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Soundkarten

Bei den Soundkarten hat man im Prinzip nur die Wahl zwischen ISA und PCI. Bei einem 486er (oder älter) sollte man unbedingt eine ISA Karte verwenden. Diese haben eigenen Speicher auf der Platine, PCI Karten nutzen den Hauptspeicher mit, und belasten das System dadurch stärker.

Gute Karten sind die Creative SoundBlaster 2.0, 16 und AWE 32/64. Erstere braucht nur einen 8 Bit Slot, zweitere ist der Spielekönig, und letztere war die Musikerkarte in ihrer Zeit.


Eine Soundblaster 16 ISA Karte

Wer einen späteren Rechner ausrüsten möchte, und nicht auf Onboard Sound setzten möchte, findet mit den Soundblaster Live Modellen qualitativ hochwertige Sourroundkarten. Als gutes Stereostück hat sich die Terratec PCI 128i bewährt.

Notebooks: Ist hier keine Soundkarte eingebaut so kann man eine per PCMCIA nachrüsten, allerdings besteht dann das Problem, das Boxen zur Wiedergabe nicht im Gerät verbaut sind. Man muss sie also immer mitschleppen. Es gibt einen Treiber für Windows 3.1 und 9x, der es ermöglicht, Soundsignale über den PC-Speaker auszugeben. Da diese Aktion den Rechner während der Ausgabe komplett auslastet, ist dies aber nur für kurze Signale empfehlenswert.

Netzwerk

Bei Netzwerkkarten kann man im Prinzip nicht viel falsch machen. Die meisten Karten unterstützen Ethernet mit RJ45 Kabeln, das ältere BNC System ist nicht mehr zu empfehlen. Tokenring schon gar nicht. Bis auf sehr wenige Intel Karten sind alle ISA Netzwerkkarten maximal 10 MBit. Gigabit Karten lohnen sich bei Klassikern nicht, sie erreichen nicht annähernd die Datenraten.


Eine ISA Netzwerkkarte, rechts BNC, Links RJ45 Ethernet

Bei WLAN sei man gewarnt vor allem was nicht mindestens 11 MBit kann. Ältere 2 MBit Systeme sind nämlich komplett inkompatibel mit heutiger Hardware. Besitzer älterer Laptops sollten bei der Kartenwahl Vorsicht walten lassen. WLAN USB Sticks funktionieren meist erst mit Win 98 SE, davor bleibt nur die Wahl bei PCMCIA Karten. Hier muss man aber aufpassen, das die Karte zum PCMCIA Schacht passt, meist wird eine 16-Bit Karte mit 5 V benötigt. Gute Kandidaten sind die Orinoco Gold und Silver, sowie einige Netgear Karten. Dann klappt WLAN auch mit 486ern und Windows 95.

PCMCIA LAN PCMCIA WLAN WLAN USB

Das größte Problem an diesen älteren Geräten: Die Verschlüsselung. Heute sollte man mindestens WPA einsetzen, die älteren Geräte beherrschen meist nur die WEP Verschlüsselung, die als sehr unsicher gilt. Man muss dann entscheiden, ob man dieses Risiko eingehen möchte und den Router entsprechend unsicher konfiguriert.

Von daher wäre das ältere 2 MBit Netzwerk wieder empfehlenswert, wenn man sein Netzwerk um einen 2 MBit Accesspoint erweitert, die Wahrscheinlichkeit das jemand mit so einem Gerät unterwegs ist, ist nahezu Null.

Video Encoder

Besitzt man ein DVD Laufwerk, könnte man auf die Idee kommen einen Film am Computer zu schauen. Dazu benötigt man in der Regel einen Softwareencoder (Abspielsoftware) und ab etwa einen Pentium II mit 400 MHz kann das Filmvergnügen starten. Es gibt aber auch die Alternative der Hardwareencoderkarten. Hier übernimmt die Karte die meiste Arbeit, es reicht ein Pentium Prozessor mit 133 MHz. Einige Karte wie die Creative DXR2 sind günstig zu haben, sind aber Aufwändig zu Verkabeln und bieten dazu noch ein schlechtes Bild. Neuere Generationen bieten bessere Qualität, teilweise auch weitere Formate, sind aber auch noch gebraucht teurer. Meistens lohnt es sich mehr den PC direkt mit neuerer Hardware auszustatten, oder direkt am Fernseher mit einem billigen DVD Player zu schauen.

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