4.548 Tage wird am Ende die Lebensdauer von Windows XP betragen haben.
Windows XP 64-Bit Editionen
Windows XP wurde nach NT 4.0 erstmals als Konsumentenbetriebssystem wieder auf andere Prozessorarchitekturen portiert.
Prozessorarchitekturen von Windows
Bei Windows dachte man früher an das Kunstwort "Wintel", Symbiose
aus Windows und Intel, die Microsoft Software wird mit dem
klassischen Intel - oder kompatiblen - Prozessoren der x86
Architektur verbunden. Dies trifft aber nur auf die klassischen
DOS-Windows Versionen von Windows 1 bis ME zu, bei Windows NT hat
man auch schon frühzeitig alternative Plattformen bedient. Folgende Übersicht zeigt welche Windows (NT) Version welche
Prozessoren unterstützt hat.
x86
x64
MIPS
Alpha
Power PC
IA64 Itanium
ARM
NT 3.1
+
-
+
(+) 3
-
-
-
NT 3.5
+
-
+
+
(+) 1
-
-
NT 3.51
+
-
+
+
+
-
-
NT 4.0
+
-
(+) bis SP1
+
(+) bis SP2
-
-
Win 2000 Professional
+
-
-
- 2
-
-
-
Win 2000 Server
+
-
-
- 2
-
+ 4
-
Win XP
+
+
-
-
-
(+) 5
-
Win 2003 r1/r2
+
+
-
-
-
+
-
Windows Vista/7
+
+
-
-
-
-
-
Win 2008 r1
+
+
-
-
-
+
-
Win 2008 r2
-
+
-
-
-
+
-
"Windows 8"
+
+
-
-
-
-
+
1 = nur PowerPC OEM in Form des IBM RS/6000
2 = nur als Vorversion (Windows 2000 RC1), endgültige Version unterstützte Alpha nicht mehr
3 = CD-ROM für DECpc AXP 150 musste kostenlos bestellt werden
4 = Nur Advanced Server in der "Limited Edition"
5= Sehr seltene eigene Version von Mitte 2003 bis Ende 2005
Die Prozessorarchitekturen
x86-Architektur
Von Intel stammt der 8086 ein 16-Bit Prozessor. Die Sparversion
mit 8-Bit Interface, der Intel 8088, wurde das Herz des ersten IBM
PC. Zahlreiche Lizenzfertigungen und kompatible Modelle bescherten
dem PC eine fortlaufende Entwicklung. Die Nachfolgenden Generationen
waren immer kompatibel zum 8086 und wurden nur erweitert, so der
80386 der Beginn der 32-Bit Architektur beim PC. Die letzten
reinrassigen i386 (IA-32) kompatiblen erschienen in Großer Zahl Mitte des ersten
Jahrzehnts dieses Jahrtausend in Form von Athlon XP und Pentium 4
Prozessoren.
x64 auch x86-64-Architektur
AMD kündigte 1999 eine Erweiterung der bestehenden x86
Prozessoren um 64-Bit Techniken. Später nannte AMD die Technik AMD64
und auch Intel zog mit einer kompatiblen Erweiterung namens
EM64T/Intel64 nach. Zwar sind diese Prozessoren immer noch
kompatibel zum Urmodell 8086, aber nicht mehr 100% zur i386
Architektur. Die x64 stellen den Stand der Technik im PC da und
werden seit einigen Jahren hauptsächlich verbaut.
MIPS-Architektur
Die Prozessoren von MIPS waren klassische RISC Rechenwerke, die
eher mit einfachen Instruktionen aber sehr effizient arbeiteten. Im
Gegensatz dazu standen die x86 Prozessoren, welche als CISC eher auf
komplexe Befehle setzten. Wobei spätestens ab dem Pentium immer mehr
Erweiterungen diese Grenze aufweichten. Der MIPS R4000 war eine der
bedeutendsten 64-Bit Prozessoren seiner Zeit (1991) und fand vor
allem in teureren Workstations Verwendung.
Alpha-Architektur
Auch beim DEC Alpha AXP Prozessor handelt es sich um eine 64-Bit RISC
CPU die vor allem im professionellen Bereich, darunter teilweise
Supercomputer, Verwendung fand. Es gab auch Versuche die CPU in PCs
unterzubringen, so bot Vobis als normale Ladenkette solche Computer
erfolglos an.
PowerPC-Architektur
Auch beim PowerPC handelt es sich um einen meist 64-Bit RISC
Prozessor 1991 von einem Konsortium aus Apple, IBM und Motorola. Im
PC Sektor waren den Rechnern kein großer Erfolg beschert nur Apples
eigene Rechnerserie basierte Erfolgreich bis zum Wechsel auf die x64
Prozessoren darauf. Die CPU selbst ist hoch erfolgreich, viele
Spielkonsolen und Superrechner arbeiten mit ihr.
Intel Itanium-Architektur IA64
Bei der Intel Itanium Architektur handelte es sich um eine
radikale Neuentwicklung einer 64-Bit CPU im Jahr 2001, diese war
zwar in der Lage x86 Programme auszuführen, aber nur in sehr
langsamer Emulation. Diese Einschränkung machte die CPU nur in der
Verwendung von spezialisierten Serversystemen interessant. Microsoft
kündigte an keine weitere Serverversion nach Windows 2008 r2 zu
entwickeln.
ARM-Architektur
Bei der ARM Architektur handelt es sich um eine 32-Bit RISC CPU
die sich vor allem durch sehr niedrigen Energieverbrauch auszeichnet
und deswegen vor allem im Mobilbereich (Handys, Tablets, früher PDAs)
Verwendung findet. Der eigentliche Prozessor kann durch
Coprozessoren erweitert werden, welche spezialisierte Rechenaufgaben
übernehmen können, wie etwa Videobeschleunigung.
Windows XP 64-Bit Edition 2003
Bei der ersten 64-Bit Edition von Windows XP handelt es sich um
eine Spezialversion für Intels Itanium Prozessoren. Diese
Prozessoren wurden 2001 nach etlichen Verspätungen in den Markt
gebracht, und sollten im Profi- und Serverbereich die x86
Prozessoren ablösen. Anders als die heutigen x64 Prozessoren waren
es reine 64-Bit CPUs, die x86 Programme nur in Emulation laufen
lassen konnten. Dies hatte allerdings erhebliche, wenn nicht gar
drastische Geschwindigkeitseinbußen zur Folge. In so manchen Tests
schnitten die mit 733-800 MHz getakteten Prozessoren schlechter als
ein Pentium II mit 300 MHz ab. Gerade die Idee mit den Workstations
krankte an fehlenden Programmen.
Ursprünglich wurde die 64-Bit Edition für den allgemeinen Start
von XP im Oktober 2001 angekündigt, verspätete sich aber ins 2te
Quartal 2003. Dieses XP konnte bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher
adressieren. Diese Version wurde auch nur als OEM Version mit
passenden Computern geliefert.
Das Ende für diese Version kam rasch, Anfang 2005 wurde das Ende
für diesen Exot verkündet, bereits ein Vierteljahr vorher hat mit HP
der größte Hardwarepartner die Produktion von Itanium Workstations
eingestellt. Die Marktdurchdringung muss katastrophal gewesen sein,
Zitat
Heise: "Windows XP für Itanium-Systeme wurde praktisch nicht
verkauft".
Im Serverbereich haben Itaniums noch einen gewissen Anteil, der
auf Grund der x64-Prozessoren allerdings weiter sinkt. Mit
Windows Server 2008 r2 Itanium Edition
wird Microsoft die letzte Windows Version geliefert haben.
Windows XP Professional 64-Bit
Edition
Für AMDs neue 32/64 Bit Prozessoren gibt es seit der ersten Jahreshälfte 2004
eine eigene (Beta-)Version von XP.
Diese Version ist eigentlich rein 64-bittig aber durch eine Technologe namens
WOW64 (Windows on Windows 64),
wird auch das Ausführen von 32-Bit Software möglich. Allerdings kann das nicht
parallel geschehen, findet der
64-Bit Internet Explorer 32-Bit Material (z.B. Plug-Ins), so wird der 32-Bit
Internet Explorer gestartet. Eine weitere
Einschränkung besteht darin, dass keine 16-Bit Programme mehr ausgeführt werden
können. Auch benötigt das
System neue AMD 64 kompatible Treiber, denn dieses Windows ist nicht zum
64-bittigen Itanium von Intel und
den damit verbundenen 64-Bit Serverversionen kompatibel.
Betaversion basierend auf Server 2003
Im August 2004 wurde eine zweite Beta veröffentlicht. Sie unterstützt jetzt
auch Intel Prozessoren, die eine
64 Bit Erweiterung (kompatibel zu der von AMD) besitzen. Außerdem gibt es jetzt
das ganz normale
Luna-Design, statt ausschließlich das klassische. Außerdem ist die erweiterte
Firewall vom SP2 integriert.
Wie die erste Testversion ist auch die zweite wieder 1 Jahr uneingeschränkt
nutzbar.
Testversion
In der finalen Version findet man so gut wie keine Unterschiede, zur letzten
Testversion.
Finale Version
Man kann das 64er XP ganz normal zu einem 32 Bit Windows (XP)
hinzu installieren.
Die Bootauswahl;
Der Bootbildschirm
Rein von der Oberfläche her
Unterscheidet sich die 64-Bit Edition nicht von der normalen 32-Bit.
Der Unterschied wird vor allem den Endanwender bewusst, wenn dieser
versucht passende Treiber für sein System zu finden.
Der Windows XP Desktop der 64-Bit Edition
Eine der wenigen mitgelieferten 64-Bit
Programme ist der Internet Explorer, allerdings erschienen nicht
viele Plug-Ins für ihn, so dass viele Webanwendungen außen vor
blieben. Ein Problem das sogar bei Windows 7 und den Internet
Explorer 10 zum großen Teil besteht.
Der 64-bitige Internet Explorer
Da Windows XP in der 64-Bit Edition
eine neue Versionsnummer (5.2) bekommen hat, wird es nötig das
normale XP (Versionsnummer 5.1) in die Kompatibilitätseinstellungen
mit auf zu nehmen.
Der Kompatibilitätsmodus kennt jetzt auch ein normales XP
XP 64-Bit unterstützt DEP.
DEP ist eine Funktion, die einen Befehl von neuen CPUs (NoExecute)
nutzt, und damit einige Viren und Würmer außer Funktion setzt. Diese
Funktion ist auch beim 32-Bit XP ab SP2 enthalten.
DEP Funktion - Datenausführungsverhinderung
Die Systemeigenschaften der finalen Version
Eine richtige deutsche Version gibt es vorerst nicht. Hierzulande gibt es die
englische Version mit deutschen Sprachupdate,
wodurch weite Teile des Betriebssystems eingedeutscht werden. Solche Pakete gibt
es schon länger, wodurch vor allem
weniger verbreitete Sprachen bedient wurden (Zum Beispiel katalanisch in
Spanien). Echte Versionen des 64-bitigen XP
gibt es vorerst nur in Englisch und Japanisch.
Aus der englischen Version wird die deutsche Version: das Multilanguage User
Interface Pack