GeoWorks Ensemble 2.0 – kurz Geos – verfolgte eine besondere Strategie, es wollte alles aus einer Hand liefern. Technisch basiert es, wie damals für GUIs häufig üblich, als Aufsatz auf DOS. Dabei nutzt es nur den Realmodus, also die 8086-Befehle. Der Effekt daraus war, dass selbst oder auch gerade ältere Rechner ein Komfortables Office System ergab. Selbst auf dem Nokia Communicator, auf welchem ein abgespecktes DOS lief, war es nutzbar.
Beim Entwickler konzentrierte man sich nach dieser hier vorgestellten Version auf dieses Geschäftsfeld der Handhelds und entwickelte keine neue Desktop Versionen mehr.
Diese Version 2.0 ist aus dem Jahre 1993 und zeichnet sich vor allem durch eine hohe Anzahl an mitgelieferten, guten Programmen aus.
Die Oberfläche erinnert ein wenig an Windows geht aber ihre eigenen Wege.
Neben der altbekannten Symboldarstellung der Programme im Geomanager, werden die Laufwerke im selbigen Dargestellt, alternativ kann man auch mehrere Fenster öffnen, dabei geht allerdings die Übersicht schell flöten. Der Geomanager ist aber nicht wie der Programm Manager bei Windows unverzichtbar, man kann ihn auch schließen und die Programme über das kleine Symbol "E" in der oberen linken Ecke starten.
Wie gesagt ist einiges Zubehör dabei neben dem Standardzeug wie Texteditor, Rechner, Uhr und Karteikarten gibt es aber auch unüblicheres wie den GeoBanner. Mit diesen schönen Programm kann man auf Endlospapier irgendwelche Sprüche schreiben und ausdrucken!
Es gibt außerdem noch ein kleines Officepaket mit einer Datenbank, ...
... einer Tabellenkalkulation,...
... und einer Textverarbeitung. Und das alles ist recht brauchbar und teilweise zu Microsoft Programmen kompatibel.
Hardwareseitig ist im Vergleich zu Windows 3.1 etwas weniger geboten, es gibt nur PC Speaker Sound, und ist werden nur Treiber für VGA Karten mit bis zu 16 Farben mitgebracht.
Spielbares gibt es dafür an der Unterhaltungsfront, einmal Tetris, mit den Varianten Eine, Zwei oder Drei Karten von Stapel nehmen, sowie...
... The Good Old Tetris, das besitzt auch einen 2 Spieler Modus, bei den, wenn der eine eine Linie abbaut, der andere Steine unter seine geschoben bekommt.
Geos 2.0 ist kein schlechtes Betriebssystem, allerdings kam es einen Tick zu spät, da es gegen das übermächtige Windows 3.1 und seiner großen Hardwareunterstützung kaum anstinken konnte. Schade eigentlich, es ist ein schönes Betriebssystem mit einigen schönen Features, z.B. wenn man Geos beendet aber noch Programme laufen, deren Inhalt man noch nicht mal gespeichert hat, sind sie beim nächsten Start immer noch am laufen und warten sehnsüchtig auf einen.
Test von 2002