Windows XP Windows XP

Windows XP setzte 2001 das von Microsoft langfristig geplante Ziel um die beiden parallelen Windowswelten der Konsumenten mit Windows 9x auf DOS Basis und die der professionellen Firmenkunden auf NT Basis zu vereinigen. Technologisch wird das ganze auf der NT Linie fortgesetzt, allerdings finden sich viele Komfortfunktionen der Konsumentenversionen wieder. Anfangs war es allerdings noch nicht abzusehen wie groß der Erfolg sein wird, Windows XP wirkt zunächst auf die Firmenkunden zu bunt, Privatleute schrecken vor der Aktivierung und der Treiberbarriere für ältere Hardware zurück. Dank der Marktmacht von Microsoft sind im ersten Jahr schnell 67 Millionen Lizenzen verkauft.

Rückblickend konnte man den Erfolg aber nicht sehen, am Ende wird XP mehr Lizenzen verkauft haben, als alle Windows Versionen zuvor, es soll für gut eine Dekade das beherrschende System auf dem Markt der Betriebssysteme werden. Es wird am Ende seiner geplanten Laufzeit so populär, das Microsoft gezwungen ist den Support um Jahre zu verlängern. Nach heutigen Plänen im Jahr 2011 wird der letzte Support erst 2015 eingestellt werden und damit hat nach aktuellen Plan XP Home eine längere Unterstützung als die Home Versionen des Nachfolgers Vista (2012). Zu verdanken ist es den Netbook Boom am Ende des ersten Jahrzehnts am Jahrtausendanfang.

Windows XP wurde ursprünglich als übersichtliches System mit nur zwei Editionen geplant: Home und Professional. Am Ende wird es Spezialversionen für Tablet PCs, Media Center Editionen, Starter Editionen für Schwellenländer geben. Darüber hinaus zwingen rechtliche Probleme Microsoft spezielle Versionen mit eingeschränkten Zubehör für Europa und Korea anzubieten. Auch für die technische Fortentwicklung gab es zwei 64-Bit Versionen, eine für den Itanium, eine für den von AMD eingeführten x64 Prozessor auf x86 Basis - beiden ist allerdings kein großer Erfolg gelungen. Am Ende gab es sogar noch für Großkunden eine Terminallösung.

Die Haupteditionen im Überblick:

Windows XP

  • Windows XP Professional, Version für Firmen und Profianwender. Auch als Einzelhandelsversion erhältlich.
    • zusätzlich Volumenlizenzversionen ohne Aktivierung.
    • zusätzlich OEM Versionen für Itanium.
    • zusätzlich OEM Version für x64-Prozessoren.
  • Windows XP Tablet, mit entsprechender Hardware gebündelte und erweiterte Professional Version.
  • Windows XP Home, für Privatanwender gedachte Version, auch im Einzelhandel erhältlich.
  • Windows XP Media Center Edition, für Privatanwender gedachte Version, welche zusätzliche Medienoberfläche enthält.
  • Windows XP Starter, stark beschränkte Version in Schwellenländern mit PCs vertrieben.

Die Unterschiede der Editionen sind im Detail folgende:

XP Home XP Professional XP MCE XP Tablet XP Starter
Backup /Recovery Funktion eingeschränkt + + + -
Benutzerverwaltung eingeschränkt + + + -
Dynamische Datenträger - + + + -
Domain Mitgliedschaft - + eingeschränkt + -
Desktop Roaming - + + + -
Fax eingeschränkt + + + -
NTFS Verschlüsselung eingeschränkt + + + -
Netware Protokoll - + + + -
Multiprozessor Support - + + + -
Offline Dateien - + + + -
Policies - + + + -
Terminal Server Client - + + + -
Remotezugriff - + + + -
Tablet Unterstützung - - - + -
Media Center Unterstützung - - + - -
Beschränkung gleichzeitig laufender Programme - - - - +
Update von Win 3.1x, NT 3.1, NT 3.5 oder alle Server - - - - -
Update von Win 98 (SE) oder ME + + - - -
Update von NT 3.51, NT 4.0, Win 95, Win 2000 oder XP Home - + - - -
OEM Version erhältlich + + + + +
Vollversion/Retail erhältlich + + - - -

Windows XP Home / Professional

Windows XP vereint die beiden Linien von Windows 9x (Konsumentenbetriebssystem) und NT/2000 (Firmen/Profibetriebssystem). Deswegen sind die guten Verkaufszahlen nicht verwunderlich, da es keine hauseigene Konkurrenz mehr gibt: Im ersten Jahr soll sich XP 67 Millionen Mal verkauft haben. Einige Berichte sagen sogar, dass inzwischen von XP mehr Kopien verkauft wurden, als von allen anderen Windows-Versionen zuvor. Leider fehlen dazu konkrete Zahlen. Inzwischen ist für dieses stabile Multimedia Windows auch schon das dritte und damit letzte Servicepack erschienen. Die Beta hieß übrigens Whistler.

Insgesamt wurde Windows XP zum Start in 24 Sprachversionen ausgeliefert, darunter Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch und Koreanisch.

Windows XP
XP Professional in der Produktion

Obwohl es produktmarketingtechnisch sich um eine Verschmelzung von 9x und NT handelte, wird konsequent der DOS Ballast von der Windows 9.x Linie abgeworfen.

Schon beim Setup erkennt man klar den Stil von der NT Reihe. Das Setup ist dabei relativ unproblematisch, man hat nicht viele Eingriffsmöglichkeiten und man kann es daher einfach laufen lassen.

Windows XP
Das Setup ist im klassischen NT Stil gehalten, erst bei der Hardwareerkennung wird eine Grafische Oberfläche gestartet.

Der Bootbildschirm von XP - oben der von XP Professional, unten der von der Home Edition -DOS ist schon lange nicht mehr. Ab Service Pack 2 gibt es beim Booten keinen Unterschied mehr.

Windows XP
Bootbildschirm von XP Professional (bis SP1)
Windows XP
Windows XP
Bootbildschirm von XP Home (bis SP1)

Die neue Oberfläche "Luna" unterscheidet sich standardmäßig stark von denen der alten Windows Versionen. Hauptunterschiede sind vor allem das Startmenü und das Oberflächendesign.

In das Startmenü wurden alle Schaltflächen vom Desktop bis auf den Papierkorb integriert, alle nicht Systembestandteile landen in einen Untermenü des Startmenüs, namens "Alle Programme", nur das zu Letzt gestartete Programm kann man direkt aufrufen. All dies ist zum Glück optional und man kann das Startmenü auch auf "klassisch" umstellen. Die Oberfläche von XP ist überall abgerundeter und bunter als bei den alten Versionen, neben Blau stehen einem noch Olivgrün und Silber als Farben zur Verfügung. Dies lässt sich auch abschalten, man erhält eine Windows 2000 ähnliche Oberfläche. Allerdings verliert sich dann der Wiedererkennungswert.

Windows XP
Der Desktop ist nach der Installation verdammt leer, nur der Papierkorb wartet auf seinen Einsatz
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Das erste Windows das endlich mal die Prozessorgeschwindigkeit preisgibt! 

Die neue Oberfläche im Detail:

Die Taskleiste bekommt eine Gruppierung, d.h. Programme gleicher Art werden der Übersicht halber zu einer Gruppe zusammengefasst, bei vielen Instanzen ist es nun einfacher möglich ein bestimmtes Fenster zu finden. Dabei aktiviert es sich erst wenn kein Platz in der Taskleiste ist.

bisher:
Windows XP

XP Gruppierung:
Windows XP

Auch in der Systray, dem Bereich neben der Uhr, zieht Ordnung ein, bisher wurden alle Programme einfach angezeigt, bei XP werden nur die am häufigsten benutzten angezeigt, bzw. die nach Vorlieben ausgesuchten. Durch einen Klick auf den Pfeil hat man aber jederzeit Zugriff auf alle.

Bei der Systray gibt es 3 Möglichkeiten der Anzeige:
1) nur aktive                2) alle                                      3) klassisch unsortiert
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Auch beim Systemstart wurde die Benutzerfreundlichkeit verbessert, statt wie in der NT-Linie üblich sich mit der Tastenkombination [STRG]+[ALT]+[ENF] durch Eingabe seines Namens und gegebenenfalls des Passworts einzuloggen, reicht jetzt die Auswahl des Benutzers und die evtl. Eingabe des Passwortes.

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Der Einloggbildschirm; man muss nicht mehr wie bei NT eine Tastenkombination auswählen sondern
kann sich seinen Benutzer einfach mit der Maus auswählen.

Auch die Suche wurde wie viele Windowsbestandteile mit Assistenten aufgewertet.

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Neue Suchfunktion mit Assistenten (Es sind weitere verfügbar unter anderen ein Zauberer)
Windows XP
Die Systemsteuerung hat wie alles auch ein neues Design bekommen, ist aber im Grund dieselbe wie in
Windows 9x/2000 ein Klick auf "Zur klassischen Ansicht wechseln" offenbart es deutlich.
Windows XP
XP im "Klassik-Modus", so wirkt XP sehr langweilig...
Windows XP
Auch die Hilfe wurde deutlich erneuert

Unter der neuen Oberfläche "Luna" wurden neue Funktionen integriert, wie zum Beispiel:

- Eine Firewall, die unbefugten Zugriff aus dem Internet verhindern soll (Betonung soll)
- CD Brenner Unterstützung aus dem Explorer heraus (Aber kein CD-Kopieren!!)
- Den XP exklusiven Media Player 8
- Internet Explorer 6
- Backup Funktionen
- Eine schnelle Benutzerumschaltung, d.h. es kann einfach zwischen Benutzerkonten gewechselt werden, ohne dass man seine Programme beenden muss.
- Verbesserte Systemwiederherstellung
- Remote Zugriff (Fernsteuerung)

Letzteres ist eine sehr praktische Funktion, mit ihr kann man von einen XP PC (oder mit MS Tool von einen Win 9x/NT System) auf einen anderen XP PC zugreifen und ihn steuern. So ist es zum Beispiel möglich den PC eines Freundes von zu Hause aus zu konfigurieren. Einzige Bedingung ist neben der Aktivierung der Remotefunktion, dass der Ziel-Account den Status eines Administrators mit Kennwortschutz besitzt.

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Die Anmeldung an ein Windows XP Rechner über den Remote Zugriff
Windows XP
Windows in-a-box, durch das MS Tool kann man sich auch unter Win 2000 an einen XP Rechner anmelden und ihn kontrollieren.
Interessant ist das sich die Bezeichnung Windows XP Professional in Windows Terminal Server ändert.
Windows XP Die neue schnelle Benutzerumschaltung erlaubt es zwischen mehreren Benutzer umherzu schalten ohne seine Programme beenden zu müssen.

Ein echter Vorteil gegenüber NT/2000, wenn man einen PC "nur mal kurz ran muss".

Die Programme werden dabei einfach angehalten, d.h. wenn sie diesen Modus unterstützen (Winamp 2.xx z.B. tut dies nicht), und sparen Ressourcen.

Windows XP
  Windows XP
Ein weiteres gutes Werkzeug ist die Systemwiederherstellung, die schon in Windows Me enthalten war, damit kann man das System auf einen alten Stand,
z.B. vor eine missglückte Installation zurücksetzen

Der neue Media Player 8 bietet neben neuen Oberflächen wenig neues gegenüber dem Media Player 7, nur das alles noch ein wenig internetlastiger ist. Er unterstützt theoretisch DVD-Wiedergabe, aber leider benötigt man dazu einen vorinstallierten DVD Codec, den findet man entweder im XP Plus! Pack, oder bei einen Software DVD Player den man von Fremdherstellern erwerben kann.

Windows XP
Der neue Media Player 8, wer ihn nicht mag kann über START > Ausführen > mplayer2 auch den 6.4 starten

Der neue Explorer: Bilddateien werden als Vorschau gezeigt, auch wenn sie in Unterordner liegen, von Filmen wird das erste Bild gezeigt, Zips sind komprimierte Ordner und der Ordner wird manchmal einem Thema zugeordnet, hier Filme, und ein Hintergrundbild erscheint. Natürlich kann auch dies abgeschaltet werden.

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Der Explorer

Der Explorer bietet einige Komfortfunktionen, wie das Brennen von CDs oder Bilderdienste von Online-Fotolaboren.

Windows XP
Über kleine PlugIns kann man seine Digitalfotos direkt zu Online-Fotolaboratorien schicken

Die Brennfunktion ist einfach gehalten und ist nur für das schnelle Brennen von Dateien auf CDs, Kopieren und ähnliches geht nicht.

Windows XP
Die XP Brennfunktion: Erst sammelt man die Dateien in der Systray, dann geht es auf CD.

Wie alle NT Versionen unterstützt XP auch mehrere Prozessoren, in der Workstation Version 2, in der Datacenter Edition vom Server bis zu 32. XP unterstützt dabei erstmals "virtuelle" Prozessoren von Intels Pentium 4 Prozessoren  mit Hyper-Threading. Hierbei wird dem System ein zweiter Prozessor vorgegaukelt, der brachliegende Rechenkapazität für parallele Aufgaben nutzen soll.

Windows XP
Ein System mit Hyperthreading.

Leider ist XP sehr hardwarehungrig, ein 500 MHz PC mit viel Festplatten- und Arbeitsspeicher sollte es schon sein, es läuft aber auch auf kleineren Maschinen mit mind. 96 MB Arbeitsspeicher Ein weiterer Kritikpunkt ist das XP sehr viel Daten an Microsoft schicken will, etliche Systemkomponenten sind relativ kommunikativ. Jahre später ergab die Analyse der Daten, aber keine wirkliche Datenschutzproblematik.

Windows XP gibt es zudem noch in vier grundlegenden Verkaufsversionen, von denen zwei eine Produktaktivierung immer erfordern.

Die Verkaufsversionen sind:

- (vorinstallierte) OEM Version (hier hat der Hersteller des PCs die erste Aktivierung erledigt)
Einige OEM Versionen sind auch mit dem BIOS verdongled, hier entfällt die Aktivierung
ebenfalls.
- Systembuilder OEM Version: unangepasste OEM Version für kleine PC Händler, Aktivierung
erforderlich.
- normale Handelsversion (Update/Vollversion: bei der Installation oder innerhalb 30 Tage muss der 
Anwender diese aktivieren)
- Volumenlizenz (Hier entfällt die Aktivierung, Volumenlizenzen gibt es ab 5 Arbeitsplätzen)

Eine Produktaktivierung wird bei Neuinstallation und bei größerem Hardwarewechsel nötig. Das heißt man muss innerhalb einer "Kulanzzeit" von 30 Tagen bei Microsoft per Internet oder telefonisch aktivieren. Dabei müssen bei der telefonischen Aktivierung alle 54 Ziffern der Installationskennung übertragen werden, sind diese korrekt, erhält man eine Bestätigungskennung aus 42 Ziffern zurück.

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XPs Produkt Aktivierung

Der ganze Vorgang dauert aber nur 5 Minuten, da es sich um ein automatisiertes Verfahren handelt. Nur bei Problemen muss man in die Warteschlange zu einem Servicemitarbeiter. Falls die Aktivierung nicht erfolgt, versagt XP den normalen Dienst. Man kann sich nicht mehr einloggen und kommt nur noch in die Aktivierung. Windows XP
XP versagt den regulären Dienst, wenn es nicht aktiviert wurde, oder...
Windows XP
...wenn sich die Hardware erheblich geändert hat.

Übrigens waren laut verifox.de vor Erscheinen des Servicepacks 1 an die 90 Prozent aller illegal kopierten Windows XP-Versionen mit zwei Codes freigeschaltet, die vor der Veröffentlichung des Betriebssystems ins Internet gelangten.

Windows XP
486er müssen draußen bleiben, aber jeder Pentium funktioniert
Windows XP
XP auf einem Pentium 75, es läuft aber zäh, die alte Grafikkarte wird erst gar nicht erkannt und XP läuft in 256 Farben bei 640x480.
Eine Auflösung die normal nicht gewählt werden kann.

Bei DOS Programmen ist die Wahrscheinlichkeit dass sie laufen größer als bei Windows 2000, aber die Soundunterstützung ist Glücksache, das ergab mein Test mit Hocus Pocus auf einen neueren XP Rechner. Die Musik klang irgendwie auf dem Soundblaster Live schlechter als in echter DOS Umgebung auf einem 386er und Soundblaster 2.0.

Windows XP
DOS ist wie in allen NT Versionen nur noch als Emulation verfügbar

Windows XP legt Wert auf geeignete Treiber, es verlangt nach Treibern die den Windows-Logo-Test bestanden haben. Ist dies nicht der Fall wird davor gewarnt diese zu installieren, tut man es doch wird ein Wiederherstellungspunkt erstellt, so dass man ihn Problemlos wieder auf den alten Stand zurückkehren kann. Daher sollte man die Warnung ignorieren, da es sowieso kaum Treiber mit diesen Testzertifikat gibt, da die Hardwarehersteller dazu keine Lust haben, verständlich da manche Grafikkartentreiber wöchentlich neu erscheinen. Reißen alle Stricke kann man noch in den Abgesicherten Modus gelangen und alles deinstallieren was Ärger macht.

Windows XP
Windows empfiehlt nur getestete Treiber, die es aber nicht immer gibt.
Windows XP
Der Windows XP Abgesicherte Modus: Windows lädt nur ein paar Standart-Treiber und kann zum Beispiel bei fehlerhaften Treibern repariert werden.

Updates für XP:

Das Servicepack 1 korrigiert 400 bekannte Fehler von Windows XP, darunter den 60 Hertz Bug bei Spielen und erlaubt jetzt eigene Programme als Standardanwendungen zu benutzen, dazu wurde im Softwaremenü der Systemsteuerung und im Startmenü das Programm "Programmzugriff und -standards festlegen" eingeführt.

Windows XP
Neue Schaltfläche im Softwaremenü: "Programmzugriff und -standards festlegen"

Das Servicepack 2 ist das wohl umfangreichste Update für ein Betriebssystem aller Zeiten, es korrigiert noch mal 810 Fehler! (Liste von Microsoft (engl.)) Die Netzwerkversion des Patches ist mit 270 MB fast genau so groß, wie der gesamte Installationsordner von Windows 2000! Neben zahlreichen Bugfixes, insbesondere Sicherheitsupdates, wurden auch etliche Sicherheitsfeatures hervorgehoben, verbessert und hinzugefügt. Damit diese Einstellungsmöglichkeiten nicht einfach ignoriert werden gibt es bereits beim ersten Boot ein Auswahlmenü zum Aktivieren.

Windows XP
Der erste Start nach der Installation

Zentrale der Sicherheit ist das neue Sicherheitscenter. Es informiert über Firewall, Automatisches Update und Virenschutz. Der Virenschutz ist dabei das einzige Feature, das nicht von Windows selber erledigt werden kann. Man muss ihn schon selber von einem beliebigen Hersteller kaufen.

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Das Sicherheitscenter, Schaltzentrale gegen Viren und Trojaner

Die Windows Firewall ist jetzt nach der Installation von SP2 standardmäßig aktiviert. Sie wurde auch deutlich erweitert, sie kann aber durch eine Fremdherstellerfirewall ergänzt oder ersetzt werden.

Windows XP
Die Firewall schützt auch während des Bootvorgangs, wenn man sie sehr scharf stellt

Der Internetexplorer und Outlook Express haben die meisten Updates erhalten, daneben auch neue Funktionen wie den Anlagenmanager und...

Windows XP
Internet Explorer: Warnungen werden deutlicher

... eine unscheinbare "Killerapplikation": Ein Popupblocker. Dies wird die Werbeindustrie im Internet umwirbeln, wahrscheinlich wird es auch zu noch nerviger Werbung führen.

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Der Popupblocker

Das Servicepack 2 ist auf jeden Fall eine Installation wert. Es gibt darüber hinaus für  Windows XP Media Center Edition 2004 und die Windows XP Tablet PC Edition 2005 zusätzliche Funktionen, es werden aber auch neue Hardwaregenerationen unterstützt: Bluetooth 2.0, Firewire 2 und eine Antivirenfunktion der neuen AMD 64 Prozessoren. Übrigens wurde der Bootscreen neutralisiert, dort gibt es keine Unterscheidung mehr zwischen Professional und Home.

Windows XP
Der neue Bootscreen von XP mit installierten SP2: Kein Unterschied mehr zwischen Home und Professional

Das Servicepack 3 kommt ohne großartige Neuerungen, neben einer erhöhten Netzwerksicherheit, bietet es darüber hinaus nun das Installieren von XP ohne Eingabe der Seriennummer beim Einrichten. Man hat also das Verhalten an das von Vista angepasst. Ansonsten ist es eine reine Patchsammlung, die auch nötig ist. Ein frisch installiertes XP SP2 mit Internet Explorer 7.0 (welcher nicht Teil des SP3 ist) bekommt über das Windows Update mindestens 80 Aktualisierungen angeboten. Mit Treibern und optionalen Updates und aufbauenden Updates sind das dann leicht über 100 (Stand: Ende April 2008).

Windows XP
Selbst mit DSL kein Vergnügen: Updatemarathon im Vor-Sp3 Zeitalter
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Mit Servicepack 3 CD-ROMs kann man bei der Installation die Keyeingabe überspringen/verschieben

Der Lieferumfang von Windows XP

Windows XP
Windows XP Home
Windows XP
Windows XP Home Update
Windows XP
Windows XP Home mit SP2
Windows XP
Windows XP Professional Update
Windows XP
Windows XP Professional Update mit SP1
Windows XP
Windows XP Professional Update mit SP2

Windows XP Packungsinhalte Bild 1/32
Bunt zur Fälschungssicherheit, die bootfähige XP CD (hier eine Windows XP Home CD), besitzt man einen Rechner bei den es nicht klappt von CD zu booten, dann muss man die Setup Boot Disketten aus dem Internet runterladen, da Microsoft diese nicht mehr mitliefert.

Während der Produktion gab es mehrere Generationen von XP CDs, die sich in Farbe und Sicherheitsmerkmalen unterschieden.

Fazit:

Windows XP ist  gegenüber Windows 2000, ordentlich optimiert (1/3 der Startzeit) und ist sogar zu DOS Spielen kompatibel. Die geänderte Oberfläche mag zwar Geschmackssache sein, ist aber abstellbar.

Inzwischen ist der Stern von XP aber wieder am sinken. Selbst die Netbooks, die noch einmal für einen großen Auftritt von XP gesorgt haben, werden inzwischen meist mit Windows 7 geliefert. Ab Oktober 2010 wird der Verkauf dann offiziell komplett eingestellt. Noch ist es zwar selten, dass Programme wie bei Windows 2000 nicht mehr für XP erscheinen, aber mittelfristig wird es so sein. So wurde schon angekündigt, dass der Internet Explorer 9.0 nicht mehr für XP erscheint, begründet durch fehlende DirectX Komponenten. Daran werden wohl in nächster Zeit auch ein paar Spiele scheitern.

Auch wenn die Nachfolger - Vista und 7, seit einiger Zeit erhältlich ist, bleibt wohl Windows XP noch eine feste Größe im Betriebssystemmarkt. Und das zu Recht, kein Betriebssystem von Microsoft hat eine so lange Erfolgsphase gehabt, XP erfand sich dabei öfters neu, ein XP ohne Servicepack ist nicht vergleichbar mit der letzten SP3 Variante.

Systemvorrausetzungen Minimal Sinnvoll
Prozessor Pentium II 300 MHz x86 1+ GHz
Arbeitsspeicher 128 MB 512 MB
Festplatte 1,5 GB 10 GB
Laufwerk CD-ROM DVD-ROM