Handelsversionen
(Full Packaged Products (FPP))
Anmerkungen |
OEM Versionen Sonstige
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Die Vollversion, oder auch Retail-Version genannt, ist die normale, aber auch teuerste Variante von Windows. Mit Vollversionen kann man ein neues Betriebssystem auf einem PC installieren, egal ob als einziges oder parallel zu einem anderen. Man kann auch ein vorhandenes unterstütztes Betriebssystem aktualisieren. Der Support wird direkt von Microsoft geleistet.
Das alles wird immer in einer Box mit Handbuch geliefert, wobei das Handbuch ab Windows 95 immer dünner wurde, da eine vollständige Dokumentation nur noch separat erhältlich war.
DOS wurde im Gegensatz zu Windows nicht von Anfang an direkt an den Kunden vermarktet, sondern die ersten Versionen einschließlich 4.0 waren nur mit einen neuen Rechner zu haben. Spätere allerdings dann nur als Update.
Zu erkennen sind diese Versionen durch Aufschriften wie "Für PCs ohne Windows ...", bzw. durch Fehlen jeglichen Kommentars.
Das Update ist eine kostengünstige Alternative zur Vollversion. Im Lieferumfang ist es identisch zur Vollversion, nur die Installation untersucht ob bereits eine ältere, berechtigte Windows Version installiert ist, oder ein Datenträger von einer solchen Version vorhanden ist.
Zum ersten Mal gab es für DOS 5.0 eine Updateversion (Bild 2.1), für Windows gab es ab Version 3.1 ein solches Update, für Besitzer der Versionen 2.xx und 3.0 (Bild 2.2).
Zu erkennen sind Updates durch den Hinweis "Update", bzw. "AddOn" bei Windows für Workgroups.
Spezielle Updates sind Updateversionen, die zusätzliche Software verlangen oder weniger alte Windowsversionen akzeptieren. Außerdem gibt es die SSL Version, eine vergünstigte Updateversion für Schüler, Studenten und Lehrende.
Beispiele sind NT 3.5 für NT 3.1 und Visual C++ 2.0 Benutzer (Bild 3.1) oder das Sonderaktionsupdates von Windows 98 SE für Windows 98 Benutzer, sowie ME für Windows 98/98 SE Benutzer (Bild 3.3)
Bundleversionen sind Retailversionen, welche mit Hardware geliefert werden.
Die OEM Version (OEM: Original Equipment Manufacturer) ist eine abgespeckte Vollversion von DOS oder Windows. Es wird normalerweise nur mit neuer Hardware oder neuem PC geliefert. Im Gegensatz zur Retailversion kann man mit der OEM Version weder eine andere, ältere, Version updaten (es sei denn durch Tricks) noch diese parallel installieren.
Ausgenommen sind hierbei nur die Windows Versionen von 1.01 bis 3.0, sie unterscheiden sich nicht von der Retailversion. Bei allen Windows 3.1x (für Workgroups) Versionen gibt es nur einen kleinen Unterschied. Der OEM Version fehlt die Supportnummer von Microsoft (Vergleiche Bild 5.1 und 5.2).
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| Bild 5.1 | Bild 5.2 |
| Bild 5.1: Windows 3.1 OEM Version Screenshot Bild 5.2: Windows 3.11 Vollversion Screenshot |
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Die OEM Version erhält keinen direkten Support von Microsoft, sondern nur durch den jeweiligen Hersteller. Bestes Beispiel dafür waren die alten PC-DOS Versionen, die bis Version 4.0 komplett von Microsoft kamen, aber von IBM vermarktet und unterstützt wurden.
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| Bild 5.3 |
| Bild 5.3: PC-DOS Version 2.0, von IBM vertriebene MS-DOS Version. |
Der Lieferumfang und das Erscheinungsbild sind insbesondere bis einschließlich Windows 3.1 recht unterschiedlich, da fast jeder OEM Hersteller seine eigenen Design- und Kostenvorstellungen hatte.
Erst mit Windows 95 setzte sich bei den meisten Herstellern eine einheitliche OEM Version durch. Bei Windows 95, 98, 98 SE und NT 4.0 war dies das Kurzhandbuch mit integriertem Echtheitszertifikat (Certificate of Authenticity; COA) und einer versiegelten CD.
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| Bild 5.12 | Bild 5.13 | Bild 5.14 |
| Bild 5.12: Windows 95 OEM - Lieferumfang Bild 5.13: Windows NT 4.0 - Lieferumfang Bild 5.14: Windows 98 - Lieferumfang |
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Ab Windows 2000 setzte sich dann die "Beutelware" durch. Diese Plastiktüte enthält neben den Lizenzvertrag und einen sehr kurzen Handbuch nur noch die CD.
| Bild 5.15 |
| Bild 5.15: Windows 2000 OEM - Lieferumfang |
Um die OEM Version stärker an den PC, mit der diese gekauft wurde, zu binden wurden die Echtheitszertifikate ab Windows 98 SE als Aufkleber auf den PC geklebt.
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| Bild 5.16 | Bild 5.17 |
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| Bild 5.18 | Bild 5.19 |
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| 5.20 | 5.21 |
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| 5.22 | 5.23 |
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| 5.24 | 5.25 |
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| 5.26 | |
| Bild 5.16: Windows 95 - Echtheitsaufkleber (späte
Windows 95 Version aus dem Jahr 2000) Bild 5.17: Windows 98 SE - Echtheitsaufkleber Bild 5.18: Windows 2000 + NT 4.0 Echtheitsaufkleber Bild 5.19: Windows ME - Echtheitsaufkleber Bild 5.20: Windows XP Home - Echtheitsaufkleber Bild 5.21: Windows XP Professional - Echtheitsaufkleber Bild 5.22: Windows XP Media Center Edition 2005 - Echtheitsaufkleber Bild 5.23: Windows XP Professional x64 - Echtheitsaufkleber Bild 5.24: Windows XP Home - Echtheitsaufkleber seit Ende 2005 Bild 5.25: Windows Vista Home Premium Echtheitsaufkleber Bild 5.26: Windows 7 Home Premium Upgrade Echtheitsaufkleber |
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Generell ist bei allen OEM Versionen das Handbuch verkleinert (Größe, nicht Umfang). Andere Dokumentationen (Hardwarekompatibilitätsliste, etc.) meist nicht vorhanden.
| Bild 5.27 |
| Bild 5.27: Die unterschiedlichen Handbücher von Windows 3.1: links von Vollversionen, rechts von OEM Versionen. Die oberen Bücher sind die umfangreicheren 1992er Versionen. |
Einige Windowsversionen sind nur als OEM Version erhältlich (gewesen), z.B.:
Windows 3.0 mit Multimedia Extensions, Windows für Pen Computing 1.0, Windows 95
A, Windows 95 B,
Windows 95 C
XP Tablet
PC,
XP Media Center, XP Starter Edition, Windows 2003 Datacenter Edition
Zu erkennen sind OEM Versionen einerseits durch das Vorhandensein von Markennamen/Logos des PC Herstellers, andererseits durch Hinweise wie "Vertrieb nur mit einem neuen PC".
Die Recovery Version ist kein echtes komplettes Windows. Es ist mehr ein vorinstalliertes Festplattenabbild (Image), dass einen vom Hersteller festgelegten Stand (wieder-)herstellt. Das Problem ist dabei das dies wenig individuell und sehr oft nicht optimal ist. Diese Form der OEM Version fand vor allem bei Windows ME eine sehr große Verbreitung.
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| Bild 6.1 | Bild 6.2 | Bild 6.3 |
| Bild 6.1: Windows ME Recovery Hyrican -
Lieferumfang Bild 6.2: Windows XP Home Recovery Sony - CD Bild 6.3: Windows XP MCE 2005 Recovery Fujitsu-Siemens - DVD |
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Zudem gibt es Recovery Versionen, die nur auf bestimmten Rechnern installiert werden können. Dies geschieht durch eine Überprüfung des BIOS (BIOS-Lock).
Zur Herstellung von diesen Recoveryversionen und normalen OEM Versionen benutzen die Hersteller spezielle Software, welche nicht für den Endbenutzer gedacht ist, die so genannten OEM Preinstallation Kits.
| Bild 6.7 |
| Bild 6.4: Eine OEM Preinstallation Kit CD für Windows XP |
OEM Version für kleinere PC Hersteller, welche direkt von Microsoft geliefert wird, ansonsten wie die normale OEM Version. Es besteht einfach kein direkter Vertrag zwischen Microsoft und dem Händler.
Seit Ende des Jahres 2000 tauchten sie unter der Bezeichnung "Dilivery Service Partner" (DSP) Version das erste mal im Fachhandel auf und fanden eine starke Verbreitung etwa seit dem Jahr 2004 und XP.
Alpha-, bzw. Betaversionen sind Vorversionen von noch nicht fertigen Windowsversionen. Sie werden meist an Entwickler weitergegeben, zum Teil gibt es auch öffentliche Betatests. Entweder per Internet, teilweise auch per Handel (bzw. über Microsoft bestellbar).
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| Bild 8.1 | Bild 8.2 |
| Bild 8.1: Windows 2000 Beta 3 -
Lieferumfang Bild 8.2: Windows 2000 Beta 3 - Packung |
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Diese Werbeversionen entsprechen dem fertigen Produkt, sind aber eingeschränkt, zumeist in ihrer Laufzeit.
| Bild 9.1 |
| Bild 9.1: Eine Evaluierungsversion vom Smallbusiness Server 2003, er ist 180 Tage lauffähig |
Mit Windows XP kam das erste MS Betriebssystem, das aktiviert werden musste, nach dem ersten Starten hat man dazu 30 Tage Zeit um das Betriebssystem zu aktivieren. Dies geschieht über eine persönliche Codenummer die XP aus der Hardware errechnet. Dieser muss per Internet oder Telefon von Microsoft mit einem Code bestätigt werden. Diese Prozedur muss bei jeder Systemformatierung und bei größerem Hardwareaustausch wiederholt werden. Durch spezielle OEM Versionen kann die Aktivierung auf dem zugehörigen gekauften Rechner manchmal entfallen.
Das erste Mal wurde die Produktaktivierung in Übersee bei Office 2000 erprobt. Der erste Einsatz hierzulande war mit Office XP.
Die Volumenlizenz, oder auch Corporate Version genannt, ist hierbei eine Ausnahme. Für diese Version entfällt die Aktivierung, da sie für die Installation auf mehreren Rechnern gemacht wurde.
Die Volumenlizenz hat allerdings auch ein Paar Besonderheiten: Erstens erhält man Sie nur von Microsoft als Update, außerdem kann man beliebig Kopien für die eigenen Rechner herstellen. Allerdings kann man diese Version nur unter Zustimmung von Microsoft weiterverkaufen.
| Bild 10.1 |
| Bild 10.1: Volumenlizenzversion von Windows XP - CD |
Neben den normalen Handelsversionen, gibt es auch ein paar unkommerzielle Versionen:
Not For Resell (NFR) Version
Sie wird von Microsoft selbst an Kunden, Partner und Unternehmen zu
verschiedenen Zwecken
herausgegeben. Meist handelt es sich um eine normale Vollversion, nur das diese
eine "Nicht für den
Wiederverkauf"-Markierung besitzt.
| Bild 11.1 |
| Bild 11.1: Windows 2000 Server NFR Version |
Versionen für Schulen
Für Projekte wie "Fresh Start for Donated Computers" gibt es ebenfalls kostenlose nicht wiederverkaufbare Versionen.
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| Bild 11.2 | Bild 11.3 |
| Bild 11.2: Windows 98 Schulversion Bild 11.3: Windows XP Schulversion |
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Generell sollte man beachten, dass man ein vollständiges erwirbt. Nach Microsofts Auffassung heißt das Datenträger, EULA, Echtheitszertifikat (COA), Handbuch und Verpackung. Einzelne Bestandteile zu verkaufen verstößt gegen die Lizenzbestimmungen. Zudem wird empfohlen sich schriftlich versichern zu lassen, dass die Software nicht mehr installiert ist, bzw. Kopien existieren.
Der Handel mit OEM Versionen ist dabei gleich zu betrachten. Nach einen Gerichtsurteil ist es nicht notwendig, dass diese mit Hardware verbundelt werden.
Da inzwischen bei Windows 2000 und Windows XP eine Echtheitsprüfung beim Microsoft Update und anderen Softwaredownloads durchgeführt wird, sollte man sich auch mit dem Thema Originalsoftware auseinandersetzen.
Inzwischen sind die Softwarepakete durch etliche Features fälschungssicherer geworden. Von der Hologramm-CD, über Sicherheitsfäden, bis zu temperaturempfindlichem "Grünen Punkt".
Mehr auf der Microsoft Webseite.
Anhand von Windows Vista kann man gut sehen das die Preisspanne extrem hoch ist:

Die Preise zeigen eindrucksvoll, dass die Retailpackungen deutlich teurer sind, als
die Systembuilder.
Die Systembuilder enthalten zwar nur die 32 oder 64-Bit-Variante der jeweiligen
Version. Sind dafür
aber auch in etwa nur halb so teuer. Benötigt man die 64-Bit-Variante, kommen
bei jeder Retailversion
außer Ultimate, nochmals Bearbeitungsgebühren von 12 € obendrauf.
Die Updates haben zwar einen Preisvorteil gegenüber den Vollversionen, dafür
haben sie einen gewaltigen
Haken: Sie können nur von einem installierten Windows 2000/XP gestartet werden.
Die Installation scheitert
normalerweise
bei einer blanken Platte. Ein Workarround ist aber bekannt:
winfuture.de. Damit bleibt für
Schüler und Studenten nur noch das
Home Premium Update in
der EDU Version interessant.
Für unter 80 € bekommt man eine 32 und die Option
einer 64-Bit Version.
Der Rest fährt wohl mit den Systembuilderversionen deutlich besser. Hier
fällt die Entscheidung leicht, je
nach Geldbeutel und persönlichen Interessen sind die Ultimate oder Home Premium Version der Favorit.
Die aktuelle Lage und ausführlichere Details, entnehmen sie dem Artikel "Windows kaufen".