Nach Chicago, der Windows 95 Beta, wollte ich auch mal schauen was die Beta von Windows 98, namentlich Memphis, so bietet. Die Beta ist vom Dezember 1996 und ist zeitlich begrenzt, so dass sie sich ab einen gewissen Datum nicht mehr starten lässt.
Das Setup verläuft nach dem zurückstellen der BIOS Uhr auf 1996 ohne Probleme, aber auch ohne große Neuerungen. Die Optik wurde verändert, kam aber so nicht in Windows 98 rein. Gut, dass man nun nicht mehr "OK" klicken muss, damit der Rechner neustartet, dies geschieht nach 15 Sekunden automatisch. Auch in Windows 98 kann man nun nicht mehr das Erstellen einen Startdiskette überspringen, man kann es nur noch abbrechen.

Der erste Start verspricht Spannung durch sein "neues" Startlogo (Die Logos gibt es im Downloadbereich zum Runterladen).

Nach dem Starten kommt einen ein bekanntes Windows entgegen:

Durch das Fehlen der Internet Explorer 4 Erweiterungen sieht Memphis doch sehr stark nach Windows 95 aus. Und durch einen Klick auf Start und durch die Eigenschaften vom Arbeitsplatz wird das bestärkt:

Memphis ist nichts Weiteres als ein modifiziertes Windows 95, keine große Überraschung, aber dennoch etwas enttäuschend. Die Seriennummer ist übrigens standardmäßig maskiert. Man benötigt zur Installation keinen Code.
Die Neuerungen muss man mit der Lupe suchen, das erste ist so eine Art Eingabehilfe, wenn man über eine Schaltfläche oder eine Befehlsleiste mit der Maus geht, so wird der jeweilige Schriftzug Blau hervorgehoben.

Die echten Neuerungen von Memphis verstecken sich hinter der Fassade, so unterstützt Memphis bereits USB.

Unspektakuläre Beta, die von einer bescheuerten Zeitbegrenzung geschützt werden soll. Aber dafür lief sie stabil, kann aber auch dran liegen das keine neue Hardware im Rechner steckte (AMD 300, ein paar ISA Karten)
Die Entwicklung von Memphis ging natürlich weiter, hinter der Versionsnummer 4.10.1488 versteckte sich 1996 die erste Windows 98 Beta.
Das Setup ähnelt jetzt schon den des später fertigen Windows 98, auch Sounds wurden schon integriert (kriegt man nur zu hören falls Audiohardware komplett erkannt).


Das Startlogo hat einen schwarzen statt weißen Rand bekommen, dadurch soll es wahrscheinlich geheimnisvoller wirken (Schlüssellocheffekt).

Der Desktop/das Startmenü sehen nach Windows 95 aus, den zwar wurde der IE 4.0 schon integriert, aber die Shellerweiterungen fehlen noch. Auch das Startmenü zeigt den Schriftzug "Memphis" noch grau auf grau, wie bei Win 95.

In der Systemsteuerung wird der Hauptprozessor erkannt und identifiziert, dieses Feature fehlt später und es wird nur die Prozessorgeneration angegeben.

Mit der Beta 1 ist es jetzt auch möglich die Titelleisten mit Farbverläufen zu versehen, eine optische Spielerei...
'In der Systemsteuerung ist der Eintrag "Scanner und Kameras" dazugekommen, um Twain kompatible Geräte besser zu verwalten.

Mit der Beta 3, Versionsnummer 4.10.1629, von 1997 macht Memphis den Sprung zu Windows 98, d.h. in allen Schriftzügen taucht nicht mehr der Name "Memphis" auf, sondern "Windows 98".
Das Setup hat jetzt fast die finale Ausstattung, es werden die Internet Channels abgefragt,...

... und es gibt eine abschließende Speicherungsphase, dagegen wurden noch ...

... extrem lustige Zwischenbilder mit Models gezeigt. Diese wurden überarbeitet.

Das Startlogo ist nun fast das von Windows 98, lediglich der Schriftzug "Microsoft Internet Explorer" verschwand, eventuell um den Eindruck zu vermitteln, das selbiger nicht aufgesetzt ist, sondern Systembestandteil ist.

Und wo wir bei dem Internet Explorer sind, dieser ist auch jetzt vollständig dabei,...

... inklusive Shellerweiterungen, Active Desktop und so weiter.

Das Startmenü hat jetzt den Windows 98 Schriftzug, ist aber immer noch nicht im finalen Blauton.

In der Systemsteuerung ist jetzt eine Benutzerverwaltung hinzugekommen, die aber nur für den kleinen Hausgebrauch funktioniert, und der von NT nicht annähert gleichkommt.
