzwerkumgebung funktioniert ähnlich, öffnet man diese sieht man eine Übersicht des Netzwerkes in Form von anderen Computern, Druckern oder Netzen.

Der Papierkorb stellt einen besonderen Ordner da. Im Normalfall werden Dateien oder Ordner beim Löschen durch einen Benutzer nicht wirklich gelöscht, sondern in diesen Ordner - bis zu einem einstellbaren Limit - verschoben. Versehentlich "gelöschte" Dateien können so gerettet werden und aus dem Papierkorb per Mausklick an die ursprüngliche Stelle verschoben werden. Allerdings werden nicht alle Löschungen erfasst, so via Kommandozeile, Netzwerk oder per Tastenkombination direkt gelöschte Dateien.

Der Aktenkoffer ist ein Ordner, bei dem Dateien nicht einfach aus einem anderen Ort kopiert werden, es wird eine Verbindung zum Ursprungsort belassen und die Dateien werden fortan synchronisiert. Am standardmäßig unterem Bildschirmrand befindet sich die Taskleiste. Diese Leiste ist in der Regel stets sichtbar und kann von Programmfenstern nicht überlagert werden. In ihr werden alle laufenden Benutzerprogramme mit Symbol und Titelleistentext angezeigt, dass Programm im Fokus - welches Tastatureingaben verarbeiten würde - ist dabei optisch abgesetzt.

Auf der linken Seite befindet sich der Startbutton. Dieser öffnet bei Betätigung das Startmenü. Dieses stellt eine Neuinterpretation des Programm-Managers von Windows 3.1 da. Es finden sich hier zum einen die bisherigen Menübefehle - wie für das Ausführen für Programme oder das Herunterfahren - als auch die Programmverknüpfungen. Die Programmgruppen werden als Ordner dargestellt, die einzelnen Programmverknüpfungen sind dort dann enthalten. Es gibt auch noch neue Hauptpunkte wie die Hilfe, Suchassistenten, Einstellungsverknüpfungen und eine Dokumentensammlung. In letzter findet man die letzten benutzen Dateien, welche mit Anwendungsdateien verknüpft sind - Bilder, Texte, usw. -, dies unterstreicht den mehr Datei- als Programmorientierten Umgang der neuen Oberfläche.

Auf der rechten Seite der Taskleiste findet sich zunächst eine Anzeige der Uhrzeit, daneben befindet sich ein "Systray" genannter Bereich in welchen Programme kleine Statussymbole legen können. Die Taskleiste lässt sich verstecken und an alle Monitorränder frei positionieren.

Die Dateiverwaltung wird vom Windows Explorer erledigt. Es ähnelt entfernt dem Vorgänger Winfile, da es eine zweigeteilte Ansicht von Ordnerübersicht links und Ordnerinhalt rechts bietet. Allerdings hören hier die Gemeinsamkeiten auf. So ist der Explorer nicht mehr an ein eigenes Fenstersystem gebunden, mehrere Ordner werden als eigenständige Fenster angezeigt, die frei mit anderen Fenstern interagieren können. Es gibt auch keine Trennung der Laufwerke mehr, da als neues Wurzelelement der Desktop gewählt wurde. Dieses Element enthält die besonderen Desktopsymbole wie dem Arbeitsplatz, welcher wiederum Wurzelelement der einzelnen Laufwerke ist. Soweit möglich sind Dateien stets mit einem Programm verknüpft, mit welchen diese gestartet werden. Diese Verbindung wird durch die Verwendung eines dem Programm assoziiertem Symbol deutlich gemacht. Ausführbare Dateien selbst können dafür und für sich selbst Symboldateien beinhalten.

Auch die Fenster wurden leicht verändert. Besaß die Titelleiste bisher drei Symbole zur Steuerung (Systemmenü und Fenstersteuerung) ist nun ein weiteres hinzugekommen, rechts außen findet sich nun ein X-Symbol zum schließen eines Fensters. Der Explorer nutzt nun intensiv Kontextmenüs, welche mit der meist rechten Maustaste aufgerufen werden können. Mit dem Internet Explorer 4 erschien eine optionale Aktualisierung der grafischen Oberfläche. Diese erlaubte direkte Manipulation der Startmenüeinträge, installierte eine Schnellstartleiste mit Verknüpfungen in der Taskleiste und brachte zusätzliche Adressleisten in Explorerfenstern.

Für Windows 3.1x Umsteiger gab es sogar noch den Programm-Manager (Bei den ersten Windows Versionen konnte man ihn sogar als Standard installieren), der Windows 95 wie Windows 3.11 aussehen ließ.

Galerie Zubehör

Zubehör

An Zubehör liegt Windows 95 einige von Windows 3.1 weiterentwickelte Zubehörprogramme bei: Editor, Paint, Rechner, Wordpad, Hyperterminal, Medienwiedergabe und CD-Wiedergabe. Der Internet Explorer war optionaler Teil und Teil des extra Programmpaketes Windows 95 Plus!, wurde allerdings später umstrittener Teil diverser OEM Releases.

Es kamen auch einige neue Programme dazu, wie zum Beispiel die PC-Direkt-Verbindung, mit diesem Programm konnte man ein Netzwerk zwischen zwei Computer über Nullmodems herstellen; Nullmodems sind einfache serielle/parallele Kabel bei denen bestimmte Kontakte vertauscht werden. Allerdings kann nur ein Computer auf den anderen zugreifen, es ist also ein Einbahn-Netzwerk und die Geschwindigkeit ist nicht sehr berauschend.

Das vermutlich interessanteste Systemwartungstool von Windows 95 war Defrag. Ein einfaches Programm zum Defragmentieren der Festplatte, durch seine Animation und der Trägheit damaliger Festplatten saßen viele Anwender fasziniert davor und ließen arbeiten.

Was viele Windows 95 Benutzer nicht wissen: Auf der CD befindet sich ein 3D Autoscooter Spiel namens Hover, einfach CD rein und anklicken. Ordner: cdromlaufwerk:\funstuff\hover. Einige Bestandteile der CD Version konnten später per Internet heruntergeladen und nachinstalliert werden. Des weiteren waren die Spiele Hearts, Solitär, Freecell und Minesweeper enthalten.

Auch waren mehrere Videos auf der CD, unter anderen zwei Musikvideos. Einmal Edie Brickell "Good Times, Bad Times" und dann noch Weezer "Buddy Holly".

Galerie Setup & Start

Installation & Start

Das Setup von Windows 95 glänzt durch grafische Umsetzung von Anfang an. Man kann die Dialoge per Maus bedienen. Für die Installation wird ein numerischen Installationsschlüssel benötigt, diese sind für OEM und Versionen im Handel unterschiedlich gestaltet. Die Schlüssel sind nicht sehr aufwendig gestaltet, so das mit Grundschulmathematik gültige Codes erzeugt werden konnten. Während des Setups versucht Windows 95 die installierte Hardware automatisch zu erkennen. Dazu wurde ein Sicherheitsmechanismus eingebaut, stürzt der Rechner bei der Erkennung ab, so wird der kritische Bereich nach einem Kaltstart übersprungen. Während der Installation kann man auch verschiedene Optionen auswählen, um einen gewissen optionalen Umfang zu installieren. Zur Auswahl stehen Standard, Minimal, Laptop und Benutzerdefiniert.

Windows 95 kann auch als Update installiert werden, neu dabei ist, dass dieses komplett rückgängig gemacht werden kann.

Der Windows 95 Start ist geprägt durch einen animierten Bootbildschirm (siehe Videos). Am unteren Rand des Bildschirms flackert eine Leiste, dies tut sie um anzuzeigen das der Computer nicht abgestürzt ist. Windows bietet das Erste mal einen Abgesicherten Modus, der zur Reparaturzwecken nur minimale Treiber lädt. Leider lassen sich nicht so einfach Treiber installieren, da selbst CD-ROM Laufwerke in diesem Modus nicht funktionieren. Auch kann direkt  in den DOS-Teil gebootet werden.

Während des Starts wird ein Startsound abgespielt, für den sich Microsoft besondere Mühe gab, und eigens einen bekannten Künstler für engagierte. Siehe Windows 95 Startsound.

Windows 95 wird über das Startmenü beendet. Es ist alternativ auch möglich die grafische Oberfläche zu beenden und direkt in DOS 7 zu wechseln.

Systemanforderungen:

  • PC mit 386DX- oder höherem Prozessor
  • mindestens 4 MB Arbeisspeicher (8 MB oder mehr empfohlen)
  • 55 MB freier Festplattenspeicher (tatsächlicher Speicherbedarf hängt von den installierten Komponenten ab)
  • 8,89-cm-HD-Diskettenlaufwerk (entspricht 3,5')
  • VGA- oder höher auflösende Grafikkarte
  • Microsoft Mouse oder kompatibles Zeigegerät

Technische Grundlagen

Einer der Gründe warum Windows 95 so erfolgreich wurde, war sicher die geringen Hardwareanforderungen; Windows 95 begnügt sich mit einen 386 DX, 4 MB Speicher, und in der ersten Version mit einer 50 MB Festplatte, mein Rekord war 37 MB! Windows 95 läuft sogar ausgesprochen gut für das System.Technisch hat die Windows 95 inzwischen viele Schwächen. Speziell die ersten Versionen mangelt es an Unterstützung gewisser Schnittstellen (USB, AGP), auf modernen Rechnern läuft Windows 95 generell nicht mehr ohne Probleme.

Allerdings konnte Windows 95 damals Hardware besser verwalten, da es eine Technik namens Plug&Play (Einstecken und läuft) unterstützte. Entsprechende Hardware vorrausgesetzt erkennt Windows 95 das Vorhandensein der Hardware und diese meldet die gewünschten technischen Schnittstellen (Interrupts, DMAs, Adressräume) und wählt im besten Falle passende Konfigurationen aus und löst Konflikte auf. Dennoch brachte für die Zeit Windows 95 einige Techniken, welche zuvor nur professionellen Betriebssystemen - wie Windows NT - vorbehalten war. Mit VFAT wurden längere Dateinamen unter FAT möglich. Diese konnten nun bis zu 255 Zeichen inklusive der Pfadbezeichnung umfassen statt nur 8.3 Zeichen. Das Verfahren wurde abwärtskompatibel gestaltet, so dass ältere Programme oder Systeme die Dateinamen zumindest verkürzt greifbar machen.

Wesentliche Systembestandteile - Dateisystem, Gerätetreiber,... - sind 32-bittig gestaltet, so das deutlich größere Adress- und Speicherräume genutzt werden können. Damit einher geht die Einführung eines präemptives Multitaskingsystem mit Nebenläufigkeit in Form von Multithreading, d.h. Programme und ihre Routinen können und müssen nun um Rechenzeit konkurrieren. Allerdings ist dieses System nicht so ausgefeilt wie bei Windows NT, so dass Programme sich durchaus stören können und auch das gesamte System lahm legen können. Sollte das System solch ein Problem feststellen, schützt es sich und gespeicherte Daten indem es mit dem berühmten Bluescreen abstürzt, eine textuelle Fehlermeldung die vielen Anwendern bestens bekannt war.

Alle Versionen sind im Prinzip Jahr 2000-Sicher nur der Dateimanager (für Win 3.1x User die sich nicht umgewöhnen wollten, der Rest benutzt den Explorer) muss geupdatet werden. Der Euro kommt auch erst mit einen Update, leider kann man ihn nicht in der Systemsteuerung > Ländereinstellungen > Währung als Symbol eintragen.

Galerie Win 95 A

Windows 95 A [4.00.951 - Service Release 1]

Windows 95 ist eine leicht überarbeitete Version von Windows 95. Für Windows 95 ist ein Servicepack (Siehe Downloads) erhältlich, welches Windows 95 auf diesen Stand bringt. Primär zeichnet es sich durch das Hinzufügen des Internet Explorers 2.0 und des Infrarottreibers aus. Weitere Änderungen:

  • 32-Bit DLC Protokoll hinzugefügt
  • Microsoft Exchange Update
  • Microsoft Dienst für NetWare-Verzeichnisdienste
  • Windows 95 SLIP und Scripting Unterstützung für DFÜ-Verbindungen

Galerie Win 95 B

Windows 95 B [4.00.1111 / 4.00.1212 / 4.00.1214 - Service Release 2/2.1]

Windows 95 B ging aus dem geplanten Nachfolger für Windows 95 namentlich Windows 96 - Codename Nashville - hervor. Statt einer echten Nachfolgeversion entschied man sich statt dessen diese deutlich überarbeitete Version als Windows 95 nur über OEM Partner mit neuen Computern zu vertreiben.

Windows 95 B bringt einige Updates mit, die neue Hardware unterstützen, zum Beispiel USB (das aber auch nur nach manueller Nachinstallation und nur wenn die Treiber des Gerätes mitspielen) und FAT32 zur Adressierung von Festplatten von über 2 Gigabyte. Auch ist jetzt die Grafikschnittstelle DirectX 2.0a und der Internet Explorer Version 3.0. AGP Grafikkarten und USB Geräte werden nun unterstützt, nur muss man die Unterstützung nachträglich per Update(s) aktivieren. Bei den USB Geräten gibt es allerdings nur sehr wenige Treiber für Win 95.

Windows 95 B/C (OS 2.x) unterstützt als neues Dateisystem FAT32, gegenüber dem alten FAT16 kann man nun Partitionen erstellen, die größer als 2 GB sind. Allerdings kann man nur über FDISK neue Partition erstellen, konvertieren mit Boardmitteln ist nicht möglich. Außer bei den Bildschirmschonern, jetzt sind die OpenGL-Bildschirmschoner aus NT 3.51 dabei.

Es gab mehrere Versionen von Windows 95 B, die erste hatte einen Fehler in der Himem.sys, welche einen hohen Verbrauch von konventionellen Speicher im DOS-Modus zur Folge hatte. Die Versionsnummer ändert sich zudem nach Installation der USB-Updates.

Galerie Win 95 C

Windows 95 C [4.00.1216 - Service Release 2.5]

Diese Windows Version könnte auch das kleine Windows 98 heißen. Es enthält den Internet Explorer 4.0 und damit das Desktop Update, wie es für die Masse der Anwender erst mit Windows 98 Standard werden sollte. Erstes Anzeichen nach der Installation ist der Active Desktop mit Channel Leiste, die allerdings abschaltbar sind - wovon beizeiten aus Performancegründen und Mangel an günstigen Internetzugängen rege Gebrauch gemacht wurde.

Die Erweiterung des Desktops konnte mit dem Internet Explorer 4.0 auch auf die anderen älteren Windows 95, bzw. auf Windows NT 4.0, installiert werden.

Der Explorer hat jetzt eine Adresszeile bekommen, in diese kann man entweder Internetadressen, lokale Ordner oder Netzwerkressourcen eingeben. Neu ist auch die Anzeigeoption "als Website", sie ermöglicht unter anderem eine Miniaturansicht von Bilddateien. Auch das Startmenü wurde überarbeitet, es bietet jetzt echte Interaktivität: Früher konnte man nur Verknüpfungen im Explorer im Ordner "c:\windows\startmenü\programme" bearbeiten, jetzt geht es direkt.

Technisch ähnelt diese Version Windows 95 B, es gibt ein weiteres Update für USB, welche allerdings den Umgang damit kaum verbessert.

Galerie Lieferumfang

Packung & Lieferumfang

In den Packungen von Windows 95 findet sich nur ein kurzes Einstiegshandbuch mit etwa 100 Seiten. Dazu die übliche Werbung und Lizenzinformationen. Die Updateversion von Windows 95 konnte man mit Disketten oder einer CD-ROM erwerben, die Vollversion wurde dagegen immer nur auf Disketten geliefert. Da die CD-ROM Version zusätzliche Software enthielt, sind daher Vollversionen relativ selten anzutreffen. Disketten wurden in Umschlägen versiegelt - die CD-ROM dagegen wurde in einer Papphülle geliefert, auf deren Rückseite der Installationschlüssel in Form von 000-1234567 gedruckt wurde. Bei den Diskettenversionen wurde dieser Schlüssel auf einem zusätzlichen Lizenzzettel angebracht.


Windows 95 (DE)

Windows 95 (RU)

Windows 95 Online Sparpaket Bundle


Windows 95 Update

Windows 95 Update mit IE 3.0

Windows 95 Update mit IE 4.0

Windows 95 OEM Versionen kamen in den meisten Fällen auf CD-ROM, aber auch manchmal auf Disketten. Im Gegensatz zu Windows 3.1 wurden diese OEM Datenträger alle von Microsoft selbst hergestellt und sind daher einheitlich. Die OEM CD-ROMs kommen in Jewelcases, welche mit einem roten Aufkleber versiegelt waren. Auf dem Handbuch wurde ein Echtheitszertifikat mit Installationsschlüssel nach dem Muster 00090-OEM-001234567-00000 angebracht. Der erste Block gibt dabei Tag des Jahres und zweistellig das Jahr an. Um ein bestimmtes OEM Release zu identifizieren reicht der Aufdruck auf der CD-ROM meist nicht aus, da scheinbar im laufenden Betrieb die Daten gewechselt wurden. Meist existiert aber ein vierstelliger Aufdruck der Hinweise auf die Version gibt. Fehlt er ist es die Urversion, 0196 weißt auf Windows 95 A hin, 0796 auf die Windows 95 B SR2, 0397 und USB-Unterstützung auf Windows 95 B SR2.1 und 1297 auf Windows 95 C.

Galerie Launch


Launch Event

Die Welt des Anwenders

Historisch gesehen ist Windows 95 der Durchbruch gewesen, kein Betriebssystem vor diesen war so erfolgreich, selbst Apple musste sich klar geschlagen geben, 1997 kamen auf jeden Macintosh 17 Windows PCs. Wieder kann man die Synergie zwischen PC und Windows als Standardbetriebssystem gut beobachten. 1995/1996 kauften sehr viele sich Ihren ersten PC, die Ära der Supermarkt PCs begann, die Leute standen sogar Schlange um dieses begehrte 1.999 DM Schnäppchen zu ergattern. Und Windows 95 war meistens dabei.

Videos

Windows 95 (A) Bootscreen
Windows 95
Windows 95

Animierte Version des Windows 95 (A) Bootbildschirms.
Windows 95 B/C Bootscreen
Windows 95
Windows 95

Animierte Version des Windows 95 B/C Bootbildschirms.
Windows 95 Demo Slideshow

Selbstablaufende Demo Slideshow zu Windows 95. 6 Minuten, kein Ton, 11-14 MB. Original siehe Downloads. Alternative bei Youtube.
Meine kleine Packungsreview als Video.

Meine Videoreview von der Windows 95 Packung.
Launch Trailer von Windows 95

Werbevideo zum Start von Windows 95.
Windows für Pencomputer 2.0

Praxisvideo zum Windows 95 Addon für frühe Tabletvorfahren.
Der Startsound

Der Startsound als Video.
Windows 95 Trailer in Kunstform.

Windows 95 Trailer
Windows 95 Werbespot.

Windows 95 Werbung

Quellen

Schnelle Zeitleiste

1981
1982
1983
1984
1985
1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2008
2009
2012
2013