Die Firma SuSE hat schon früh Linux verschrieben, schon 1994 veröffentlichte man auf den Linux 1.0 Kernel basierend Distributionen. Auch heute ist openSuse eine der populärsten Distributionen, gerade in Deutschland. So ist es kein Wunder das ich 2002 auch einmal herein schnuppern wollte, nachdem ich mit Corel Linux nicht so viel Freude hatte.
Die Installation ist einfach, die erste der sieben Installations-CDs ist bootfähig, man muss sich also nicht mit Disketten rumplagen. Die Festplatte kann automatisch partitioniert werden, aber zum Glück auch manuell. Ein Bootmanager (Lilo) liegt der Sache bei. Nachdem das geschehen ist, wählt man die Installationsart, von Minimal bis Komplett.
Die Hardware von meinen PII 400 wurde ordentlich erkannt, nur mit der Soundkarte, einer Terratec 128PCI gab es Probleme. Sie lief nur einmal richtig. Dann nie wieder. Die Windows Partitionen wurden alle erkannt und als Unterordner im Ordner "windows" untergebracht. Diskette, CD-ROM und Brenner wurden ebenfalls ohne Probleme erkannt.
Suse Linux gibt es in 2 verschiedenen Betriebsarten. Als erstes wäre da eine Art DOS Konsole, die vor allem für Server gedacht ist, und eine benutzerfreundliche Oberfläche, namens KDE.

Die Oberfläche funktioniert ähnlich wie Windows, nur ist hier das meiste mit einen Klick ausgeführt. Ein wenig chaotisch sind die Einstellungen. Da diese etwas verstreut sind.
Die Dateiverwaltung ist der des Explorers von Microsoft sehr ähnlich, nur der Verzeichnisbaum ist anders, da Partitionen der FAT Laufwerke nicht direkt nach dem Stammverzeichnis kommen.

Die Übrige Ausstattung kann sich sehen lassen auf den CDs sind Programme für alle Lebenslagen drauf, vom Spiel über Office bis hin zu Multimedia. Aber einige Bereiche sind mehrfach abgedeckt; z.B. gibt es mindestens 4 Browser..

Linux ist erwachsen geworden, aber auf Treiberseite sieht es leider noch zu dünn aus (Terratec scheint keine anzubieten). Aber der großen Fangemeinde fällt meistens doch noch was ein. Da Linux ja Open Source ist kann das aber auch zum Bumerang werden, da sehr oft aktualisierte Versionen erscheinen, die aber nicht unbedingt frei von Fehlern sein müssen. Daher ist es von Vorteil wenn man einen Internetzugang hat.
Aber es ist trotzdem interessant und vor allem kostenlos bzw. günstig, so dass ich sicher an dieser Stelle meine weiteren Erfahrungen sammeln werde.
Test von 2002