Wie der Name schon sagt, ist diese Windows 3.1 Version für Pen Computer. Pen Computer sehen aus, als hätte man bei einem Laptop den Bildschirm abgebaut und den Rest weggelassen. Als primäres Eingabegerät dient dazu ein Stift. Das Prinzip wird ja auch bei Palmtops genutzt. Nur hier ist es ein x86 kompatibles (und größeres) Gerät. Das ganze Prinzip wird (beim PC) inzwischen mit der Windows XP Tablet PC Edition wieder aufgelegt.

Nach dem Anschalten startet Windows 3.1 für Pen Computing mit angepasstem Logo.

Am Desktop angelangt, wird schnell klar, das es sich eigentlich um ein ganz
normales Windows 3.1
handelt, das um die Pen-Funktionen durch die "Microsoft Pen Tools" ergänzt
wurde.
Es kann aber auch ein Windows 3.1x für Workgroups benutzt werden.

Herzstück des PEN Computers ist das Notizbuch, die Schrifterkennung
funktioniert prinzipiell
aber in allen Windows Programmen, dafür sorgt das Programm "Stiftpalette".

Zusätzlich gibt es noch Trainer und eine Bildschirmtastatur, falls die Sauklaue doch zu Hoffnungslos ist.


Das Lernprogramm hilft einem bei den Grundlagen des Pen-Computings und bei
Windows. Denn dieses
Lernprogramm ersetzt den Standard-Wintutor.

Hier werden einen die Schrift und die Gesten beigebracht.

|
Der Stylistic 1000 Pen Computer in Aktion! |
|
Um das ganze in der Praxis mal zu erleben habe ich ein Video gedreht: Dieses gliedert sich in mehrere Teile und zeigt anhand des Fujitsu Stylistic 1000, die Benutzung des Computers mit den Stift als Mausersatz, zeigt aber auch die Texterkennungsmöglichkeiten von Windows für Pen Computer 1.0. Länge 2:43 Minuten. Benötigt wird der Internet Explorer mit MediaPlayer ab Version 7.0 oder ein Browser mit HTML5 Video Funktion (Firefox 3.5 u.ä.). Größe der Datei 17 MB (WMV)/8 MB (OGG). Kein Ton. |
Wenn man das alles verinnerlicht hat, kann man nicht nur die mitgelieferten
Programme nutzen, sondern
auch komplexeste Textverarbeitungssoftware benutzen, wie Word:

Da die Hardware bei den PEN Computern nicht ganz alltäglich war, mussten
einige Besonderheiten
eingeführt werden, so versucht das Setup gar nicht erst ein Diskettenlaufwerk zu
finden, die Dateien
sind gleich unter Windows gelagert. Was man allerdings Windows erst sagen soll,
weshalb es darauf hinweist.
Hmm, hätte auch einfacher gelöst werden können =)

Im Setup ist auch der "Pen Video Driver" zu sehen, für diesen wurde auch die
Systemsteuerung erweitert.
In der Systemsteuerung findet man einige Einstellung für verschiedene Benutzer,
bzw. ihre Handschriften,
Einstellungen für den Stift (Dicke, Farbe und Kalibrierung). Als besonderes
Gimmick kann man den Bildschirm
auch noch drehen, so wird aus 640x480 480x640, so kann man besser Dokumente
bearbeiten, das selbe
Prinzip nutzen auch heute noch einige Flachbildschirme.

Auch unter Windows 95 gab es eine neue Version der Pen Computing Erweiterung,
jetzt in der
Version 2.0. Wobei es noch mehr den Charakter eines AddOns hat. Die
Installationsdateien
sind nur unter 1 MB groß und werden nach der Installation im Softwaremenü der
Systemsteuerung
nachinstalliert. Die Integration ist allerdings sehr gelungen, allerdings gibt
es so gut wie keine
Tools direkt dazu.
Weitere Versionen sind mir nicht bekannt, das Thema wurde anscheinend von
Microsoft erst wieder
mit Windows XP wieder aufgegriffen.
