
Die NT 4.0 Generation war der große Durchbruch der NT Linie im Unternehmensbereich. Am auffälligsten ist die optische Anpassung an Windows 95. Windows NT 4.0 ist aber sehr viel stabiler und für größere Netzwerke ausgelegt. Wie alle NT Versionen besitzt es auch eine zentrale Benutzer-und Computerverwaltung in der Domäne. Auch heute findet man vereinzelt Installationen dieses Betriebssystems, dass sich sehr lange am Markt halten konnte und das auch am meisten Zuwendung in Form von Servicepacks erhielt: 6 Stück.
Die Neuerungen von NT 4.0 in der Übersicht:
Das Setup beginnt zunächst im bekannten Textmodus, im Verlaufe der Installation wechselt es aber dann doch in den Fenstermodus. Besonders ausführlich wird dabei das Netzwerk abgefragt und konfiguriert.

NT 4.0 kann auch wie die Vorgängerversionen mehrere Microsoft Betriebssysteme verwalten, da es einen eigenen Bootmanager besitzt.

Beim Starten werden NT üblich die Versionsnummer, Servicepacklevel, Anzahl der Systemprozessoren und die Menge des Speichers angegeben.

Der eigentliche Bootvorgang ist sehr spartanisch gestaltet, es
gibt nur einige Systeminfos.
Wie bei allen NT 4.0 Vorgängern üblich gibt es mehrere Benutzer, die an einem Computer oder in einem Netzwerk verwaltet werden können. Daher ist bei jedem Start eine Anmeldung notwendig.

Zum Anmelden muss wie bei NT bisher auch üblich die Anmeldung mit STRG+ALT+ENTF aktiviert werden.

Der eigentliche Anmeldedialog, man kann hier den Rechner auch ohne Passwort
Herunterfahren.
Auf den ersten Blick sieht NT 4.0 Windows 95 zum Verwechseln ähnlich, es steckt aber hinter der Fassade deutlich mehr. Deshalb braucht NT 4.0 einiges an Einarbeitungszeit, da es überall etwas komplexer und komplizierter ist, zumindest für Administratoren und Systemverwalter.

NT unterstützt seit der ersten Version mehrere CPUs, auf dem folgenden Bild entpackt es eine Archivdatei während die andere für Systemdienste noch zur Verfügung steht. Viele Programme können auch mehrere Rechenkerne ausnutzen.

Beispielsweise gibt es keinen Gerätemanager, wie bei Win 9x, sondern die Geräte werden über nur über die entsprechenden Systemsteuerungsverknüpfungen installiert und getreibert. Die Treiber werden im Geräte Menü gestartet:

Die Dateiverwaltung ist aber mit Windows 95 nahezu identisch, wenn man von erweiterten Freigabeoptionen auf Dateiebene durch NTFS (ein optionales Dateisystem) absieht. Denn es können nicht nur Zugriffe für die Dateien im Netzwerk gesteuert werden, sondern auch für lokale Benutzer durch Datei-/Verzeichnisberechtigungen.

Mit installiertem Internet Explorer 4 sieht der Explorer aus wie der von Win 95C/ Win 98. Die Installation erfolgt dabei wie bei jedem anderen Programm.

Nach der Installation hat der Explorer eine höhere Benutzerfreundlichkeit durch Symbolleiste und Adressfeld.

Der Windows Explorer von NT 4.0 mit installierten IE 4.0, die vielen DOS Dateien kommen
durch ein Multibootsystem
In NT 4.0 ist das Wichtigste vom Microsoft Plus! 95 Paket installiert, dadurch kommt man in den optionalen Genuss von Schriftenglättung, schöneren Desktopsymbole und ein paar Kleinigkeiten mehr.

Dies ist auch der Grund dafür, dass ein "3D" Flipper bei NT 4.0 dabei ist, obwohl es eigentlich nicht als Spielesystem bekannt ist.

Der vorinstallierte Internet Explorer 2.0 ist im heutigen Web zu nichts mehr zu gebrauchen, selbst an einfachsten Seiten scheitert er.

Wenn man den Computer herunterfährt, erhält man folgende Meldung, NT schaltet nicht wie Windows 9x auf einen Abschaltbildschirm.
Das System kann abgeschaltet werden
Im Gegensatz zu Windows 95 verlangt NT 4.0, neben viel Speicher, auch noch unbedingt einen 486er Prozessor zum Laufen.Der 486er Prozessor besitzt ein 32 Bit Interface und 8 KB First Level Cache. Der Second Level Cache ist extern auf dem Mainboard. Die Taktrate geht von 16-133 MHz. Neben den normalen 486 DX gibt es noch einen 486 SX mit deaktiviertem Co-Prozessor.


Es läuft nicht nur auf IBM Kompatiblen Rechnern sondern auch auf PowerPC, MIPS-RISC und Alpha-RISC Systemen. Siehe dazu die Tabelle auf der NT 3.1 Seite.

Updates gab es als Hotfixes und als großes empfehlenswertes Servicepack, die letzte Version des Servicepacks ist die 6a. Dadurch wird NT 4.0 unter anderem 2000 und eurofähig. Leider ist DirectX im Servicepack integriert, so dass die Version 6 Endstation ist.
Des Weiteren unterstützt NT 4.0 von Hause aus weder moderne Schnittstellen, wie USB oder Firewire, noch kann es etwas mit den Dateisystem FAT32 anfangen.


NT 4.0 normale Version

NT 4.0 Update Version

NT 4.0 Version mit Internet Explorer 4.0

NT 4.0 Update Version mit Internet Explorer 4.0
Historisch gesehen ist NT 4.0 vermutlich der Durchbruch für professionelles Windows in Firmen. Mit dieser Version fand auch ein Wandel im Anspruch an den PC als Arbeitsmittel statt, war dieser zuvor häufig ein Dokumentenerzeugungswerkzeug, spielte jetzt die Kommunikation eine größere Rolle. So bekamen Mails einen höheren Stellenwert und das Internet entwickelte sich zusehends. Für den Administrator spielte auch die Zuverlässigkeit eine immer größere Rolle. Und hier konnte NT 4.0 als besonders stabiles Betriebssystem dienen.
Auch heute sind in der einen oder anderen Firma noch NT 4.0 Rechner beheimatet. Von Hause aus hat es aber aus heutiger Sicht einige Schwachpunkte, der Support ist schon lange eingestellt, es läuft kaum mehr auf neuer Hardware oder unterstützt Sie nicht, lässt sich nicht per Active Directory administrieren und hat auch einige Konfigurationsmacken. Aber wer noch einen Dual Pentium bestücken will, findet hier ein tolles Betriebssystem, das allerdings auch immer weniger aktuelle Software findet.
| Systemvorrausetzungen | Minimal | Minimal RISC | Sinnvoll |
| Prozessor | 486 DX 25 MHz | Alpha- MIPS Rx400- oder PowerPC CPU | Pentium 133 MHz |
| Arbeitsspeicher | 16 MB | 16 MB | 32+ MB |
| Festplatte | 110 MB | 110 MB | 500 MB |
| Laufwerk | CD-ROM o. Diskettenlaufwerk | CD-ROM | CD-ROM u. Diskettenlaufwerk |