Windows Home Server

Genaue Versionsnummern:  
Preis in Deutschland: Systembuilder: 130 €
32 Bit Betriebssystem Datenträger: DVD
erschienen in den USA: August/September 2007
Ende des Supports (Endkunden):  

Die Idee hinter dem Windows Home Server ist einfach. Ein Rechner im privaten Haushalt soll alle Daten rund um Multimedia bereithalten. So speichert er unter anderem Fotos, Programme, Musik und ganze Filme. Zusätzlich soll er das Backup für die übrigen Rechner übernehmen und diese zur Not wieder herstellen können. Damit der Homeserver selbst kein Backup braucht, wird ein Spiegeln der Daten unterstützt. Dafür sind aber mindestens zwei Festplatten notwendig.

Des Weiteren sollen die Daten nicht nur im lokalen Netzwerk verfügbar sein, sondern auch über das Internet.

Hinter dem Home Server steckt der altbekannte Small Business Server 2003, sein Aussehen und das Setup sind auf Vista getrimmt worden. Etliche Icons wurden getauscht.

Wie gehabt ist die Windows Home Server Konsole immer noch der Dreh- und Angelpunkt. Sie steht entweder auf dem Server direkt, per Connector CD auf einem Netzwerkrechner oder per Browser weltweit zur Verfügung.

Der Login Bildschirm erscheint nur beim Zugang über die Connector Software.
Die Computer & Backupanzeige listet alle Computer, auf welcher die Connector Software installiert ist, sowie den Status der Backups der selbigen.
In der Benutzerübersicht sind die Benutzer aufgeführt. Man kann bis zu 10 Stück (+ Gast) erstellen.
Die Shared Folder Übersicht ermöglicht es einen auch zusätzliche Ordner zu erstellen. Die Dateien können auch auf einer zweiten Festplatte dupliziert werden, falls eine vorhanden ist.
Die Festplatten werden vom Home Server selbst verwaltet und partitioniert. An dieser Stelle gibt es neben der Auflistung auch ein Diagramm über die Verwendung des Datenträgers
Das Netzwerkicon bietet eine Übersicht von Netzwerkfehlern. In diesen Fall war ein PC während des Backups abgeschmiert.
In den Optionen können teilweise noch erweiterte Einstellungen, wie Passwortstärke und Routerkonfiguration vorgenommen werden.
Die gesamte Konsole ist auch über das Internet verfügbar.

Wie kommt man jetzt im Netzwerk an seine Daten? Zum einen kann man das Media Streaming nutzen, dh. der Server fungiert als UPnP Gerät. In dem nächsten Bild ist das gut zu erkennen. Der Server der standardmäßig auch SERVER heißt ist 3x vorhanden. Die erste weiße Kiste startet die Webversion der Konsole, das zweite Symbol ist Medienstream für geeignete Programme und das dritte Symbol eine normale Netzwerkfreigabe.

Im Media Player kann man den Stream nutzen um in der Medienbibliothek auf die freigeschalteten Dateien zuzugreifen,
wie man sieht werden diese nur zwischengespeichert und man spielt sie ähnlich wie bei einem Webradio ab.

Erweitert man die Rechte des Gästekontos kann aber auch jeder beliebige Rechner im Netzwerk mit jeder beliebigen
Anwendung auf die Dateien zugreifen. Hier bleiben einem dann gegenüber der lokalen Speicherung nur noch die
redundante Speicherung und die Rechnerunabhängigkeit als Vorteil.

Auf seinen Daten kann man zu dem weltweit zugreifen (wenn man den Server laufen lässt). Intern arbeitet ein ISS Server von Microsoft, der es erlaubt seine Dateien hoch- oder runterzuladen.

Die Software des Servers besteht aus drei Datenträgern. Dem Server selbst und der genannten Connector CD, sowie einer Recovery CD. Diese letzten beiden Datenträger sind nur dann notwendig wenn man ein Backup erstellen möchte, bzw. einen Rechner wiederherstellen muss. Es ist also nicht notwendig einen Client zu verändern, wenn man dieses Feature nicht nutzen will.

Fazit

Der Windows Home Server macht eine wirklich gute Figur, auf meinem Athlon 1000 Rechner mit 512 MB läuft er recht angenehm. Die Funktionen sind durchdacht und nicht zu stark gekapselt, sprich wer seine eigenen Programme liebt, kann sie behalten, man muss nicht den Mediaplayer nutzen, Winamp tut es auch.

Eine Retail Version wird es wohl nicht geben, dafür wird es eine Systembuilderversion geben. Sprich OEM ohne Hardware, aber evtl. könnten gerade spezielle Home Server (als Gerät) mit diesem OS  viel interessanter sein, als der Betrieb  auf einem älteren Server/PC.

 Der Grund ist schlicht der Stromverbrauch, der die Sache schnell teuer werden lässt. Zudem sind Desktopkomponenten, wie einfache Festplatten, nicht für einen Dauerbetrieb ausgelegt. Systeme soll es ab 450 € geben.

Für mich wird sich die Sache wohl nicht lohnen. Zwar lebe ich in einen Haushalt mit bestimmt 10 Rechnern, aber nur 2 Usern. Da sind lokale MP3 Sammlungen (auf USB Festplatte) praktischer. Filmstreaming ist auch so eine Sache, die Filme sind eh alles DVDs und
anschauen auf dem Sofa vorm Fernseher mit DVD Rekorder, welcher auch DivX abspielt, ist bequemer.

Ist also jede Menge Abwägung und persönliche Vorliebe dabei, aber der Home Server ermöglicht wirklich ohne großes Wissen eine interessante Plattform, wie sie weder Linux, noch eine Windows PC oder Server Version bietet.


HP Version eines Home Server Rechners

Systemvorrausetzungen Minimal Sinnvoll
CPU Pentium 3 1 GHz Pentium 4 / AMD64
Arbeitsspeicher 512 MB RAM 512 MB
Festplattenplatz 70 GB 300 GB auf 2 Festplatten
Netzwerk 100 MBit 100 Mbit oder schneller
Laufwerk DVD-ROM DVD-ROM