Kurzinfos

Klasse Betriebssystem 32-Bit
Datenträger DVD-ROM
Preis OEM 130 €
Markteinführung 13. Oktober 2007
Ende Support 08. Januar 2013

Galerie WHS

Systemvorraussetzungen

  • CPU: 1 GHz Pentium 3 (oder gleichwertig)
  • RAM: 512 MB
  • Festplatten: 70 GB interne Festplatte (ATA, SATA oder SCSI) als primäre Festplatte und eine beliebige Anzahl zusätzlicher Festplatten mit beliebiger Kapazität
  • Netzwerkschnittstellenkarte: 100-Mbit/s-Ethernet-Netzwerkschnittstellenkarte
  • DVD-Laufwerk
  • Bildschirm

Windows Home Server

WHS Logo Die Idee hinter dem Windows Home Server ist einfach. Ein Rechner im privaten Haushalt soll alle Daten rund um Multimedia bereithalten. So speichert er unter anderem Fotos, Programme, Musik und ganze Filme. Zusätzlich soll er das Backup für die übrigen Rechner übernehmen und diese zur Not wieder herstellen können. Damit der Homeserver selbst kein Backup braucht, wird ein Spiegeln der Daten unterstützt. Dafür sind aber mindestens zwei Festplatten notwendig.

Offiziell unterstützt der Windows Home Server nur Windows Vista und Windows XP mit Servicepack 2.

Des Weiteren sollen die Daten nicht nur im lokalen Netzwerk verfügbar sein, sondern auch über das Internet.

Hinter dem Home Server steckt der altbekannte Small Business Server 2003, sein Aussehen und das Setup sind auf Vista getrimmt worden. Etliche Icons wurden getauscht.

Highlight ist eine Funktion namens "Drive Extender", erlaubt das erhöhen der Speicherkapazität durch einfaches zustecken einer Festplatte, Windows Home Server bindet die zu den existieren Platten als eine virutelle Festplatte zusammen. Dateien können dabei redundant auf mehrere Datenträger verteilt werden - individuelle Partionierung ist allerdings nicht möglich.

Wie gehabt ist die Windows Home Server Konsole immer noch der Dreh- und Angelpunkt. Sie steht entweder auf dem Server direkt, per Connector CD auf einem Netzwerkrechner oder per Browser weltweit zur Verfügung.

Wie kommt man jetzt im Netzwerk an seine Daten? Zum einen kann man das Media Streaming nutzen, dh. der Server fungiert als UPnP Gerät. In dem nächsten Bild ist das gut zu erkennen. Der Server der standardmäßig auch SERVER heißt ist 3x vorhanden. Die erste weiße Kiste startet die Webversion der Konsole, das zweite Symbol ist Medienstream für geeignete Programme und das dritte Symbol eine normale Netzwerkfreigabe.

Im Media Player kann man den Stream nutzen um in der Medienbibliothek auf die freigeschalteten Dateien zuzugreifen, wie man sieht werden diese nur zwischengespeichert und man spielt sie ähnlich wie bei einem Webradio ab.

Erweitert man die Rechte des Gästekontos kann aber auch jeder beliebige Rechner im Netzwerk mit jeder beliebigen Anwendung auf die Dateien zugreifen. Hier bleiben einem dann gegenüber der lokalen Speicherung nur noch die redundante Speicherung und die Rechnerunabhängigkeit als Vorteil.

Auf seinen Daten kann man zu dem weltweit zugreifen (wenn man den Server laufen lässt). Intern arbeitet ein ISS Server von Microsoft, der es erlaubt seine Dateien hoch- oder runterzuladen.

Die Software des Servers besteht aus drei Datenträgern. Dem Server selbst und der genannten Connector CD, sowie einer Recovery CD. Diese letzten beiden Datenträger sind nur dann notwendig wenn man ein Backup erstellen möchte, bzw. einen Rechner wiederherstellen muss. Es ist also nicht notwendig einen Client zu verändern, wenn man dieses Feature nicht nutzen will.

Der Windows Home Server macht eine wirklich gute Figur, selbst auf meinem Athlon 1000 Rechner mit 512 MB läuft er recht angenehm. Die Funktionen sind durchdacht und nicht zu stark gekapselt, sprich wer seine eigenen Programme liebt, kann sie behalten, man muss nicht den Mediaplayer nutzen, Winamp tut es auch.

Eine Retail Version gab es nicht, dafür eine Systembuilderversion geben. Sprich OEM ohne Hardware, aber evtl. könnten gerade spezielle Home Server (als Gerät) mit diesem OS viel interessanter sein, als der Betrieb  auf einem älteren Server/PC.

Der Grund ist schlicht der Stromverbrauch, der die Sache schnell teuer werden lässt. Zudem sind Desktopkomponenten, wie einfache Festplatten, nicht für einen Dauerbetrieb ausgelegt. Systeme soll es ab 450 € geben.

Für mich wird sich die Sache wohl nicht lohnen. Zwar lebe ich in einen Haushalt mit bestimmt 10 Rechnern, aber nur 2 Usern. Da sind lokale MP3 Sammlungen (auf USB Festplatte) praktischer. Filmstreaming ist auch so eine Sache, die Filme sind eh alles DVDs und anschauen auf dem Sofa vorm Fernseher mit DVD Rekorder, welcher auch DivX abspielt, ist bequemer.

Ist also jede Menge Abwägung und persönliche Vorliebe dabei, aber der Home Server ermöglicht wirklich ohne großes Wissen eine interessante Plattform, wie sie weder Linux, noch eine Windows PC oder Server Version bietet.

Microsoft hat mit erscheinen des Windows Home Servers 2011 die Distribution der alten Version eingestellt.

Galerie Beta 2

Windows Home Server Beta 2

Der Windows Home Server wurde anlässlich der Cebit 2007 erstmals einer größeren Öffentlichkeit gezeigt. Diese Serverversion ist speziell für den Endanwender konzertiert. Der Server besteht dabei eigentlich aus zwei Teilen. Ein älterer PC übernimmt im ersten Teil dabei die Rolle als File Server für ein Netzwerk.

Der Server stellt dabei Medieninhalte per Freigabe oder Streaming bereit. Beispielhaft Musik, Videos oder Bilder. Sind mehrere Festplatten im System, werden diese Dateien auf Wunsch auf beiden Platten gespiegelt. Eine andere Aufgabe ist das Backup. Jeder Rechner im Netzwerk kann regelmäßig gesichert werden. Bei einem Festplattenversagen soll mit einer Boot-CD über das Netzwerk die Daten wiederhergestellt werden.

Der Andere Teil ist die Windows Home Server Konsole, die auf den PCs installiert wird. Ähnlich dem Remotedesktop dient sie zur Steuerung und Konfiguration. Ein Webinterface steht alternativ zur Verfügung.

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