| Genaue Versionsnummern: | NT 5.1 Build 2600 | |
| Preis in Deutschland: | Home Vollversion: Home Update: Professional Vollversion: Professional Update: |
250 € 99 € 400 € 250 € |
| Code- / Entwicklungsname | Whistler | |
| Codezeilen | 45 Millionen | |
| 32 (64) Bit Betriebssystem | Datenträger: | CD-ROM |
| erschienen in den USA: | 25 Oktober 2001 | |
| Ende des Supports (Endkunden/Firmen): |
14.04.2009 / 08.04.2014 |
|
Home / Professional
64-Bit Edition
Tablet PC Edition
Tablet PC Edition 2005
Media Center Edition
Media Center Edition 2004
Media Center Edition 2005
Starter Edition
Windows XP Edition N & KN
Windows Fundamentals for Legacy PCs
Windows 2003 Web Edition
Windows 2003 Standard Edition
Windows 2003 Enterprise Edition
Windows 2003 Datacenter Edition
Windows XP vereint die beiden Linien von Windows 9x und NT/2000. Deswegen sind die guten Verkaufszahlen nicht verwunderlich, da es keine hauseigene Konkurrenz mehr gibt: Im ersten Jahr soll sich XP 67 Millionen Mal verkauft haben. Einige Berichte sagen sogar dass inzwischen von XP mehr Kopien verkauft wurden, als von allen anderen Windows-Versionen zuvor. Leider fehlen dazu konkrete Zahlen. Inzwischen ist für dieses stabile Multimedia Windows auch schon das dritte und damit letzte Servicepack erschienen. Siehe Seite 2. Die Beta hieß übrigens Whistler.
Insgesamt wurde Windows XP zum Start in 24 Sprachversionen ausgeliefert, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch und Koreanisch.

Obwohl es produktmarketingtechnisch sich um eine Verschmelzung von 9x und NT handelte, wird konsequent der DOS Ballast von der Windows 9.x Linie abgeworfen.
Schon beim Setup erkennt man klar den Stil von der NT Reihe. Das Setup ist dabei relativ unproblematisch, man hat nicht viele Eingriffsmöglichkeiten und man kann es daher einfach laufen lassen.

Der Bootbildschirm von XP - oben der von XP Professional, unten der von der Home Edition -DOS ist schon lange nicht mehr. Ab Service Pack 2 gibt es beim Booten keinen Unterschied mehr.
Die neue Oberfläche "Luna" unterscheidet sich standardmäßig stark von denen der alten Windows Versionen. Hauptunterschiede sind vor allem das Startmenü und das Oberflächendesign.
In das Startmenü wurden alle Schaltflächen vom Desktop bis auf den Papierkorb integriert, alle nicht Systembestandteile landen in einen Untermenü des Startmenüs, namens "Alle Programme", nur das zu letzt gestartete Programm kann man direkt aufrufen. All dies ist zum Glück optional und man kann das Startmenü auch auf "klassisch" umstellen. Die Oberfläche von XP ist überall abgerundeter und bunter als bei den alten Versionen, neben Blau stehen einem noch Olivgrün und Silber als Farben zur Verfügung. Dies lässt sich auch abschalten, man erhält eine Windows 2000 ähnliche Oberfläche. Allerdings verliert sich dann der Wiedererkennungswert.


Die neue Oberfläche im Detail:
Die Taskleiste bekommt eine Gruppierung, d.h. Programme gleicher Art werden der Übersicht halber zu einer Gruppe zusammengefasst, bei vielen Instanzen ist es nun einfacher möglich ein bestimmtes Fenster zu finden. Dabei aktiviert es sich erst wenn kein Platz in der Taskleiste ist.
bisher:

XP Gruppierung:

Auch in der Systray, dem Bereich neben der Uhr, zieht Ordnung ein, bisher wurden alle Programme einfach angezeigt, bei XP werden nur die am häufig benutzten angezeigt, bzw. die nach Vorlieben ausgesuchten. Durch einen Klick auf den Pfeil hat man aber jederzeit Zugriff auf alle.
Bei der Systray gibt es 3 Möglichkeiten der Anzeige:
1) nur aktive
2) alle
3) klassisch unsortiert
![]()
Auch beim Systemstart wurde die Benutzerfreundlichkeit verbessert, statt wie in der NT-Linie üblich sich mit der Tastenkombination [STRG]+[ALT]+[ENF] durch Eingabe seines Namens und gegebenenfalls des Passworts einzuloggen, reicht jetzt die Auswahl des Benutzers und die evtl. Eingabe des Passwortes.

Auch die Suche wurde wie viele Windowsbestandteile mit Assistenten aufgewertet.




Unter der neuen Oberfläche "Luna" wurden neue Funktionen integriert, wie zum Beispiel:
- Eine Firewall, die unbefugten Zugriff aus dem Internet verhindern soll (Betonung soll)
- CD Brenner Unterstützung aus dem Explorer heraus (Aber kein CD-Kopieren!!)
- Den XP exklusiven Media Player 8
- Internet Explorer 6
- Backup Funktionen
- Eine Schnelle Benutzerumschaltung, d.h. es kann einfach zwischen Benutzerkonten gewechselt werden, ohne dass man seine Programme beenden muss.
- Verbesserte Systemwiederherstellung
- Remote Zugriff (Fernsteuerung)
Letzteres ist eine sehr praktische Funktion, mit ihr kann man von einen XP PC (oder mit MS Tool von einen Win 9x/NT System) auf einen anderen XP PC zugreifen und ihn steuern. So ist es zum Beispiel möglich den PC eines Freundes von zu Hause aus zu konfigurieren. Einzige Bedingung ist neben der Aktivierung der Remotefunktion, dass der Ziel-Account den Status eines Administrators mit Kennwortschutz besitzt.


![]() |
Die neue schnelle Benutzerumschaltung erlaubt es
zwischen mehreren Benutzer umherzuschalten ohne seine Programme beenden zu
müssen. Ein echter Vorteil gegenüber NT/2000, wenn man einen PC "nur mal kurz ran muss". Die Programme werden dabei einfach angehalten, d.h. wenn sie diesen Modus unterstützen (Winamp 2.xx z.B. tut dies nicht), und sparen Ressourcen. |
![]() |

Der neue Media Player 8 bietet neben neuen Oberflächen wenig neues gegenüber dem Media Player 7, nur das alles noch ein wenig internetlastiger ist. Er unterstützt theoretisch DVD-Wiedergabe, aber leider benötigt man dazu einen vorinstallierten DVD Codec, den findet man entweder im XP Plus! Pack, oder bei einen Software DVD Player den man von Fremdherstellern erwerben kann.

Der neue Explorer: BMPs werden als Vorschau gezeigt, auch wenn sie in Unterordner liegen, von Filmen wird das erste Bild gezeigt, Zips sind komprimierte Ordner und der Ordner wird manchmal einen Thema zugeordnet, hier Filme, und ein Hintergrundbild erscheint. Natürlich kann auch dies abgeschaltet werden.

Der Explorer bietet einige Komfortfunktionen, wie das Brennen von CDs oder Bilderdienste von Online-Fotolaboren.

Die Brennfunktion ist einfach gehalten und ist nur für das schnelle Brennen von Dateien auf CDs, Kopieren und ähnliches geht nicht.

![]() |
Wie alle NT Versionen unterstützt XP auch mehrere Prozessoren, in der Workstation Version 2, in der Datacenter Edition vom Server bis zu 32. XP unterstützt dabei erstmals "virtuelle" Prozessoren von Intels Pentium 4 Prozessoren mit Hyper-Threading. Hierbei wird dem System ein zweiter Prozessor vorgegaukelt, der brachliegende Rechenkapazität für parallele Aufgaben nutzen soll. |
Leider ist XP sehr hardwarehungrig, ein 500 MHz PC mit viel Festplatten- und Arbeitsspeicher sollte es schon sein, es läuft aber auch auf kleineren Maschinen mit mind. 96 MB Arbeitsspeicher Ein weiterer Kritikpunkt ist das XP sehr viel Daten an Microsoft schicken will, etliche Systemkomponenten sind immens kommunikativ. Um diese Unart einzudämmen empfiehlt sich die Freeware XP-Antispy.
XP gibt es in zwei grundlegenden Versionen: XP Home und XP Professional. Die Unterschiede sind folgende:
| Home | Prof | |
| Backup /Recovery Funktion | +/- | + |
| Benutzerverwaltung | +/- | + |
| Dynamische Datenträger | - | + |
| Domain Mitgliedschaft | - | + |
| Desktop Roaming | - | + |
| Fax | + / - | + |
| NTFS Verschlüsselung | + / - | + |
| Netware Protokoll | - | + |
| Multiprozessor Support | - | + |
| Multi Monitor | - | + |
| Offline Dateien | - | + |
| Policies | - | + |
| Terminal Server Client | - | + |
| Remotezugriff | - | + |
| Update von Win 3.1x, NT 3.1, NT 3.5 oder alle Server | - | - |
| Update von Win 98 (SE) oder ME | + | + |
| Update von NT 3.51, NT 4.0, Win 95, Win 2000 oder XP Home | - | + |
ROT = keine Unterstützung; GELB = Eingeschränkt; GRÜN = Unterstützung
![]() |
Die Systemeigenschaften einer XP Home Edition - Oberflächlich unterscheiden sich Professional und Home Edition kaum. |
Windows XP gibt es zudem noch in 3 grundlegenden Verkaufsversionen, von denen 2 eine Produktaktivierung erfordern. Eine Produktaktivierung wird bei Neuinstallation und bei größerem Hardwarewechsel nötig. Das heißt man muss innerhalb einer "Kulanzzeit" von 30 Tagen bei Microsoft per Internet oder telefonisch aktivieren. Dabei müssen bei der telefonischen Aktivierung alle 54 Ziffern der Installationskennung übertragen werden, sind diese korrekt, erhält man eine Bestätigungskennung aus 42 Ziffern zurück.

Der ganze Vorgang dauert aber nur 5 Minuten, da es sich um ein automatisiertes Verfahren handelt. Nur bei Problemen muss man in die Warteschlange zu einem Servicemitarbeiter. Falls die Aktivierung nicht erfolgt, versagt XP den normalen Dienst. Man kann sich nicht mehr einloggen und kommt nur noch in die Aktivierung.


Die Verkaufsversionen sind:
- (vorinstallierte) OEM Version (hier hat der Hersteller des PCs die erste Aktivierung erledigt)
Einige OEM Versionen sind auch mit dem BIOS verdongled, hier entfällt die Aktivierung
ebenfalls.
- Systembuilder OEM Version: unangepasste OEM Version für kleine PC Händler, Aktivierung
erforderlich.
- normale Handelsversion (Update/Vollversion: bei der Installation oder innerhalb 30 Tage muss der
Anwender sich aktivieren)
- Volumenlizenz (Hier entfällt die Aktivierung, Volumenlizenzen gibt es ab 5 Arbeitsplätzen)
Übrigens waren laut verifox.de vor erscheinen des Servicepacks 1 an die 90 Prozent aller illegal kopierten Windows XP-Versionen mit zwei Codes freigeschaltet, die vor der Veröffentlichung des Betriebssystems ins Internet gelangten.


Bei DOS Programmen ist die Wahrscheinlichkeit dass sie laufen größer als bei Windows 2000, aber die Soundunterstützung ist Glücksache, das ergab mein Test mit Hocus Pocus auf einen neueren XP Rechner. Die Musik klang irgendwie auf dem Soundblaster Live schlechter als in echter DOS Umgebung auf einen 386er und Soundblaster 2.0.

Windows XP legt Wert auf geeignete Treiber, es verlangt nach Treibern die den Windows-Logo-Test bestanden haben. Ist dies nicht der Fall wird davor gewarnt diese zu installieren, tut man es doch wird ein Wiederherstellungspunkt erstellt, so dass man ihn Problemlos wieder auf den alten Stand zurückkehren kann. Daher sollte man die Warnung ignorieren, da es sowieso kaum Treiber mit diesen Testzertifikat gibt, da die Hardwarehersteller dazu keine Lust haben, verständlich da manche Grafikkartentreiber wöchentlich neu erscheinen. Reißen allen Stricke kann man noch in den Abgesicherten Modus gelangen und alles deinstallieren was Ärger macht.

